Lewis Hamilton: Zweifel wegen Max Verstappen

Von Mathias Brunner
Lewis Hamilton

Lewis Hamilton

​Zwei Trainings in Imola, zwei Mal beide Mercedes mit den besten beiden Zeiten. Formel-1-Champion Lewis Hamilton erklärt, wieso die Weltmeister in Italien stärker sind als zuvor in Bahrain. Aber er hat auch Zweifel.

Mercedes gibt wieder den Ton an. Die Dauer-Weltmeister belegten in beiden Imola-Trainings die ersten zwei Plätze, jeweils mit Valtteri Bottas vor Lewis Hamilton, und dem früheren GP-Piloten Martin Brundle fiel entlang der Strecke auf: «Der Wagen liegt jetzt endlich so gut, wie wir das von einem Mercedes in den vergangenen Jahren gewohnt sind – kein Vergleich zu Bahrain.»

Rückstand von Lewis Hamilton auf Bottas im ersten Training: 41 Tausendstelsekunden. Rückstand im zweiten: eine Hundertstelsekunde – 1:15,551 für den Finnen, 1:15,561 für den Engländer. Die Frage ist nun: Ist ein offensichtlich besseres Handling das Ergebnis harter Arbeit bei Mercedes seit Bahrain oder ist das einer anderen Pistencharakteristik zu danken?

Der 96fache GP-Sieger Hamilton gibt zur Antwort: «Ich glaube, beides trifft zu. Die Mercedes-Leute haben sehr hart daran gearbeitet, gewissen Schwächen des Autos auf die Spur zu kommen. Wir haben viel an der Abstimmung gearbeitet. Aber ich glaube gleichzeitig, dass uns die Strecke eher entgegenkommt als Bahrain.»

Das ist interessant, denn Mercedes-Ingenieur Andrew Shovlin hatte vor dem Imola-Wochenende zu bedenken gegeben: «Wir hatten Mühe mit der Hinterachse in Bahrain, und Highspeed-Passagen sind derzeit nicht unsere Stärke. Leider gibt es davon in Imola jede Menge.»

Lewis Hamilton weiter: «Hier hat die Abstimmung von der ersten Runde an gepasst. Wir mussten nur kleine Änderungen vornehmen, nichts Gravierendes. Es gab auch in Sachen Standfestigkeit nichts zu beanstanden, der Speed stimmt.»

«Die Piste entwickelt sich so, wie wir das von einer Rennstrecke normalerweise gewohnt sind. Es ist etwas wellig, aber die Bahn bietet gute Haftung – die Reifen funktionieren hier wirklich gut.»

Was bedeutet dieses Freitag-Ergebnis für den weiteren Verlauf des Wochenendes? Lewis bleibt vorsichtig: «Wir haben das Beste von Red Bull Racing noch nicht gesehen. Bislang scheint es mir, hatten sie kein wirklich sauberes Training, mit Problemen für beide Fahrer. Es wird morgen sehr spannend sein zu sehen, wie schnell sie wirklich sind.»

2. Training, Imola

01. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, 1:15,551 min
02. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, 1:15,561
03. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda,1:15,629
04. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21,1:15,834
05. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, 1:16,371
06. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:16,411
07. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda,1:16,419
08. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:16,485
09. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, 1:16,513
10. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes,1:16,737
11. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, 1:16,817
12. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, 1:16,823
13. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault,1:16,835
14. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:16,999
15. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, 1:17,092
16. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, 1:17,179
17. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, 1:17,273
18. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:17,281
19. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, 1:17,350
20. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, 1:17,857

1. Training, Imola

01. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, 1:16,564 min
02. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, 1:16,605
03. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:16,622
04. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, 1:16,796
05. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda,1:16,888
06. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21,1:16,888
07. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault,1:17,457
08. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes,1:17,489
09. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, 1:17,739
10. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:17,769
11. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, 1:17,866
12. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, 1:17,883
13. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:17,935
14. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, 1:17,984
15. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, 1:18,058
16. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:18,228
17. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, 1:18,360
18. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, 1:18,823
19. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, 1:19,480
20. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda,1:19,781

Mehr über...

Siehe auch

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Ferrari: Wer soll auf dem Schleudersitz Platz nehmen?

Mathias Brunner
Es ist einer der reizvollsten Posten in der Königsklasse, aber ein Job mit Stress-Garantie: Teamchef bei Ferrari. Mattia Binotto hatte davon die Nase voll, aber wer soll folgen? Erneut gibt’s bei Ferrari viel Unruhe.
» weiterlesen
 

TV-Programm

  • Di.. 06.12., 06:00, ORF Sport+
    silent sports +
  • Di.. 06.12., 06:23, ORF Sport+
    silent sports +
  • Di.. 06.12., 06:32, ORF Sport+
    silent sports +
  • Di.. 06.12., 06:40, ORF Sport+
    silent sports +
  • Di.. 06.12., 06:50, ORF Sport+
    silent sports +
  • Di.. 06.12., 06:54, ORF Sport+
    silent sports +
  • Di.. 06.12., 06:59, ORF Sport+
    silent sports +
  • Di.. 06.12., 07:09, ORF Sport+
    silent sports +
  • Di.. 06.12., 07:20, ORF Sport+
    silent sports +
  • Di.. 06.12., 07:28, ORF Sport+
    silent sports +
» zum TV-Programm
13