Toto Wolff (Mercedes): «Noch so eine Bullshit-Story»

Von Otto Zuber
Formel 1
Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff

Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff

Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff wetterte über die Aussage von Ferrari-Teamchef Mattia Binotto, auch andere Motorenhersteller hätten auf die FIA-Richtlinien zum Motor reagieren müssen.

Vielleicht lag es daran, dass Ferrari-Teamchef Mattia Binotto an der Teamchef-Pressekonferenz in Ungarn freimütig über die Verhandlungen zum neuen Concorde Agreement plauderte, das die künftigen wirtschaftlichen und sportlichen Rahmenbedingungen in der Königsklasse regelt. Toto Wolff war am Samstag nach dem Ungarn-Qualifying auf jeden Fall nicht gut auf den Chef des ältesten GP-Rennstalls der Welt zu sprechen – und zwar nicht nur, wenn es um die Plauderlaune des Italieners beim Thema Concorde Agreement ging.

Auch die jüngsten Aussagen des 50-Jährigen zum Ferrari-Motor, der seit dem geheimen Abkommen zwischen der Scuderia und dem Automobilweltverband FIA auffallend schwachbrüstig erscheint, ärgern den Mercedes-Motorsportdirektor. «Das Reglement ist sehr schwierig und kompliziert. Seit vergangenem Jahr haben zahlreiche technische Direktiven der FIA einige Bereiche geklärt. Wir mussten uns diesen Direktiven anpassen. So wie Andere auch. Aber aus Sicht von Ferrari bedeuteten diese Anpassungen, dass wir einen Teil Leistung verloren haben», hatte Binotto behauptet.

Als Wolff in seiner Medienrunde darauf angesprochen wurde, fand er klare Worte. «Das ist noch so eine Bullshit-Story», wetterte der sonst so coole Wiener. «Es gibt klare Regeln für die Antriebseinheiten, und in Austin gab es eine Klarstellung, was erlaubt und was verboten ist.»

«Das war zwar wichtig, aber in keiner Weise überraschend, denn wenn du dich an die Regeln hältst, ist das ohnehin schon klar», betonte der Chef des Mercedes-Rennstalls, der sich nicht verkneifen konnte, auf die Ironie hinzuweisen, dass gerade die grossen Fortschritte, welche die Roten mit ihrer Antriebseinheit machen konnten, das Weltmeister-Team unter Druck gesetzt haben, noch härter zu arbeiten.

«Wir wurden durch unsere Konkurrenten dazu angetrieben, ein völlig neues Niveau zu erreichen», erklärte der 48-Jährige stolz. «Es hat uns an den Rand eines Burnouts getrieben, so schnell zu entwickeln, um mithalten zu können.» Nun ernte man die Früchte für die harte Arbeit. «Wir haben einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht, und das taten wir, weil das aufgrund des Vorjahres notwendig schien. Das finde ich etwas ironisch.»

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