Toto Wolff (Mercedes): «Eine kleine Revolution»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff

Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff

Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff ärgerte sich am gestrigen Trainingsfreitag über die Kritik am FIA-Urteil zur Hinterrad-Bremsbelüftung des aktuellen Racing-Point-Renners. Er spricht von einer kleinen Revolution.

Das FIA-Urteil zu den kopierten Hinterrad-Bremsbelüftungen von Racing Point war zum Auftakt ins zweite Rennwochenende auf dem Silverstone Circuit das Hauptthema bei den Formel-1-Teamchefs. Denn die Regelhüter befanden zwar, dass die Art und weise, wie Racing Point die Teile ans Auto gebracht hat, das sportliche Regelwerk verletzt, die Belüftungen selbst wurden technisch aber nicht als illegal befunden.

Deshalb darf der Rennstall aus Silverstone die umstrittenen Teile, die als Kopie der Bremsbelüftungen des Vorjahres-Mercedes angesehen werde, weiter einsetzen. Für das Vergehen gab es für die Mannschaft des kanadischen Unternehmers Lawrence Stroll eine Geldstrafe über 400.000 Euro und einen schmerzlichen Punkte-Abzug von 15 WM-Zählern. Doch das geht den Gegnern im Formel-1-Feld nicht weit genug. Ferrari hat bereits die Absicht erklärt, in Berufung zu gehen. Auch von Renault und McLaren wird ein Einspruch erwartet.

Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff sprach im Sky Sports F1-Interview von einer kleinen Revolution der direkten Racing-Point-Gegnern. «Sie ist in jeder Hinsicht klein», erklärte er spitz. Und er fügte an: «Ich schätze, sie ärgern sich über die Tatsache, dass sie nicht an die Performance von Racing Point herankommen.»

Der Wiener beteuerte auch: «Natürlich bin ich bestens mit dem Fall vertraut und wir waren überrascht, denn alle, die an diesem Fall gearbeitet haben, auch alle Anwälte, sind überzeugt, dass alles im Rahmen des Erlaubten ablief. Die Krux ist, dass diese Bremsbelüftungen 2019 noch nicht auf der Liste jener Teile waren, die von den Teams selbst designt sein müssen. Und 2019 haben wir die erlaubten Teile geliefert. Das entspricht den Regeln.»

«Ich denke, die FIA wollte mit einer Lösung kommen, mit der alle Leben können. Racing Point ist ziemlich verärgert, denn sie sind überzeugt, dass sie Recht haben, und ihre Anwälte sind bereit, in Berufung zu gehen», erklärte Wolff weiter, und betonte, dass sich Mercedes in diesem Fall nichts zu Schulde kommen liess. «Welchen Vorteil hätten wir davon, ihnen jene Teile zu geben, die auf der Liste sind? Das würden wir nicht tun. Das fantasieren sich einige Leute zusammen, weil sie vermutlich auf sich selbst sauer sind.»

2. Training, Silverstone 2

1. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, 1:25,606 min
2. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, +0,176 sec
3. Daniel Ricciardo (AUS), Renault, +0,815
4. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +0,831
5. Lance Stroll (CDN), Racing Point, +0,895
6. Nico Hülkenberg (D), Racing Point, +1,140
7. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +1,206
8. Lando Norris (GB), McLaren, +1,261
9. Carlos Sainz (E), McLaren, +1,312
10. Esteban Ocon (F), Renault, +1,322
11. Alex Albon (T), Red Bull Racing, +1,354
12. Daniil Kvyat (RUS), AlphaTauri, +1,396
13. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +1,522
14. Sebastian Vettel (D), Ferrari, +1,592
15. Romain Grosjean (F), Haas, +1,688
16. George Russell (GB), Williams, +1,714
17. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo, +1,929
18. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1,976
19. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +2,077
20. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo, +2,349

Formel-1-WM nach 4 Läufen

Fahrer
1. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, 88 Punkte
2. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, 58
3. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 52
4. Lando Norris (GB), McLaren, 36
5. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 33
6. Alex Albon (T), Red Bull Racing, 26
7. Sergio Pérez (MEX), Racing Point, 22
8. Lance Stroll (CAN), Racing Point, 20
9. Daniel Ricciardo (AUS), Renault, 20
10. Carlos Sainz (E), McLaren, 15
11. Esteban Ocon (F), Renault, 12
12. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, 12
13. Sebastian Vettel (D), Ferrari, 10
14. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo, 2
15. Daniil Kvyat (RU), AlphaTauri, 1
16. Kevin Magnussen (DK), Haas, 1
17. Nicholas Latifi (CAN), Williams, 0
18. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo, 0
19. George Russell (GB), Williams, 0
20. Romain Grosjean (F), Haas, 0

Marken
1. Mercedes 146 Punkte
2. Red Bull Racing 78
3. McLaren 51
4. Ferrari 43
5. Renault 32
6. Racing Point 27 (42)*
7. AlphaTauri 13
8. Alfa Romeo 2
9. Haas 1
10. Williams 0
* 15 Punkte Abzug wegen Einsatzes illegal kopierter Bremsbelüfung

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