Alfa Romeo 2022 ohne Kimi Räikkönen: Qual der Wahl

Von Mathias Brunner
Seit 2019 zusammen: Antonio Giovinazzi, Fred Vasseur, Kimi Räikkönen

Seit 2019 zusammen: Antonio Giovinazzi, Fred Vasseur, Kimi Räikkönen

Wer fährt 2022 die bei Sauber in der Schweiz gebauten Alfa Romeo? Teamchef Fred Vasseur spricht über die Zukunft des unverwüstlichen Kimi Räikkönen. Dem Franzosen mangelt es nicht an talentiertem Nachwuchs.

Seit 2019 tritt Alfa Romeo in der Formel 1 mit dem Fahrerduo Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi an. Aber wie lange noch? Alfa Romo hat einen Vertrag als Titelsponsort der bei Sauber in der Schweiz gebauten GP-Renner verlängert, es liegt im Interesse der Italiener, dass der «Iceman» weitermacht – nur eine Handvoll Fahrer hat weltweit eine so treue und zahlreiche Gefolgschaft wie der Finne, der im kommenden Oktober 42 Jahre alt wird. Aber will der Weltmeister von 2007 seine GP-Karriere fortsetzen?

Auch Alfa Romo-Teamchef Fred Vasseur beteuert, es nicht zu wissen. Aber der Franzose sagt: «Wenn ich Kimi bei der Arbeit beobachte und mir seine Kommentare ansehe, dann erkenne ich, wie viel Feuer noch in ihm steckt, das ist pure Leidenschaft. Unser Verhältnis ist ungetrübt, er ist Teil der Familie. Wir werden zusammen entscheiden, wie es weitergeht.»

Wenn die Formel 1 mit komplett neuen Rennwagen 2022 in eine neue Ära geht, dann wird Fred Vasseur gewiss nicht so unklug vorgehen, sein Glück mit zwei unerfahrenen Piloten zu suchen. Mindestens ein Mann muss jahrelange Erfahrung mitbringen, und wenn dieser Mann nicht Kimi Räikkönen heissen sollte, dann vielleicht Valtteri Bottas.

Die Zeit des 31-Jährigen bei Mercedes scheint abzulaufen, doch mit 17 Pole-Positions, 9 Siegen, 17 besten Rennrunden und 62 Podestplatzierungen ist der unaufgeregte Finne eine Idealbesetzung mit neun Jahren GP-Erfahrung. Auch GP-Veteran Nico Hülkenberg würde die notwendige Erfahrung für den Job mitbringen. Der Emmericher hat immer gesagt, es sei sein Ziel, 2022 wieder Stammfahrer zu werden.

Wie sieht es bei den jungen Piloten aus? Grundsätzlich, so ist vor kurzem durchgesickert, hat Ferrari kein Recht mehr, ein Cockpit bei Alfa Romeo-Sauber zu besetzen. Und Fred Vasseur könnte zur Überzeugung gelangen, nach drei Jahren habe Antonio Giovinazzi genügend Zeit gehabt, sein Können unter Beweis zu stellen.

Ahnt Ferrari-Teamchef Mattia Binotto, dass Giovinazzi im Herbst ohne GP-Cockpit dastehen könnte? Er hat vor kurzem über seinen 27-jährigen Landsmann gesagt: «Ich hoffe, er kann bei Alfa Romeo bleiben, denn das würde er verdienen. Aber er wird so oder so unser dritter Mann bleiben.» Also jener Fahrer, der einspringt, wenn Charles Leclerc oder Carlos Sainz nicht einsatzfähig sein sollte.

Die Alternative für Antonio Giovinazzi heisst Callum Ilott oder Robert Shwartzman. Der Engländer, 2020 von Mick Schumacher im Kampf um die Formel-2-Meisterschaft nur knapp geschlagen, arbeitet bereits heute als Test- und Reservepilot für Alfa Romeo-Sauber, und Ferrari möchte ihn Rennen fahren sehen. Der St. Petersburger Shwartzman kämpft 2021 um den Formel-2-Titel, derzeit liegt er in der Zwischenwertung auf dem dritten Rang hinter den beiden Alpine-Schützlingen Oscar Piastri und Guanyu Zhou, nur 17 Punkte hinter dem Australier Piastri.

Ungarn-GP, Budapest (nach Ausschluss Vettel)

01. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, 1:40:00,248h
02. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, +2,736
03. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, +15,018
04. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, +15,651
05. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, +1:03,614 min
06. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, +1:15,803
07. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, +1:17,910
08. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, +1:19,094
09. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, +1:20,244
10. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde
11. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, +1 Runde
12. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, +1 Runde
13. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde
Out
Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, Kollision
Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, Kollision
Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, Kollision
Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, Kollision
Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, Kollision
Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, Kollision
Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, Disqualifikation, zu wenig Sprit

WM-Stand nach 11 von 23 Rennen

Fahrer
1. Hamilton 195 Punkte
2. Verstappen 187
3. Norris 113
4. Bottas 108
5. Pérez 104
6. Sainz 83
7. Leclerc 80
8. Gasly 50
9. Ricciardo 50
10. Ocon 39
11. Alonso 38
12. Vettel 30
13. Tsunoda 18
14. Stroll 18
15. Latifi 6
16. Russell 4
17. Räikkönen 2
18. Giovinazzi 1
19. Schumacher 0
20. Mazepin 0

Teams
1. Mercedes 303
2. Red Bull Racing 291
3. Ferrari 163
4. McLaren 163
5. Alpine 77
6. AlphaTauri 68
7. Aston Martin 48
8. Williams 10
9. Alfa Romeo 3
10. Haas 0

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