Haas oder Williams: Wer angelt die BWT-Millionen?

Von Mathias Brunner
Nikita Mazepin 2018 in BWT-Farben

Nikita Mazepin 2018 in BWT-Farben

​Aus Racing Point ist Aston Martin geworden, statt des Pink-Panthers erleben wir 2021 die Rückkehr von British Racing Green. Die Frage bleibt: Wer angelt die Millionen von Sponsor BWT – Haas oder Williams?

Jahrelang waren die Rennwagen von Force India/Racing Point zwei erfrischend auffällige Farbtupfer im Formel-1-Feld – aufgrund der hauptsächlich pinkfarbenen Lackierung von Sponsor BWT (Best Water Technology). Anfang 2020 wurde der neue Wagen von Racing Point sogar am BWT-Hauptsitz in Mondsee präsentiert. BWT-CEO Andreas Weissenbacher, vor fünf Jahren über die DTM in die Formel 1 gekommen, gestand damals: «Unser Investment ins Team stieg prozentual höher als das Budget von Racing Point.» Damit zahlten die Österreicher wohl an die 30 Millionen Euro in die Kasse des Rennstalls aus Silverstone.

Aus Racing Point ist inzwischen Aston Martin geworden, das Team hat die Farbe von Pink zu British Racing Green gewechselt und mit Cognizant (IT-Dienstleister) einen neuen Titelsponsor gewonnen. Da bei BWT kein Formel-1-Verdruss zu erkennen ist, drängt sich die Frage auf: Wo dockt das Unternehmen nach vier Jahren mit Force India/Racing Point nun an?

Verhandelt wird offenbar mit Williams und Haas. Wobei zu solchen Gesprächen weder Williams noch Haas noch BWT Stellung nehmen. Williams trennte sich im Juni 2020 von Titelsponsor ROKiT, die bisherigen Partner Sofina (Lebensmittelkonzern der Latifi-Familie) und Acronis (Software) wurden grösser aufs Auto gepackt. Haas ist seit September 2019 ohne Titelsponsor, nach einem überaus peinlichen Hin und Her mit Rich Energy.

Besonders Haas ist für BWT verlockend, aufgrund des GP-Debütanten Mick Schumacher, der in der kommenden Saison grosse Medienaufmerksamkeit erhalten wird. Für dessen russischen Stallgefährten Nikita Mazepin wäre das Pink von BWT nicht neu: 2018 testete der Moskauer für den damals Force India genannten Rennstall bereits in Rosa.

Haas hat noch nicht verkündet, wann das 2021er Auto präsentiert wird. Williams präsentiert spät, erst eine Woche vor dem Beginn der Wintertests (ab 12. März drei Tage).

Was gegen Haas spricht: Werkzeugmaschinen-Hersteller Gene Haas will die Formel 1 als Werbeplattform für seinen eigenen Betrieb nutzen und seinen Namen möglichst gross auf den Wagen schreiben lassen. Jüngste Tendenz: Es wird eher Williams. Zumal BWT damit im Dunstkreis von Mercedes bliebe – Force India und Racing Point waren Mercedes-Kunden, so wie das Williams heute ist. Haas hingegen ist Ferrari-Partner.

Provisorischer Formel-1-Kalender 2021

Präsentationen
19. Februar: AlphaTauri (Internet)
22. Februar: Alfa Romeo (Warschau)
26. Februar: Ferrari Team (Internet)
02. März: Mercedes (Internet)
02. März: Alpine (Internet)
03. März: Aston Martin (Internet)
05. März: Williams (Internet)
10. März: Ferrari Auto (Internet)

Wintertests
12.–14. März in Sakhir, Bahrain

Saison
28. März: Sakhir, Bahrain
18. April: Imola, Italien
02. Mai: Portimão, Portugal
09. Mai: Barcelona, Spanien
23. Mai: Monte Carlo, Monaco
06. Juni: Baku, Aserbaidschan
13. Juni: Montreal, Kanada
27. Juni: Le Castellet, Frankreich
04. Juli: Spielberg, Österreich
18. Juli: Silverstone, Grossbritannien
01. August: Budapest, Ungarn
29. August: Spa, Belgien
05. September: Zandvoort, Niederlande
12. September: Monza, Italien
26. September: Sotschi, Russland
03. Oktober: Singapur, Singapur
10. Oktober: Suzuka, Japan
24. Oktober: Austin, USA
31. Oktober: Mexiko-Stadt, Mexiko
07. November: São Paulo, Brasilien
21. November: Melbourne, Australien
05. Dezember: Dschidda, Saudi-Arabien
12. Dezember: Yas Marina, Abu Dhabi


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