Red Bull Racing: FIA-Anfrage wegen Mercedes

Von Otto Zuber
Formel 1
Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner

Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner

Mit dem cleveren DAS-System verblüffte Mercedes die Gegner bei den Wintertestfahrten in Barcelona. Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner bestätigt, dass man dazu eine FIA-Klarstellung fordert.

Als bei den Tests in Barcelona die ersten Bordkamera-Aufnahmen von Lewis Hamilton auftauchten, die den innovativen Lenkungstrick der Mercedes-Ingenieure offenbarten, war die Aufregung gross. Denn das sogenannte DAS-System (DAS steht für dual axis steering) ist eine echte Innovation, die es den Sternfahrern erlaubt, die Spur der Vorderräder während der Fahrt durch das heranziehen oder wegdrücken des Lenkrads zu verändern.

Die Vorteile sind zahlreich Damit lassen sich Fahrverhalten und Aerodynamik verbessern, auch kann das Auskühlen der Reifen auf den Geraden verbessert werden. Der Lenkungstrick kommt auch beim Saisonauftakt in Spielberg zum Einsatz, wie das Team am Trainingsfreitag bestätigte. Und schnell reagierte auch die Konkurrenz auf diese Aussage: Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner fordert eine Klarstellung von den FIA-Experten zur Legalität des Lenkungstricks.

«Es ist ein sehr cleveres System, das muss man allen Ingenieuren, die sich das ausgedacht haben, lassen», lobte der Brite, erklärte aber auch: «Es ist sehr kompliziert, da steckt viel Arbeit drin und für uns stellt sich die grundsätzliche Frage, ob es den Regeln entspricht. Wir müssen Klarheit darüber haben, ob es in diesem Jahr erlaubt ist oder nicht.» Deshalb strebe man eine offizielle Klarstellung der FIA-Experten an, fügte er an, und bestätigte, dass die Ingenieure des Teams aus Milton Keynes bezweifeln, dass es den Regeln entspricht.

Bei der Frage, ob Red Bull Racing ein ähnliches System entwickeln werde, sollten die Regelhüter dennoch zum Schluss kommen, dass die Mercedes-Lösung legal ist, gab es von Horner eine ausweichende Antwort: «Wie gesagt, es ist ehr kompliziert und grundsätzlich muss sich alles bewähren, bevor es ans Auto kommt. Wir müssen erst Klarheit darüber haben, ob es regelkonform ist, danach werden wir das Ganze prüfen.» Die Anfrage komme aus Fairness-Gründen bereits zu Beginn des Wochenendes, fügte er im Sky Sports F1-Interview an.

Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff gab sich gelassen: «Ich denke, es ist okay, wenn jemand eine Klarstellung will, allerdings wollen wir auch nicht am Rennsonntag mit einer Riesendebatte dastehen. Wir glauben, dass dieses System legal ist, nachdem wir uns intensiv mit der FIA ausgetauscht haben. Alle Parteien haben nun ihre Argumente vorgebracht und nun schauen wir mal, was sie dazu sagen werden.»

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