FP1 Austin: Bottas Schnellster, Alonso mit Problemen

Von Vanessa Georgoulas
Valtteri Bottas war im ersten Austin-Training der Schnellste

Valtteri Bottas war im ersten Austin-Training der Schnellste

Fernando Alonso sorgte im ersten freien Training für eine frühe Zwangspause. Die Bestzeit stellte Istanbul-Sieger Valtteri Bottas auf. Er blieb knapp schneller als sein Mercedes-Teamkollege Lewis Hamilton.

Die GP-Stars wurden zum ersten freien Training in Austin von strahlendem Sonnenschein und 26 Grad Celsius Aussentemperatur begrüsst. die Strecke hatte sich auf knapp 30 Grad aufgeheizt, als die ersten Fahrer zur Installationsrunde ausrückten. Weit kamen sie aber nicht, denn schon zwei Minuten nach dem Start wurden die roten Flaggen gezeigt. Grund dafür war Fernando Alonso, der in der 12. Kurve seinen Renner abstellte.

Dies tat der zweifache Weltmeister auf Wunsch seines Teams, und weil das Auto zunächst weggeschafft werden musste, kehrten Sergio Pérez, Pierre Gasly, Mick Schumacher, Esteban Ocon, Antonio Giovinazzi, Charles Leclerc, Lance Stroll, Carlos Sainz, Yuki Tsunoda, Daniel Ricciardo, Nikita Mazepin und Sebastian Vettel wieder an die Box zurück.

Das Team teilte kurz darauf mit, dass man den 40-Jährigen vorsichtshalber zum Stopp aufgefordert hatte, doch ein Blick auf das Auto offenbarte, dass der Alpine-Renner Flüssigkeit verlor. Die Zwangspause war nach neun Minuten beendet und entsprechend schnell füllte sich die texanische Piste. Nachdem die Protagonisten ihre ersten Runden gedreht hatten, führte Lewis Hamilton die Zeitenliste mit 1:37,260 min vor Max Verstappen an. Der WM-Leader war nur 77 Tausendstel langsamer als der Titelverteidiger.

Schon in den ersten Minuten wurden die ersten Rundenzeiten gestrichen, weil mehrere Fahrer die Streckengrenze in der neunten Kurve überschritten hatten, dazu gehörten Kimi Räikkönen, Ricciardo, Ocon, Pierre Gasly, Stroll, und Sergio Pérez. Noch schlechter lief es für Charles Leclerc, der seinen Ferrari nach einem Dreher in ins Kiesbett der sechsten Kurve setzte.

Der Monegasse konnte sich aus eigener Kraft befreien und fuhr im Schleichgang zurück an die Box, während Haas-Rookie Nikita Mazepin in Kurve 19 über die weisse Linie kam, wofür er mit der entsprechenden Rundenzeit bezahlte. Hamilton drückte die Bestmarke derweil auf 1:36,812 min. Doch damit konnte er sich nicht lange an der Spitze halten, denn Pérez legte mit 1:36,798 min eine Rundenzeit nach, die 14 Tausendstel schneller war.

Zur Halbzeit lautete die Reihenfolge an der Spitze aber wieder Hamilton vor Pérez, denn der siebenfache Champion legte mit 1:36,381 min eine neue Messlatte. Für seinen Teamkollegen Valtteri Bottas, der zu diesem Zeitpunkt der viertschnellste war, gab es hingegen schlechte Nachrichten, denn der Finne muss erneut eine Motor-Strafe hinnehmen, weil die Teamverantwortlichen beschlossen, seinen Verbrennungsmotor erneut auszutauschen.

Bereits in Sotschi und Monza hatte Bottas jeweils die gesamte Antriebseinheit ausgetauscht und dafür Strafversetzungen ans Ende des Feldes hingenommen. Auch Vettel und Russell werden in der Startaufstellung strafversetzt, sie tauschen gleich die ganze Antriebseinheit aus.

Bottas’ Stallgefährte Hamilton beschwerte sich derweil über seine Hinterreifen, die zu überhitzen drohten. «Das war zu erwarten», kommentierte Jenson Button bei «Sky Sports F1» trocken. Leclerc, der wieder ausgerückt war, gab hingegen noch einmal richtig Gas und schaffte es auf die zweite Position hinter Hamilton.

Der Ferrari-Star wurde jedoch bald durchgereicht, weil Verstappen mit 1:36,049 min deutlich schneller um die Piste jagte als der Rest des Feldes – er unterbot Hamiltons Bestzeit um mehr als drei Zehntel. Der Erste, der die 1:36er-Marke durchbrach, war dennoch Hamilton, der mit 1:35,096 min fast eine Sekunde schneller war als Verstappen zuvor.

Dennoch wurde er kurz darauf selbst auf den zweiten Platz verwiesen, denn Bottas schaffte es mit 1:34,874 min als Erster unter die 1:35er-Grenze! Am anderen Ende der Wohlfühlskala fand sich Nikita Mazepin, der einen Dreher in der 19. Kurve hinlegte, aber Glück im Unglück hatte und der Streckenbegrenzung fern blieb.

Zum Ende kamen sich Mick Schumacher und Pérez noch zu nahe, weil der Deutsche den Mexikaner nicht sah und in ihn hineinsteuerte. Räikkönen legte zum Schluss noch einen Dreher in der zehnten Kurve hin. An der Spitze änderte sich nichts mehr, Bottas durfte sich über die Bestzeit vor Hamilton und Verstappen freuen, das Ferrari-Duo Leclerc und Sainz komplettierte die Top-5.

1. Training, Austin

01. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, 1:34,874 min
02. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, 1:34,919
03. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:35,806
04. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, 1:36,334
05. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, 1:36,508
06. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, 1:36,611
07. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:36,798
08. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:36,855
09. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, 1:36,874
10. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, 1:36,876
11. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, 1:36,966
12. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, 1:36,970
13. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, 1:36,972
14. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, 1:36,982
15. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, 1:37,068
16. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:37,458
17. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, 1:37,463
18. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, 1:37,954
19. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, 1:38,866
20. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, 1:42.239

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