Charles Leclerc zu Ferrari-Crash: Besser als Sonntag

Von Mathias Brunner
Charles Leclerc

Charles Leclerc

​Ferrari zeigt bislang in Imola ermutigende Rundenzeiten, aber Charles Leclerc setzt sein Auto in eine Mauer. Der zweifache GP-Sieger aus Monaco sagt nach seinem Crash: «Lieber am Freitag als am Sonntag.»

Träumen muss erlaubt sein, werden viele Tifosi nach dem freien Training von Imola denken: Charles Leclerc für Ferrari im ersten Training Viertschnellster, Carlos Sainz auf Rang 6, der Madrilene am Freitagnachmittag seinerseits Vierter, Leclerc dann im zweiten Training auf Rang 5 – und mit seinem Ferrari in der Mauer! Und dies ausgerechnet auf jener Strecke, von welcher Charles gesagt hatte: «Hier kann der Fahrer noch einen Unterschied ausmachen, das ist alte Schule.» Und dann, eher zum Ausrutscher passend: «Viel Raum für Fehler hast du hier nicht.»

Leclerc nach den ersten Trainings: «Ein einfacher Tag war das nicht. Aber unsere Form stimmt, auch im Renntrimm. Zum Schluss habe ich mir einen kleinen Fehler erlaubt, das ist ärgerlich, aber lieber heute als am Sonntag! Ich bekomme ein immer besseres Gefühl für den Wagen, der hier gut ausbalanciert ist. Abtrieb und Strassenlage mit dem neuen Auto ist nicht zu vergleichen mit der Darbietung Ende Oktober auf gleicher Bahn.»

Was ist die Form von Ferrari wert? Charles Leclerc sagt bei der italienischen Sky: «Es gibt immer verschiedene Perspektiven. Zunächst einmal die Sicht, wo wir liegen, gemessen daran, wo wir herkommen. Wenn wir unsere Leistung an 2020 messen, so haben wir ohne Zweifel einen Schritt nach vorne getan, aber wir bleiben realistisch. Denn wenn wir das grössere Bild betrachten, so sind wir noch nicht in der Lage, um Podestplätze ins Visier zu nehmen.»

«Aber das Auto ist schnell hier, die Balance stimmt, es fällt mir leicht, schnelle Zeiten zu fahren. Was wirklich Sache ist, werden wir erst am Samstag sehen, denn ich kann mir schon vorstellen, dass noch nicht alle ihre Karten aufgedeckt haben.»

Was Leclerc freut: «Carlos und ich arbeiten sehr gut zusammen, um Ferrari dorthin zurück zu bringen, wo das Team hingehört. Carlos ist schnell und motiviert.»

2. Training, Imola

01. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, 1:15,551 min
02. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, 1:15,561
03. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda,1:15,629
04. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21,1:15,834
05. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, 1:16,371
06. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:16,411
07. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda,1:16,419
08. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:16,485
09. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, 1:16,513
10. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes,1:16,737
11. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, 1:16,817
12. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, 1:16,823
13. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault,1:16,835
14. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:16,999
15. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, 1:17,092
16. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, 1:17,179
17. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, 1:17,273
18. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:17,281
19. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, 1:17,350
20. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, 1:17,857

1. Training, Imola

01. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, 1:16,564 min
02. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, 1:16,605
03. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:16,622
04. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, 1:16,796
05. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda,1:16,888
06. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21,1:16,888
07. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault,1:17,457
08. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes,1:17,489
09. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, 1:17,739
10. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:17,769
11. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, 1:17,866
12. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, 1:17,883
13. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:17,935
14. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, 1:17,984
15. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, 1:18,058
16. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:18,228
17. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, 1:18,360
18. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, 1:18,823
19. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, 1:19,480
20. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda,1:19,781


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