F1-Zukunft von Mercedes: Immer neue Spekulationen

Von Otto Zuber
Formel 1
Trotz Erfolg: Toto Wolff unid seine Schützlinge Valtteri Bottas und Lewis Hamilton werden immer wieder mit Mercedes-Ausstiegsgerüchten konfrontiert

Trotz Erfolg: Toto Wolff unid seine Schützlinge Valtteri Bottas und Lewis Hamilton werden immer wieder mit Mercedes-Ausstiegsgerüchten konfrontiert

Die Spekulationen um einen Formel-1-Ausstieg von Mercedes als Werksteam sind nicht neu, sorgen aber dennoch immer wieder für Schlagzeilen. So zweifelt etwa Jan Lammers am Verbleib der Sternmarke in der Königsklasse.

Langjährige GP-Fans erinnern sich sicherlich noch an die vielen Spekulationen um einen möglichen Formel-1-Aufstieg des früheren Dauersiegers Red Bull Racing. Erst führten die Gerüchteköche den anhaltenden Erfolg von Sebastian Vettel mit dem Team aus Milton Keynes als Argument für den Ausstieg an, denn durch diesen habe die Mannschaft nichts mehr zu gewinnen und viel zu verlieren.

Als dann Mercedes die Spitzenposition übernahm, hielten sich die Ausstiegsgerüchte – diesmal mit dem Verweis auf die ausbleibenden Siege. Die Teamverantwortlichen lassen sich davon nicht beirren und lieber Taten statt Worte sprechen: Kurz vor dem Saisonende bestätigte man die Fortführung der erfolgreich gestarteten Honda-Partnerschaft bis Ende 2021 und in dieser Woche erfolgte die Bestätigung der Weiterverpflichtung von Max Verstappen bis Ende 2023.

Ähnlich wie Red Bull ergeht es auch dem aktuellen Dauersieger Mercedes. Seit die Silberpfeile im Formel-1-Feld die Rolle des Gejagten einnehmen, werden immer wieder Stimmen um den baldigen GP-Ausstieg der Sternmarke als Werksrennstall laut. So prophezeite etwa Ex-Rennstallbesitzer Eddie Jordan schon mehrmals den Abgang der Silbernen – und das so hartnäckig, dass Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff in Baku 2017 der Kragen platzte.

«Eddie Jordan soll endlich aufhören, angeblichen Neuheiten zu verbreiten. Ich bin durchaus einer, der Spass an Wortgeplänkeln hat. Aber wenn 1500 Mitarbeiter anfangen, Angst um ihren Job zu haben, und das wegen falscher Behauptungen, dann hört der Spass für mich auf. Nochmals: Keiner unserer Geldgeber verlässt uns! Wir hören mit der Formel 1 nicht auf! Wir sind happy hier und wir bleiben hier», wetterte der Wiener.

Im vergangenen Jahr im Mai bekräftigte Wolff, dass sich Mercedes zur Formel 1 bekennt. «Sie ist eine Plattform, die für uns sehr gut funktioniert. Die Marke profitiert davon, dass wir an der Spitze um Siege und Meisterschaften fahren», betonte der Chef der Silberpfeile. Und er stellte klar: «Der Werbe-Gegenwert, den wir als Marke generieren, ist enorm. Der ist ein Vielfaches der Investitionen.»

Dennoch sieht GP-Veteran und Zandvoort-Aushängeschild Jan Lammers die Zukunft von Mercedes als nicht gesichert an. Gegenüber F1 Maximaal erklärte er: «Es ist nicht klar, was sie langfristig unternehmen werden. Es ist sicherlich nicht undenkbar, dass sie sich sagen: Es war fantastisch, aber nun ist es an der Zeit, etwas Anderes zu tun.»

Die statistische Wahrscheinlichkeit, dass die Dominanz der Silbernen noch lange fortbesteht, sei sehr gering, führt der 63-jährige Niederländer an. «Auch wenn sie immer noch eine beachtliche Performance zeigen, kann man sagen, dass Mercedes nun an der Spitze angekommen ist», ist sich Lammers sicher.

Formel-1-WM 2019, Fahrer

1. Lewis Hamilton, Mercedes, 413 Punkte. 2. Valtteri Bottas, Mercedes, 326. 3. Max Verstappen, Red Bull Racing 278. 4. Charles Leclerc, Ferrari, 264. 5. Sebastian Vettel, Ferrari 240. 6. Carlos Sainz, McLaren, 96. 7. Pierre Gasly, Toro Rosso, 95. 8. Alex Albon, Red Bull Racing, 92. 9. Daniel Ricciardo, Renault, 54. 10. Sergio Pérez, Racing Point, 52. 11. Lando Norris, McLaren, 49. 12. Kimi Räikkönen, Alfa Romeo, 43. 13. Daniil Kvyat, Toro Rosso, 37. 14. Nico Hülkenberg, Renault, 37. 15. Lance Stroll, Racing Point, 21. 16. Kevin Magnussen, Haas, 20. 17. Antonio Giovinazzi, Alfa Romeo, 14. 18. Romain Grosjean, Haas, 8. 19. Robert Kubica, Williams, 1. 20. George Russell, Williams, 0.

Formel-1-WM 2019, Teams

1. Mercedes, 739 Punkte. 2. Ferrari, 504. 3. Red Bull Racing, 417. 4. McLaren, 145. 5. Renault, 91. 6. Toro Rosso, 85. 7. Racing Point, 73. 8. Alfa Romeo, 57. 9. Haas, 28. 10. Williams, 1.

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