Marc Márquez: Für Red Bull Racing in der Formel 1?

Von Andreas Reiners
Formel 1
Marc Márquez

Marc Márquez

Am heutigen Dienstag absolviert MotoGP-Weltmeister Marc Márquez in Spielberg einen Formel-1-Test im Toro Rosso-Boliden. Der Beginn in einer zweiten Karriere in der Formel 1?

Dr. Helmut Marko ist auf alle Eventualitäten vorbereitet. Auch auf die, die auf den ersten Blick vielleicht nicht unbedingt auf der Hand liegen. Zwar absolviert MotoGP-Weltmeister Marc Márquez am heutigen Dienstag in Spielberg einen Formel-1-Test im Toro Rosso-Boliden von Red Bull Racing. Das bedeutet aber nicht unbedingt automatisch, dass Márquez gleich komplett die Seiten wechselt.

Doch Red-Bull-Motorsportberater Marko hat bereits so ein Szenario im Hinterkopf. «Wir haben für Marc eine sehr gute Ingenieurscrew mitgebracht. Wir sind neugierig, wie er sich schlägt und wie es ihm gefällt», sagte Marko im Rahmen der ServusTV-Sendung «Sport und Talk» in Spielberg.

Denn: «Wenn er nicht mehr Motorrad fahren will, wäre das ja eine Möglichkeit. 2021 würde gut passen, dann hat er neun oder zehn WM-Titel und kann würdig abtreten», sagte Marko.

Marko weiß, dass es solche Wechsel schon gegeben hat. Erfolgreiche: «Ich hatte das Glück, Fahrer wie Mike Hailwood oder John Surtees kennengelernt zu haben. Sie haben den späten Einstieg durch ihre Erfahrung wettgemacht. Die größten Unterschiede zwischen Formel 1 und MotoGP ist die Geschwindigkeit und das Bremsen.»

Was sagt Márquez selbst? Schließlich hat er bei Honda noch zwei Jahre, also bis 2020, Vertrag. «Ich weiß das zu schätzen. Das wäre natürlich sehr toll. Ich bin aber erst einmal dankbar für die Möglichkeit, die mir gegeben wird. Wenn man jetzt einsteigen möchte, muss man so viel lernen, um Fuß zu fassen. Man weiß nie, was die Zukunft bringt.»

Mit Mark Webber hat Márquez einen guten Trainer. «Marc hat auch im Simulator anfangs viel zu früh gebremst, hat sich dann aber gesteigert«, verriet Marko.

Webber weiß, auf was Márquez achten muss: «Marc wird durch die Geschwindigkeit nicht eingeschüchtert sein. Es geht um die technische Seite. Sich an das breite Auto gewöhnen oder dass er niedrig sitzt. Die Sicherheitsgurte sind sicher auch seltsam für einen Motorradfahrer. Er muss sich rantasten», sagte der frühere Formel-1-Fahrer.

Der Ring in Spielberg sei die beste Piste für das Experiment, so der Australier: «Es ist nicht die schwerste Piste, aber sie hat doch einige schnelle Kurven. Er wird am Ende des Tages viel gelernt haben, es gibt aber noch viele Punkte, die er besser verstehen muss. Marc soll alles lernen, was möglich ist.»

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