Antonio Giovinazzi (Alfa Romeo): Letzte Gnadenfrist

Von Mathias Brunner
Formel 1
​Antonio Giovinazzi (27) geht in seine dritte volle Saison mit Sauber Motorsport und Alfa Romeo Racing. Der Italiener weiss, dass er sich erneut markant steigern muss, wenn er in der Formel 1 bleiben will.

Ferrari hat ein Luxusproblem: zu viele aufstrebende Talente aus der eigenen Fahrer-Akademie, zu wenige Cockpits in der Königsklasse. Für 2021 hat Ferrari-Teamchef Mattia Binotto bei Alfa Romeo dem 27jährigen Antonio Giovinazzi nochmals eine Formel-1-Chance geschenkt, was den Talent-Stau nicht vereinfacht. Mick Schumacher wird 2021 bei Haas in die Formel-1-Lehre gehen. Micks früherer Formel-2-Rivale Callum Ilott ist dritter Mann bei Ferrari neben Charles Leclerc und Carlos Sainz, eine reine Notlösung. In der Formel 2 drängeln Robert Shwartzman nach und Marcus Armstrong.

Dies alles weiss auch Antonio Giovinazzi, der sich 2021 erneut bewähren muss. Vielleicht wird Ende der kommenden Saison seine Rettung sein, dass Kimi Räikkönen in Formel-1-Rente gehen könnte. Aber daran will der Italiener Giovinazzi noch nicht denken.

Giovinazzi hat seine zweite volle Formel-1-Saison erneut als 17. abgeschlossen, kein Ruhmesblatt. Für ihn spricht, dass er sich gemessen an Kimi Räikkönen verbessert hat, nicht an Punkten, sondern an Sekundenbruchteilen auf der Stoppuhr.

Der Ferrari-Junior sagt: «Ich fühle mich viel besser vorbereitet als vor früheren Saisons. Ich merke, wie ich in jedem Jahr Fortschritte mache. Ich will an meinen weniger starken Seiten arbeiten.»

Die weniger starken Seiten gemäss Teamchef Fred Vasseur: «Die Leistungen von Antonio im Rennen müssen konstanter werden. Es ist auch an der Zeit, etwas mehr Verantwortung zu übernehmen und mehr Entscheidungen zu treffen.»

Zur Aussicht auf Sprintrennen sagt Giovinazzi: «Ich hatte so etwas bereits in der Formel 2. Auch wenn damals die Voraussetzungen anders waren, weil in der Formel 1 nicht mit umgedrehten Startaufstellungen gearbeitet wird. In der Königsklasse soll ein wenig mit dem Format experimentiert werden, und ich bin selber gespannt zu sehen, wie sich das entwickeln wird.»

Provisorischer Formel-1-Kalender 2021

Präsentationen
23. Februar: Red Bull Racing (Internet)
26. Februar: Ferrari Team (Internet)
02. März: Mercedes (Internet)
02. März: Alpine (Internet)
03. März: Aston Martin (Internet)
05. März: Williams (Internet)
10. März: Ferrari Auto (Internet)

Wintertests
12.–14. März in Sakhir, Bahrain

Saison
28. März: Sakhir, Bahrain
18. April: Imola, Italien
02. Mai: Portimão, Portugal
09. Mai: Barcelona, Spanien
23. Mai: Monte Carlo, Monaco
06. Juni: Baku, Aserbaidschan
13. Juni: Montreal, Kanada
27. Juni: Le Castellet, Frankreich
04. Juli: Spielberg, Österreich
18. Juli: Silverstone, Grossbritannien
01. August: Budapest, Ungarn
29. August: Spa, Belgien
05. September: Zandvoort, Niederlande
12. September: Monza, Italien
26. September: Sotschi, Russland
03. Oktober: Singapur, Singapur
10. Oktober: Suzuka, Japan
24. Oktober: Austin, USA
31. Oktober: Mexiko-Stadt, Mexiko
07. November: São Paulo, Brasilien
21. November: Melbourne, Australien
05. Dezember: Dschidda, Saudi-Arabien
12. Dezember: Yas Marina, Abu Dhabi

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