Claire Williams: «Haben uns ehrgeizige Ziele gesetzt»

Von Otto Zuber
Formel 1
Claire Williams

Claire Williams

Im vergangenen Jahr erlebte das Williams-Team eine Saison zum Vergessen. Einige Experten fordern deshalb einen neuen Boss im Traditionsrennstall. Dennoch bleibt Claire Williams optimistisch.

2019 wird den Williams-Mitarbeitern und auch den Fans des britischen Traditionsteams noch lange in schlechter Erinnerung bleiben. Die Probleme nahmen schon vor dem Startschuss zur vergangenen Saison ihren Lauf, das Team beendete den Renner zu spät und verpasste damit wertvolle Testtage. Die Befürchtungen, dass auch die Saison nicht wie geplant laufen würden, bewahrheiteten sich kurz darauf.

Dank F1-Rückkehrer Robert Kubica konnte man immerhin einen WM-Zähler holen, doch unter normalen Bedingungen fehlten den Williams-Piloten teilweise mehrere Sekunden auf den Rest des Feldes. Das war sehr schmerzlich für die Fans der Briten, die in der Vergangenheit neun Mal in der Team-WM und sieben mal in der Fahrer-Wertung triumphieren konnten.

Kein Wunder, werden kritischen Stimmen gegen Claire Williams laut. Die Tochter von Teamgründer Frank Williams steht – wenn auch nur offiziell als stellvertretende Teamchefin –schliesslich an der Spitze der Mannschaft aus Grove. So erklärte etwa GP-Veteran und Sky Sports F1-Experte Martin Brundle dem Motor Sport Magazine: «Ich bin da nicht am Drücker und weiss auch nicht alles, aber ich würde Claire bitten, eine Stufe aufzusteigen und eine eher präsidiale Rolle einzunehmen.»

«Dann würde ich jemanden wie Andreas Seidl an Bord holen und ihm absolute Handlungsfreiheit geben. Denn der Erfolg hängt in der Formel 1 von der Zukunft ab, nicht von der Vergangenheit», stellte der Brite klar. Will heissen: Das Tagesgeschäft muss in andere Hände. Doch trotz der immer deutlicheren und lauteren Kritik, bleibt Williams zuversichtlich. Sie sagte zu Skysports.com: «Wir haben uns diesen Winter sehr ehrgeizige Ziele gesetzt, um sicherzustellen, dass Williams wieder im Mittelfeld mitkämpft.»

Gleichzeitig relativierte die Britin auch: «Wir wissen, wo wir stehen, aber wir haben keine Ahnung, was die Konkurrenz macht, und das wird der wichtigste Faktor bei der Frage sein, wo wir in der anstehenden Saison leistungsmässig stehen werden. Diese Frage wird auch nicht so schnell beantwortet werden, wir werden erst nach den Testfahrten oder sogar nach den ersten Rennen des Jahres wirklich wissen, wie konkurrenzfähig wir im Vergleich sein werden. Aber wir haben hart gearbeitet in diesem Winter. Wir müssen damit fortfahren und beten, dass sich der Aufwand auch auf der Strecke zeigen wird.»

DER FORMEL-1-KALENDER 2020

Präsentationen
11. Februar: Ferrari (Maranello)
12. Februar: Renault (Paris)
13. Februar: McLaren (Woking)
14. Februar: AlphaTauri (Salzburg), Mercedes (Silverstone)

Wintertests
19.–21. Februar: Montmeló, Circuit de Barcelona-Catalunya/E
26.–28. Februar: Montmeló, Circuit de Barcelona-Catalunya/E

Rennen
15. März: Melbourne, Albert Park Circuit/AUS
22. März: Bahrain, Bahrain International Circuit/BRN
5. April: Hanoi, Street Circuit Hanoi/VN
19. April: Shanghai, Shanghai International Circuit/RCH
3. Mai: Zandvoort, Circuit Park Zandvoort/NL
10. Mai: Montmeló bei Barcelona, Circuit de Barcelona-Catalunya/E
24. Mai: Monte Carlo, Circuit de Monaco/MC
7. Juni Aserbaidschan, Baku City Circuit/AZ
14. Juni: Montreal, Circuit Gilles Villeneuve/CDN
28. Juni: Le Castellet, Circuit Paul Ricard/F
5. Juli: Spielberg, Red Bull Ring/A
19. Juli: Silverstone, Silverstone Circuit/GB
2. August: Mogyoród bei Budapest, Hungaroring/H
30. August: Francorchamps, Circuit de Spa-Francorchamps/B
6. September: Monza, Autodromo Nazionale/I
20. September: Singapur, Marina Bay Street Circuit/SGP
27. September: Sotschi, Sochi Autodrom/RUS
11. Oktober: Suzuka, Suzuka Circuit/J
25. Oktober: Austin, Circuit of the Americas/USA
1. November: Mexico City, Autódromo Hermanos Rodríguez/MEX
15. November: São Paulo, Autódromo José Carlos Pace/BR
29. November: Abu Dhabi, Yas Marina Circuit/UAE

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