Ferrari und Shell: Partnerschaft um Jahre verlängert

Von Mathias Brunner
​Der Rennstall Ferrari und die «Royal Dutch Shell» haben ihre Partnerschaft um mehrere Jahre verlängert. Der berühmteste Rennstall der Welt und der Mineralöl-Konzern arbeiten seit 1929 zusammen.

Die berühmte Muschel von Shell wird auch weiterhin auf den Formel-1-Autos von Ferrari zu sehen sein: Die italienische Sportwagenfirma und der fünftgrösste Erdölförderer der Welt arbeiten seit 1929 zusammen. Ferrari gibt am 18. Februar bekannt: Eine technische und kommerzielle Partnerschaft ist «um mehrere Jahre» verlängert worden, sowohl in Sachen Strassenfahrzeug als auch für den Motorsport. Ferrari hat mit Shell 22 WM-Titel erobert (zehn Konstrukteurs-Meisterschaften und zwölf Fahrertitel).

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto: «Die Zusammenarbeit zwischen der Scuderia Ferrari und Shell geht auf das Jahr 1929 zurück. Wir freuen uns sehr, dass wir diese Partnerschaft verlängern konnten.»

Shell-Vizepräsident István Kapitány: «Die Arbeit mit Ferrari hat zu zahlreichen Lösungen geführt, welche unsere Kraft- und Schmierstoffe für Strassenfahrzeuge verbessert haben.»

Ein Beispiel: Shell, in Sachen Fördermenge die weltweite Nummer 5 unter den Erdölkonzernen, investierte alleine 2018 in seine Partnerschaft mit der Scuderia Ferrari 21.000 Arbeitsstunden. In jener Saison wurden mehr als 200.000 verschiedene Formeln simuliert, um die effizienteste Zusammensetzung von Rennbenzin für die Rennstrecke zu entwickeln.

Kurz vor dem Start Formel-1-Saison 2019 verriet Ferrari-Teamchef Binotto im Fahrerlager des Albert Park Circuit: An der Leistungssteigerung von Ferrari beim 2018er Motor war Kraftstoffpartner Shell zu 21 Prozent beteiligt, dank verbesserten Shell V-Power Rennkraftstoffs und des Motorenöls Shell Helix Ultra.

Binotto damals: «Während einer Saison, in der nur drei Motoren pro Fahrer eingesetzt werden dürfen, müssen die Motoren unter extremen Bedingungen reibungslos funktionieren. Dank der harten Arbeit unserer Shell-Experten, die das gesamte Rennwochenende im Shell Track Lab, in Maranello oder im Shell Technology Center in Hamburg verbringen, können wir sicherstellen, dass die Leistung, die Effizienz und die Zuverlässigkeit unseres Motorenöls und unseres Kraftstoffs über die ganze Saison hinweg weiter verbessert werden.»

Jeanine Bakx, Head of Strategic Partnerships bei Shell: «Shell investiert aus einem Hauptgrund in die Forschung und Entwicklung in der Formel 1 – um bessere Kraft- und Schmierstoffe für unsere Kunden auf der ganzen Welt zu entwickeln. Dazu überführen wir Innovationen von der Rennstrecke in unsere Produkte für den Strassenverkehr. Unsere enge Zusammenarbeit mit der Scuderia Ferrari und unser Erfahrungsschatz zeichnen uns daher nicht nur als Kraftstoff- und Motorenölanbieter aus, sondern auch als einen echten Innovationspartner.»

Immer wieder fragen Fans: Woher kommt eigentlich die Shell-Muschel?

Die Marke und Unternehmensgruppe Shell geht zurück auf die Gründung eines Kuriositätengeschäfts 1833 im Londoner Eastend durch Marcus Samuel. Ein Großteil seines Handels basierte auf dekorativen Muscheln (Shell), die zur Ornamentierung für Schachteln oder als Sammlerobjekte im Viktorianischen England beliebt waren und von ihm aus Fernost importiert wurden.

Seine zwei Söhne, der gleichnamige Marcus Samuel, 1. Viscount Bearsted, sowie Samuel Samuel, führten das Geschäft fort. Der Muschelimport wurde zu einem Import-Export-Handel weiterentwickelt, der sich zum Transport von Kerosin zu Beleuchtungszwecken wandelte. Schliesslich kam es 1890 zur Entscheidung, Tankschiffe zum Öltransport unter dem Firmennamen The Shell Transport and Trading Company p.l.c. (London) zu bauen. 1907 schloss Henri Deterding die «N.V. Koninklijke Nederlandse Petroleum Maatschappij» in Den Haag mit Samuels Firma zusammen. Es entstand die Royal Dutch Shell-Gruppe.

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