Mercedes-Dilemma: Darum ist ein Konter schwierig

Von Andreas Reiners
Max Verstappen und Lewis Hamilton

Max Verstappen und Lewis Hamilton

Früher kam Mercedes aus schwierigen Situationen noch stärker zurück, nutzte kleine Krisen, um noch besser zu werden. Ein Konter ist in dieser Saison doppelt schwierig.

Mercedes hatte zuletzt im Formel-1-Titelkampf gegen Red Bull Racing keine Chance. Vor allem die beiden Rennen in Spielberg waren eine Demonstration der Stärke von Max Verstappen, beide Siege waren ungefährdet.

Nun war es in der Vergangenheit stets so, dass Mercedes auf Rückschläge stets mit zwei Schritten nach vorne reagiert hat. Aus einer Krise gingen die Silberpfeile immer gestärkt hervor.

Doch 2021 ist anders. «Dieses Jahr ist insofern ungewöhnlich, als dass die Teams aus mehreren Gründen nicht auf normale Weise reagieren können. Einer ist, dass wir jetzt die Kostenobergrenze haben, also können sie nicht einfach Geld nutzen, um auf das Problem zu reagieren», schrieb Formel-1-Sportchef Ross Brawn in seiner Kolumne.

Das ist allerdings nicht alles. «Zweitens kommt nächstes Jahr das neue Auto, auf das sie sich konzentrieren. Das ist also ein Dilemma für das Team, da sie es sich wahrscheinlich nicht leisten können, eine nachhaltige Antwort zu geben, so wie sie es normalerweise tun würden», so Brawn.

Vor dem Kostendeckel habe man mit Ressourcen um sich geworfen, so der Brite: «Doch das sind die Elemente der Regeländerungen, die vorgenommen wurden. Sie sind signifikant und werden meiner Meinung nach in Zukunft zu besseren Meisterschaften führen.»

Nach neun von 23 Rennen hat Lewis Hamilton 32 Punkte Rückstand auf Verstappen. «Der Titel ist für Hamilton und Mercedes immer noch erreichbar. Diese Rennen jetzt wurden ziemlich stark von Red Bull dominiert, aber ich wäre erstaunt, wenn das auf jeder Strecke so weitergeht», so Brawn.

Dabei setzt Brawn auch auf die Stärke Hamiltons: «Im Moment laufen die Dinge nicht gut für Lewis, aber er hat das schon einmal durchgemacht, wenn auch vielleicht nicht für längere Zeit. Er ist an harte Kämpfe gewöhnt.»

Österreich-GP, Spielberg

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:23:55,147h
02. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, +17,973 sec
03. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, +20,019
04. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, 46,452
05. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, 57,144
06. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, 57,915
07. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:00,395 min
08. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, 1:01,195
09. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, 1:01,844
10. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, +1 Runde
11. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, +1 Runde
12. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, +1 Runde
13. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1 Runde
14. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde
15. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, +1 Runde
16. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde
17. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1 Runde
18. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, +1 Runde
19. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, +2 Runden
Out
    Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, Kollision

WM-Stand nach 9 von 23 Rennen

Fahrer 
1. Verstappen 182 Punkte
2. Hamilton 150
3. Pérez 104
4. Norris 101
5. Bottas 92
6. Leclerc 62
7. Sainz 60
9. Ricciardo 40
8. Gasly 39
10. Vettel 30
11. Alonso 20
12. Stroll 14
13. Ocon 12
14. Tsunoda 9
15. Räikkönen 1
16. Giovinazzi 1
17. Russell 0
18. Schumacher 0
19. Mazepin 0
20. Latifi 0

Teams
1. Red Bull Racing 286
2. Mercedes 242
3. McLaren 141
4. Ferrari 122
5. AlphaTauri 48
6. Aston Martin 44
7. Alpine 32
8. Alfa Romeo 2
9. Williams 0
10. Haas 0


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