Günther Bauer: Ein schneller Deutscher ist zu wenig

Von Jan Sievers
Eisspeedway der Nationen

Deutschland bekam bei der Eisspeedway-Team-Weltmeisterschaft eine Watschen und landete auf dem enttäuschenden fünften Platz. Als Ein-Mann-Team kann Günther Bauer wenig ausrichten.

Bereits nach dem ersten Tag bei der Team-WM in Togliatti war klar, dass Deutschland auch in diesem Jahr nicht um Medaillen kämpfen wird. Die Teams aus Russland, Schweden und Österreich sind außer Reichweite. Auch die Tschechen, die in den vorherigen beiden Jahren Bronze holten, waren nicht zu bezwingen.

Am ersten Tag lief fast alles schief, was schief laufen kann. Im Duell gegen die Tschechen lag Günther Bauer zunächst in Führung, bis ihm ein Fahrfehler unterlief, was die Klatovsky-Brüder knallhart ausnützten.

Auch im Duell gegen Schweden hätten mehr Punkte rausspringen können. Aber das Problem der Deutschen ist, dass Günther Bauer nach wie vor nahezu ein Ein-Mann-Team ist. Die deutsche Nummer 1 bekam von seinen Kollegen zu wenig Schützenhilfe, als dass mehr möglich gewesen wäre.



Stefan Pletschacher konnte außer gegen die schwachen Schweizer keine Gegner schlagen. Max Niedermaier ließ gelegentlich sein wahres Potenzial aufblitzen. Im Duell gegen Österreich konnte er Manfred Seifter überraschend in die Schranken weisen. 



Am zweiten Tag sah die Welt bei Günther Bauer besser aus. «Eigentlich ist es gut gelaufen, wäre es nicht so blöd gelaufen», sagte der Bayer zu SPEEDWEEK.com. «Dass ich zu Beginn des Rennens am Sonntag wegen Überfahren der Innenlinie im Lauf gegen Schweden disqualifiziert wurde, ist sehr ärgerlich.»

Das nächste Duell gegen Finnland konnte Deutschland mit Bauer und Niedermaier mit einem Doppelsieg beenden.

Dass im dritten Rennen des Tages gegen Russland nur ein Punkt raussprang, war erwartungsgemäß.

Im Duell gegen Österreich war es extrem spannend. Franz Zorn lag zunächst in Führung, bis ihn Teamkollege Manfred Seifter mit Geschwindigkeitsüberschuss nach außen drückte. Die Lücke nutzte Bauer, um an beiden vorbeizuziehen. Eine Runde später hakte der Bayer jedoch in einer tiefen Rille ein, kam fast vom Kurs ab und musste beide wieder ziehen lassen.

Dass der deutschen Nummer 1 im folgenden Lauf gegen die Tschechen klar in Führung liegend der Motor einging, war symptomatisch für den Rennverlauf: «Es hätten mindestens fünf Punkte mehr sein können am Sonntag, das ist schon ärgerlich. Aber alles in allem bin ich nicht unzufrieden.»

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