Mario Andretti schlägt vor: Colton Herta in Formel 1

Von Mathias Brunner
Formel 1
​Die US-amerikanische Rennlegende Mario Andretti will endlich wieder einen Landsmann in der Königsklasse sehen. Er hat auch gleich einen geeigneten Fahrer – den 20jährigen Colton Herta.

2015 platzte der Kalifornier Alexander Rossi fast vor Stolz: Als erster US-amerikanischer Fahrer seit Scott Speed im Jahre 2007 durfte Rossi beim Heim-GP antreten. Mit dem Manor-Renner war natürlich kein Bluentopf zu gewinnen, aber Rossi zog sich mit Platz 12 durchaus achtbar aus der Affäre. Leider wurde aus einem Stammplatz in der Formel 1 nichts. Rossi richtete sich neu aus, gewann 2016 als Rookie sensationell das 100. Indy 500, in der abgelaufenen Saison 2018 war im IndyCar-Sport nur Meister Scott Dixon besser, 2019 wurde er Gesamtdritter.

Weil für Rossi kein Platz in der Formel 1 war, müssen die amerikanischen GP-Fans weiter warten. Unfassbar: Der letzte GP-Sieg eines Amerikaners liegt 42 Jahre zurück! Mario Andretti siegte 1978 mit seinem Lotus in Zandvoort (Niederlanden).

Aus den Nachwuchsserien machte sich Juan Manuel Correa 2019 Hoffnungen auf einen Platz in der Formel 1, der schwere Unfall von Belgien 2019 kam dazwischen, bei dem Anthoine Hubert ums Leben kam und Correa lebensgefährlich verletzt wurde. Logan Sargeant ist in der Formel-3-Meisterschaft 2020 guter Gesamtdritter geworden, hinter Renault-Junior Oscar Piastri aus Australien und Sauber-Nachwuchsfahrer Théo Pourchaire aus Frankreich.

Mario Andretti bringt einen anderen Namen ins Spiel: Colton Herta. Andretti – 1978 mit Lotus Formel-1-Champion geworden – sagt in einem Podcast mit Kyle Petty: «Damals hätte ich nie geglaubt, dass wir so lange keine US-amerikanische Siegerhymne hören würden. Es ist jammerschade. Wir haben so viele begabte Burschen.»
«Als Colton Herta jung war, schickte ihn sein Vater Bryan nach Europa, er fuhr in der britischen Formel 3, er kennt die meisten europäischen Strecken.» Herta blamierte sich durchaus nicht: Er wurde in der britischen Formel 4 Gesamtdritter 2015 (Sieger damals: der heutige McLaren-Fahrer Lando Norris). 2016 trat er in der britischen Formel 3 nur zu zwei Rennwochenenden an, stand dabei aber in sechs Rennen drei Mal auf dem Siegerpodest, mit einem Sieg in Brands Hatch und zwei dritten Rängen.

Mario Andretti: «Colton ist einer jener jungen Fahrer, die ich gerne in Europa sehen würde.»

Der 20jährige Colton sagt als derzeit Viertplatzierter in der IndyCar-Serie gegenüber racer.com: «Ich würde liebend gerne eine Chance in der Formel 1 erhalten.»

Toskana-GP 2020, Mugello

1. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, 1:31:55,955h
2. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, +4,942 sec
3. Alex Albon (T), Red Bull Racing, +7,910
4. Daniel Ricciardo (AUS), Renault, +10,476
5. Sergio Pérez (MEX), Racing Point, +15,638
6. Lando Norris (GB), McLaren, +18,931
7. Daniil Kvyat (RUS), AlphaTauri, +21,751
9. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +27,785
8. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo, +29,247
10. Sebastian Vettel (D), Ferrari, +29,595
11. George Russell (GB), Williams, +31,894
12. Romain Grosjean (F), Haas, +40,707
Out
Lance Stroll (CDN), Racing Point, Reifenschaden/Unfall   
Esteban Ocon (F), Renault, Bremsen
Nicholas Latifi (CDN), Williams, Crash
Kevin Magnussen (DK), Haas, Crash
Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo, Crash
Carlos Sainz (E), McLaren, Crash
Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, Crash
Pierre Gasly (F), AlphaTauri, Crash

WM-Stand Fahrer nach 9 von 17 Rennen

1. Hamilton 190 Punkte
2. Bottas 135
3. Verstappen 110
4. Norris 65
5. Albon 63
6. Stroll 57
7. Ricciardo 53
8. Leclerc 49
9. Pérez 44
10. Gasly 43
11. Sainz 41
12. Ocon 30
13. Vettel 17
14. Kvyat 10
15. Nico Hülkenberg (D) 6
16. Räikkönen 2
17. Giovinazzi 2
18. Magnussen 1
19. Latifi 0
20. Russell 0
21. Grosjean 0

Marken

1. Mercedes 325
2. Red Bull Racing 173
3. McLaren 106
4. Racing Point 92
5. Renault 83
6. Ferrari 66
7. AlphaTauri 53
8. Alfa Romeo 4
9. Haas 1
10. Williams 0

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