Abu Dhabi: Sauber wegen Alfa Romeo letztmals in Blau?

Von Mathias Brunner
Formel 1

​Formel-1-Tests in Abu Dhabi: Ferrari-Zögling Charles Leclerc bewegt auf dem Yas Marina Circuit einen Sauber, den wir vielleicht letztmals in Blau sehen – Alfa Romeo ist 2018 neuer Titelsponsor.

Zu 25 Jahren Sauber in der Formel 1 trat der Schweizer Sauber-Rennstall 2017 in Blau und Gold an, aber mit dieser Farbkombination sehen wir den Schweizer Rennwagen an diesem Mittwoch vielleicht zum letzten Mal auf der Rennbahn. Alfa Romeo kommt als Titelsponsor an Bord und als technischer Partner. Die Sauber-Renner in Rot und Weiss, das würde nicht nur zu den Hausfarben von Alfa Romeo passen, sondern auch zur Schweiz und zur Alfa-Heimatstadt Mailand.

Sergio Marchionne, Konzernchef von Fiat/Chrysler, freut sich: «Die Tifosi von Alfa Romeo erhalten endlich wieder die Möglichkeit, ihre Lieblingsmarke in der Königsklasse zu unterstützen. Alfa Romeo soll ein neues, aufregendes Kapitel seiner Sporthistorie schreiben, einer Geschichte, die einzigartig und legendär ist.»

Auch im Fahrerlager des Yas Marina Circuit ist die Rückkehr von Alfa Romeo ein grosses Thema, aber die Arbeit der Teams geht ungeachtet dessen weiter.

Fahrerwechsel bei Force India: Nach Esteban Ocon hat nun der andere Stammfahrer, Sergio Pérez, das Lenkrad übernommen. Wechsel auch bei Williams: Nach Sergey Sirotkin sitzt erneut Robert Kubica am Steuer.

Die Zeiten von Sirotkin gemessen an jenen des Polen Kubica sind mit Vorsicht zu geniessen: Robert Kubica war bislang erst mit den weichen Pirelli unterwegs, nicht aber mit den Walzen der Typen superweich, ultraweich und hyperweich. Die Unterschiede sind markant: Hochrechnungen zufolge ist die neueste Pirelli-Mischung (hyperweich, rosa markiert) mindestens 1,3 Sekunden pro Runde schneller als die bislang weichste Mischung, der violette Ultraweich.

Zudem kennen nur die Williams-Techniker die entsprechende Spritlast. Eher ein Vergleich bei der Rennsimulation von Kubica sind die Zeiten von Felipe Massa aus dem WM-Finale. Da ist der Pole am Dienstag schneller unterwegs gewesen als der Brasilianer am Sonntag. Kein Wunder gab es am Dienstagabend bei Williams sehr viel zufriedene Gesichter.

Abu Dhabi-Testtag 2, Zeiten nach 7 Stunden:

1. Sebastian Vettel (D) Ferrari SF70H, 1:37,551 (70 Runden)
2. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB13-Renault, 1:38,736 (87)
3. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W08, 1:38,873 (97)
4. Esteban Ocon (F), Force India VJM10-Mercedes, 1:39,148 (72)
5. Carlos Sainz (E), Renault RS17, 1:39,444 (67)
6. Kevin Magnussen (DK), Haas VF-17-Ferrari, 1:39,810 (86)
7. Sergey Sirotkin (RU), Williams FW40-Mercedes, 1:39,947 (86)
8. Sergio Pérez (MEX), Force India VJM10-Mercedes, 1:40,516 (8)
9. Charles Leclerc (MC), Sauber C36-Ferrari, 1:40,666 (92)
10. Stoffel Vandoorne (B), McLaren MCL32-Honda, 1:40,817 (57)
11. Lando Norris (GB), McLaren MCL32-Honda, 1:41,714 (108)
12. Brendon Hartley (NZ), Toro Rosso STR12-Renault, 1:44,265 (11)
13. Pierre Gasly (F), Toro Rosso STR12-Renault, 1:44,827 (63)

Abu Dhabi, Testtag 1

1. Kimi Räikkönen (FIN), Ferrari SF70H, 1:37,768 (99 Runden)
2. Daniel Ricciardo (AUS), Red Bull Racing RB13-Renault, 1:38,068 (109)
3. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W08, 1:38,551 (136)
4. Romain Grosjean (F), Haas VF-17-Ferrari, 1:39,270 (136)
5. Lance Stroll (CDN), Williams FW40-Mercedes, 1:39,580 (29)
6. Fernando Alonso (E), McLaren MCL32-Honda, 1:39,762 (115)
7. Nico Hülkenberg (D), Renault RS17, 1:39,803 (84)
8. Nikita Mazepin (RU), Force India VJM10-Mercedes, 1:39,959 (90)
9. Robert Kubica (PL), Williams FW40-Mercedes, 1:41,296 (100)
10. Sean Gelael (IND), Toro Rosso STR12-Renault, 1:41,428 (117)
11. Marcus Ericsson (S), Sauber C36-Ferrari, 1:41,661 (97)
12. Oliver Turvey (GB), McLaren MCL32-Honda, 1:41,914 (105)

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