FIA-Rennleiter verteidigt Halo nach Hülkenberg-Crash

Von Agnes Carlier
Formel 1
Formel-1-Rennleiter Charlie Whiting betonte nach dem Saisonfinale in Abu Dhabi, dass der Halo-Schutzbügel die Befreiung von Nico Hülkenberg nach dessen Crash nicht behindert hat.

Bereits in der ersten Runde des Abu Dhabi-GP sorgte ein spektakulärer Crash für erstaunte Gesichter in den Boxen und auf den Tribünen. Denn Nico Hülkenberg überschlug sich nach einer Berührung mit Romain Grosjean in der neunten Kurve gleich mehrfach, bis sein Renner kopfüber in der Streckenbegrenzung hängen blieb. Zu allem Übel fing das Auto auch noch Feuer und Hülkenberg, der zwar unversehrt blieb, sich aber dennoch nicht aus eigener Kraft aus seiner misslichen Lage befreien konnte, klagte über Boxenfunk: «Ich hänge hier wie eine Rinderhälfte, holt mich bitte raus.»

Das Feuer wurde schnell gelöscht und der Renault-Pilot konnte rasch befreit werden, nachdem das Auto wieder umgedreht worden war. Hinterher beteuerte der Deutsche: «Ich weiss nicht, ob ich ohne Halo alleine rausgekommen wäre.» Dennoch äusserten viele Fahrerlager-Beobachter Bedenken gegen den Schutzbügel.

Doch der FIA-Rennleiter und Sicherheitsdelegierte der Königsklasse, Charlie Whiting, winkte nach dem Rennen auf Nachfrage ab: «Wir wussten, dass es ihm gut ging und es keinen Grund zur Sorge gab. Die Vorgehensweise in diesem Fall ist klar, man dreht das Auto wieder um und das wurde auch sorgfältig erledigt. Sobald der Wagen wieder auf seinen Rädern stand, konnte er sich selbst befreien. Soweit ich das sehen konnte, lief alles sehr kontrolliert ab – alles lief genau so ab, wie es laufen sollte.»

Der Brite betonte auch: «Genau bei solchen Unfällen soll der Halo helfen. Er verschafft dem Fahrer mehr Platz, wenn der Renner kopfüber steht. Genau das wollten wir in der Testphase auch sicherstellen.» Und er verriet: «Bei einem derartigen Abflug wird der Funk direkt zur Rennleitung umgeleitet, sodass wir gleich im Bilde sind. Meistens sagen die Fahrer, dass es ihnen gut geht und wir leiten das an die Ärzte weiter, die auf dem Weg zur Unfallstelle sind. So wissen auch sie gleich, wie dringend die Hilfe benötigt wird und ob sie sich Zeit lassen können.»

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