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Sperre! So wirkte die Wolff-Drohung für mehr Respekt

Der «Krieg der Sterne» dominierte drei Saisons lang das Geschehen in der Formel 1 und vor allem bei Mercedes. Motorsportchef Toto Wolff verrät, wie er das Problem in den Griff bekam.

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Die Formel-1-Fans denken inzwischen mit Wehmut an das Duell Lewis Hamilton gegen Nico Rosberg zurück. Wie die einstigen Jugendfreunde bei Mercedes von 2014 an zu Feinden wurden, wie der Kampf um den WM-Titel dazu führte, dass die beiden Stars sich nichts schenkten.

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Der "Krieg der Sterne" - so wurde der Zweikampf gerne betitelt, denn er elektrisierte trotz der Mercedes-Dominanz die Motorsport-Königsklasse.

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass er alles andere als elektrisiert war, dass die beiden Alphatiere auch auf der Strecke aneinandergerieten.

"Es war sehr schwierig für mich, ich kam als Formel-1-Neuling ins Team, Nico und Lewis waren schon viel länger als ich im Sport tätig", erinnerte sich der Österreicher im Podcast "High Performance" zurück.

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Wolff griff von Anfang an durch. "2014 habe ich bei einigen Vorfällen egoistisches Verhalten festgestellt. Also sagte ich: 'Wenn du das nächste Mal deinem Teamkollegen nahe kommst, denke an die Marke Mercedes, die Mechaniker, unseren CEO Dieter Zetsche'", so Wolff: "Das wird vielleicht verändern, wie ihr euch verhaltet, ich werdet euren Teamkollegen nicht in die Mauer drücken."

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Als gutes Zureden nicht half, drohte Wolff mit dem Äußersten: Einer internen Sperre. "Ich habe ihnen klargemacht: Wenn sowas als Muster regelmäßig vorkommt, werde ich nicht zurückschrecken, jemanden für Rennen zu sperren!", verriet er.

Trotz der Zwischenfälle wie in Spa 2014 oder Barcelona 2016 musste Wolff auf die Maßnahme nicht zurückgreifen. "Es ist noch schwieriger, weil es nur zwei Fahrer im Team gibt. Es ist nicht leicht, einen Ersatz auf diesem Niveau zu finden. Aber ich bin dazu bereit, ein Rennen oder zwei zu opfern, nur um allen zukünftigen Generationen, die für Mercedes fahren werden, klarzumachen, dass so etwas nicht geht", sagte Wolff.

Er habe es hingekriegt, eine Atmosphäre zu schaffen, "in der sie das Team respektieren. Manchmal mit eiserner Hand. Und sie verstanden, dass sie uns nicht im Stich lassen konnten, dass Sie Mercedes nicht im Stich lassen konnten", so Wolff weiter.

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Drei Jahre hielten Hamilton und Rosberg Wolff auf Trab, ehe Rosberg den Titel gewann und seine Karriere beendete. Das Duo Hamilton und Pascal Wehrlein kam aufgrund der Erfahrungen zuvor nicht zustande, da Wolff in dem Duo "Dynamit" sah. Seitdem ist es mit Valtteri Bottas an der Seite von Hamilton ruhiger geworden – aber eben auch langweiliger.

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