Nick Heidfeld: «In meinen Augen ist Alonso der Beste»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Nick Heidfeld

Nick Heidfeld

Nick Heidfeld erlebte in den 12 Jahren, in denen er F1-Rennen bestritt, viele starke Gegner. Einer war aber besser als alle Anderen: Fernando Alonso ist in den Augen des Deutschen der Beste, gegen den er gefahren ist.

Nein, das Talent möchte Nick Heidfeld dem sechsfachen Weltmeister Lewis Hamilton nicht absprechen. In der neuesten Ausgabe des «Beyond the Grid»-Podcasts auf Formula1.com erklärt der GP-Veteran: «Ich würde sagen, der kompletteste Pilot, gegen den ich gefahren bin, ist Fernando Alonso. Hamilton ist wohl der talentierteste, aber in meinen Augen war Alonso insgesamt gesehen der Beste.»

Deshalb würde er den Asturier, der sich nach der Saison 2018 mit zwei WM-Kronen (2005 und 2006) sowie 32 GP-Siegen aus der Formel 1 verabschiedet hat, gerne wieder in einem Grand Prix erleben. «Ihn wünsche ich mir am stärksten von allen zurück, denn er ist sicherlich einer der Besten», schwärmt der Deutsche, der selbst zwar weder Titel noch GP-Siege einfahren konnte, aber acht Mal auf dem GP-Podest stand.

Dass Alonsos Erfolgsausweis auf dem Papier sehr viel bescheidener ausfällt als jener des sechsfachen Champions aus dem Mercedes-Team, liegt nicht an dessen Fahrkünsten, betont Heidfeld. «Er war zweifacher Weltmeister, hätte es aber verdient, noch mehr Titel zu erobern. Es war einfach fantastisch, ihm zuzuschauen, allerdings war er ausserhalb des Cockpits manchmal auch extrem. Man hört so Geschichten über sein Verhalten und wie er gewisse Dinge ausgespielt hat, die am Ende aber nicht immer zu seinem Vorteil waren.»

«Aber ich habe es geliebt, gegen ihn zu fahren. Er ist wahrscheinlich der Pilot, gegen den ich am liebsten kämpfte, denn er blieb immer fair», fügt der 42-Jährige an, und ergänzt lachend: «Oder zumindest meistens.» Etwa im Monaco-GP 2010, den sich Heidfeld vom Streckenrand aus zu Gemüte führte – der Wahl-Schweizer war zu jenem Zeitpunkt «nur» Testfahrer des Mercedes-Teams, erst ab Singapur stand er in jenem Jahr wieder in der Startaufstellung, und zwar in den Farben eines früheren Brötchengebers Sauber.

«Ich fuhr damals nicht und schaute mir den Monaco-GP an, dabei hatte ich das Glück, noch näher als die Zuschauer ans Geschehen zu kommen», erinnert sich Heidfeld, der von Hamilton und Alonso verblüfft war. «Schon optisch stachen sie hervor, wie sie durch diese Kurven kamen und wie gut sie ihre Fahrzeuge beherrschten. Hamilton ging noch mehr Risiken ein als Fernando, er kam der Streckenbegrenzung noch näher, aber er war sehr viel inkonsequenter.»

Dies habe sich mittlerweile geändert, ist sich der frühere GP-Routinier sicher. «Ich glaube, Hamilton ist konsequenter geworden, und er geht nicht mehr ganz so aggressiv und gefährlich vor, wenn man sich Monaco anschaut», analysiert er.

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