Kimi Räikkönen: Alfa Romeo C41-Ferrari ist da!

Von Mathias Brunner
Formel 1
​Formel-1-Veteran Kimi Räikkönen (41) geht in seine 19. GP-Saison: In Warschau ist der von Sauber Motorsport gebaute Alfa Romeo C41-Ferrari enthüllt worden. Damit soll es nach schwacher Saison 2020 aufwärtsgehen.

2019 ist Kimi Räikkönen zu seinen Wurzeln zurückgekehrt: Der 21fache GP-Sieger heuerte erneut bei jenem Rennstall an, bei welchem er 2001 sein Formel-1-Debüt gegeben hatte – bei Sauber. Das Team aus dem Zürcher Oberland baut jenes Auto, das unter dem Bewerber Alfa Romeo Racing an den Start gebracht wird, diese Partnerschaft läuft Ende 2021 aus, Fortsetzung ungewiss. Als Knicks vor Sponsor Orlen (Mineralöl-Verarbeitung, Tankstellen) ist der 2021er Alfa Romeo C41-Ferrari am 22. Februar in Warschau präsentiert worden.

Alfa Romeo, Sauber und der 41jährige Räikkönen wollen damit an die guten Ergebnisse von 2019 anknüpfen: Damals wurde Kimi solider WM-Zwölfter. 2020 ein Absturz: Nur WM-Rang 16. für Kimi, in der Konstrukteurs-Meisterschaft waren lediglich Haas und Williams hinter Alfa Romeo zu finden. Alfa Romeo fiel wie Haas auf den Kopf, dass Ferrari auf Druck des Autosport-Weltverbands FIA Änderungen am Motor vornehmen musste, was erheblich Leistung kostete. Weitere Baustellen bei Alfa Romeo: Die Aerodynamik arbeitete nicht unter allen Fahrbedingungen gleich konstant, das Reifen-Management war mangelhaft.

Ferrari hat für 2021 einen neuen Motor gebaut, Mattia Binotto spricht von bedeutenden Fortschritten. Also sollen sich auch Kimi Räikkönen und sein italienischer Stallgefährte Antonio Giovinazzi im Mittelfeld besser behaupten können.

Die Präsentation in der National-Oper von Warschau (erstmals wurde ein neues Formel-1-Auto in Polen enthüllt) fand Corona-bedingt ohne Zuschauer statt. Im letzten Jahr eines stabilen Reglements und bei Verwendung des gleichen Chassis wie 2020 (aus Spargründen wegen der Coronakrise) war klar – mit radikalen Änderungen ist nicht zu rechnen.

Teamchef Fred Vasseur sagt: «Klar sind unsere Erwartungen hoch, so ist das immer zu Beginn seiner Saison. Ich will kein Ziel in Zahlen kleiden. Wir wollen uns verbessern, wir wollen im Mittelfeld wieder vorrücken, das muss das Ziel sein.»

Jan Monchaux, Technikchef des GP-Rennstalls: «2020 war eine aussergewöhnliche Saison. Für 2021 verwenden wir zwar einen Grossteil des Autos weiter, aber wir mussten auch mit Einschränkungen leben, weil der Abtrieb der Autos verringert werden soll. Wir haben versucht, unsere Ressourcen so gut als möglich zu verteilen, welche Bereiche wir in Sachen Entwicklung betonen wollen. Nur drei Wintertesttage vor der Saison, das wird sehr hektisch. Aber ich finde es gut, dass wir in Bahrain testen, wo es wärmer ist.»

Die ersten Bilder aus Polen zeigen eine attraktive neue Lackierung, mit rotem Alfa-Logo auf weissem Grund. Wir sehen viel Arbeit im Detail, an der Fahrzeugnase, am Frontflügel, den vorderen Bremsbelüftungen, an den seitlichen Luftleit-Elementen, der Motorverkleidung, am Fahrzeugboden. Es wird klar: Die Wertmarken bei Alfa sind vor allem für die Nase verwendet worden, neu geformt, mit seitlichen Leitwerken und anderem Hauptblatt des Frontflügels.

Die Modifikationen am Heck zielen darauf, den durch das 2021er Reglement verlorenen Abtrieb wieder gut zu machen. Das Heck ist noch schlanker geworden.

Erste Stimmen der Fahrer. Kimi Räikkönen sagt: «Es ist immer schön, ein neues Auto zu sehen. Wir hatten einige Regeländerungen. Noch ist nicht klar, wie sich das auswirken wird. Ich hoffe, es läuft besser als 2020.Während des Tests werden wir ein klareres Bild erhalten.»

Antonio Giovinazzi: «Ich finde das neue Auto sehr hübsch, gewiss der schönste Wagen, den wir gebaut haben. Ich hoffe, er ist auch schnell.»

Testpilot Robert Kubica: «Für mich als Pole ist es eine Ehre, dass diese Präsentation hier stattfindet. Meine Rolle ist klar: Ich muss mit meiner Erfahrung dem Team helfen, mit Arbeit im Simulator und vor Ort Alfa Romeo vorwärts zu bringen.»

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