Max Verstappen in Abu Dhabi: Wieso Randstein krümelte

Von Rob La Salle
Formel 1

​Der Niederländer Max Verstappen war nur einer von vielen GP-Stars, die in Abu Dhabi über einen Randstein schmirgelten, der sich nach und nach auflöste. Formel-1-Rennchef Charlie Whiting sagt, wieso.

Red Bull Racing-Star Max Verstappen war im Freitagtraining zum Grossen Preis von Abu Dhabi auf einem fünf Zentimeter hohen Randstein zwischen der dritt- und zweitletzten Kurve des Yas Marina Circuit aufgesessen, der Wagen komplett steuerlos. Der Renner ritt fast die ganze Länge des für 2018 dort neu platzierten Randsteins hinunter und schliff dabei die Bodenplatte seines Red Bull Racing-Renners ab. Max nachher: «Ich kann verstehen, warum es diese Randsteine braucht, und ehrlich gesagt ist es gar nicht so schlecht; andernfalls fängt man wieder an, neben der Bahn zu fahren, um die schnellste Linie zu finden.»

In der Nacht auf Samstag musste am fünf Zentimeter hohen, schlafenden Polizisten gearbeitet werden: Zahlreiche Piloten waren dort neben der Bahn gewesen und hatten nicht nur die Farbe weggeschmirgelt, es waren sogar Stücke aus dem Beton gebrochen. Klar drängte sich die Frage auf: Wie konnte so etwas passieren?

Formel-1-Rennleiter Charlie Whiting hat dazu Stellung genommen. Der Engländer sagt: «Der erste Zentimeter des Randsteins hat gekrümelt. Als damals der Beton dieses Kerb gelegt wurde, war es sehr heiss, die Arbeit musste schnell gehen. Dann wurde der Randstein mit einer dicken Ölfarbe angestrichen.»

«Wie sich am GP-Wochenende herausgestellt hat, sogen die Autos auf dem Randstein die dicke Farbe ab, und mit der Farbe lösten sich auch Teile des Betons. An einigen Stellen mussten wir Epoxidharz anbringen und dann frisch malen. Das hat sich im Rennen mehr oder weniger bewährt. An einigen Stellen war der Kerb etwas niedriger als ursprünglich.»

Es ist noch nicht beschlossen, ob der Randstein in dieser Form für das Rennen 2019 bleibt.

Der Genfer Romain Grosjean, einer der Präsidenten der Fahrervereinigung GPDA: «Der Randstein dort ist trotzdem eine gute Sache, denn jetzt können die Piloten dort nicht mehr weit ausholen und Schwung für die letzte Kurve holen. Aber wie sich der Kerb auflöste, das war einfach nicht Formel-1-Niveau.»

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