Jan Monchaux (Alfa Romeo): «Grossartige Chance»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Alfa Romeo-Technikchef Jan Monchaux erklärt, in welchen Bereichen der C41 die grössten Unterschiede zum Vorgänger aufweist. Der Ingenieur spricht auch über die Weiterentwicklung in der Saison 2021.

Der neue Formel-1-Renner von Alfa Romeo Racing, der am heutigen Montag vorgestellt wurde, unterscheidet sich nicht nur wegen der veränderten Lackierung deutlich von seinem Vorgänger. Auch die Fahrzeugnase ist erkennbar schmaler geworden. Gearbeitet wurde aber nicht nur an der Frontpartie des GP-Autos aus der Schweiz, wie Technikchef Jan Monchaux anlässlich der Präsentation verriet.

«Wir haben unsere beiden Entwicklungstoken für eine neue Fahrzeugnase eingesetzt, die Struktur und die Crashbox sind neu. Aber wir haben auch die Vorderradaufhängung, den Frontflügel und die Bargeboards überarbeitet und den restlichen Aufwand beim Unterboden und Diffusor betrieben. Das sind keine offensichtlichen Änderungen, aber sie sind wichtig, denn wir haben durch die Regeländerungen viel Performance eingebüsst, und wir haben natürlich versucht, diesen Verlust wieder wettzumachen», erklärt der Ingenieur.

«Alles Andere wurde übernommen, das Chassis genauso wie das Getriebe und zum grössten Teil auch die Hinterradaufhängung», zählt Monchaux auf. «Aus Effizienzgründen haben wir noch weitere Teile, wie etwa das Kühlsystem übernommen, um möglichst viele Ressourcen und Zeit in jene Bereiche stecken zu können, in denen wir uns die grössten Fortschritte erhoffen. Und wir werden in wenigen Wochen sehen, ob wir die richtigen Entscheidungen getroffen haben.»

Der 42-jährige Franzose wirft auch einen Blick auf die Weiterentwicklung, die nicht so lange fortgesetzt wird wie in den Vorjahren, um den Fokus auf die neue Auto-Generation zu legen, die 2022 eingeführt wird. «2022 wird aus technischer Sicht eine neue Ära, und für uns als relativ kleines Team bietet sich eine grossartige Chance, aufs restliche Feld aufzuschliessen. Es wird also ein sehr wichtiges Jahr für uns», betont er.

«Und weil wir in diesem Jahr eine Budgetobergrenze eingeführt haben, unter der wir agieren, sind die Ressourcen limitiert. Jedes Tam muss für sich entscheiden, wieviel davon ins aktuelle Auto fliesst und wieviel für 2022 aufgewendet wird. Und ich denke, jeder Rennstall wird dazu tendieren, die Entwicklung von 2021 früher einzustellen, um maximale Ressourcen für die Entwicklung des 2022er-Modells zu haben», ist Monchaux überzeugt.

«Das heisst natürlich nicht, dass wir gar nicht weiterentwickeln werden, wir planen die Entwicklungen in den ersten Rennen und werden mit diesem Auto auch im Windkanal sein. Wir werden schauen müssen, wie sich die Saison entwickelt, um zu entscheiden, ob wir den Fokus etwas früher oder später als geplant auf 2022 legen», fügt der Technikchef der Schweizer Truppe an.

Provisorischer Formel-1-Kalender 2021

Präsentationen
23. Februar: Red Bull Racing (Internet)
26. Februar: Ferrari Team (Internet)
02. März: Mercedes (Internet)
02. März: Alpine (Internet)
03. März: Aston Martin (Internet)
05. März: Williams (Internet)
10. März: Ferrari Auto (Internet)

Wintertests
12.–14. März in Sakhir, Bahrain

Saison
28. März: Sakhir, Bahrain
18. April: Imola, Italien
02. Mai: Portimão, Portugal
09. Mai: Barcelona, Spanien
23. Mai: Monte Carlo, Monaco
06. Juni: Baku, Aserbaidschan
13. Juni: Montreal, Kanada
27. Juni: Le Castellet, Frankreich
04. Juli: Spielberg, Österreich
18. Juli: Silverstone, Grossbritannien
01. August: Budapest, Ungarn
29. August: Spa, Belgien
05. September: Zandvoort, Niederlande
12. September: Monza, Italien
26. September: Sotschi, Russland
03. Oktober: Singapur, Singapur
10. Oktober: Suzuka, Japan
24. Oktober: Austin, USA
31. Oktober: Mexiko-Stadt, Mexiko
07. November: São Paulo, Brasilien
21. November: Melbourne, Australien
05. Dezember: Dschidda, Saudi-Arabien
12. Dezember: Yas Marina, Abu Dhabi

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