Lewis Hamilton (Mercedes): «Es waren schwierige Tage»

Von Vanessa Georgoulas
Lewis Hamilton

Lewis Hamilton

Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton blickt noch einmal auf die GP-Absage in Australien zurück und gesteht: «Das fühlte sich sehr surreal an.» Und er mahnt: «Wir müssen uns auf das Positive konzentrieren.»

Als die Formel 1 in Melbourne in die Saison 2020 starten wollte, durchkreuzte ein positiven Coronavirus-Test alle Pläne: Nachdem ein McLaren-Mitarbeiter im Fahrerlager als Träger des Sars-CoV-2-Virus ausgemacht worden war, zogen CEO Zak Brown und Teamchef Andreas Seidl den Traditionsrennstall aus Woking vom Rennwochenende zurück. Tags darauf kamen auch die GP-Verantwortlichen zum Schluss: Das GP-Wochenende musste abgebrochen werden, bevor es begonnen hatte.

Kurz vor dem geplanten Start des ersten freien Trainings wurde die Veranstaltung abgesagt, zahlreiche Fans hatten sich zu diesem Zeitpunkt natürlich schon vor den Toren des Albert Park Circuit versammelt, der Ärger und die Enttäuschung waren entsprechend gross. Auch für Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton war die Absage eine bittere Pille.

Der Silberpfeil-Pilot erklärt in einem YouTube-Interview von Mercedes: «Ich denke, das war ein echter Schock für das ganze System. Ich hatte am Donnerstag meine Meinung zur Renndurchführung geäussert und dann wachte ich am nächsten Tag auf und freute mich wirklich darauf, ins Auto zu steigen, nur um dann zu erfahren, dass wir nicht auf die Strecke gehen würden. Es war sehr surreal.»

«Man war sich nicht sicher, ob das Rennen stattfinden würde», erinnert sich Hamilton, der das ganze Wochenende in Australien blieb. «Es war hart, denn es war das erste Mal in meiner vierzehnjährigen Karriere. Ich weiss mittlerweile, wie ich mich bestmöglich vorbereite, und mit jedem Jahr verfeinert man seine Strategie, um besser denn je zu starten», fügt der 84-fache GP-Sieger an.

Und Hamilton seufzt: «Es waren definitiv ein paar schwierige Tage.» Gleichzeitig plädiert der Mercedes-Star für eine positive Sicht der Dinge.. «Es ist natürlich schwierig, wenn man das, was man liebt, nicht mehr machen kann. Mir fehlt das Rennfahren. Aber wir müssen uns auf das Positive konzentrieren, wenn man sich auf der Welt umschaut, dann sieht man, dass der Himmel überall klarer ist. Ich denke, die Menschen schätzen die Zeit und ihre Familie wieder etwas mehr. Ich hoffe, dass wir alle aus dieser Erfahrung lernen können und ich hoffe auch, dass es bald vorbei ist.»

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