Mercedes im Ungarn-GP: Stallorder war kein Thema

Von Vanessa Georgoulas
Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff

Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff

Das Mercedes-Duo Lewis Hamilton und George Russell durfte im jüngsten Formel-1-Rennen auf dem Hungaroring frei gegeneinander kämpfen. Eine Stallorder stand nicht zur Diskussion.

Das letzte Formel-1-Kräftemessen vor der Sommerpause auf dem Hungaroring bescherte den Fans ein spannendes Rennen mit vielen Duellen und Überholmanövern. Auch die beiden Silberpfeil-Fahrer Lewis Hamilton und George Russell trafen im 13. Saisonlauf aufeinander und das Mercedes-Team verzichtete darauf, die Positionen mittels Stallorder von der Boxenmauer aus zu bestimmen.

Stattdessen durften der siebenfache Champion und sein Landsmann aus Grossbritannien frei gegeneinander kämpfen, wie Toto Wolff nach dem Fallen der Zielflagge bestätigte. Der Mercedes-Motorsportdirektor beteuerte auch, dass eine Vorgabe der Positionen der beiden Fahrer an der Boxenmauer kein Thema war.

«Wir haben überhaupt nicht über eine Stallorder diskutiert», stellte der Wiener bei den Kollegen des österreichischen TV-Senders «ORF» klar. «Wenn die beiden Rennen fahren, dann kämpfen sie auch. Sie sind schlau genug, um zu wissen, was sie tun», ist sich der 50-jährige Kopf des Mercedes-Werksteams sicher.

Dass Mercedes im Verlauf des Ungarn-Wochenendes deutlich an Leistung gewinnen und das Blatt nach einem bescheidenen Auftritt am Freitag wenden konnte, erklärt sich Wolff folgendermassen: «Das Auto lag am Freitag so schlecht, das wir uns gesagt haben: ‚Okay, jetzt machen wir das Gegenteil.‘ Und es geschah eher aus der Verzweiflung heraus, dass wir dann mit dem Set-up genau im richtigen Fenster gelandet sind.»

Ungarn-GP, Hungaroring

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:39:36,533 h
02. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +7,834 sec
03. George Russell (GB), Mercedes, +12,337
04. Carlos Sainz (E), Ferrari, +14,579
05. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, +15,688
06. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +16,047
07. Lando Norris (GB), McLaren, +1:18,300 min
08. Fernando Alonso (E), Alpine, +1 Runde
09. Esteban Ocon (F), Alpine, +1 Runde
10. Sebastian Vettel (D), Aston Martin, +1 Runde
11. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +1 Runde
12. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +1 Runde
13. Guanyu Zhou (RC), Alfa Romeo, +1 Runde
14. Mick Schumacher (D), Haas, +1 Runde
15. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren, +1 Runde
16. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1 Runde
17. Alexander Albon (T), Williams, +1 Runde
18. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +1 Runde
19. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri, +2 Runden
Out
Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo, Motor

WM-Stand (nach 13 von 22 Rennen)

Fahrer
01. Verstappen 258 Punkte
02. Leclerc 178
03. Pérez 173
04. Russell 158
05. Sainz 156
06. Hamilton 146
07. Norris 76
08. Ocon 58
09. Bottas 46
10. Alonso 41
11. Magnussen 22
12. Ricciardo 19
13. Gasly 16
14. Vettel 16
15. Schumacher 12
16. Tsunoda 11
17. Zhou 5
18. Stroll 4
19. Albon 3
20. Latifi 0
21. Nico Hülkenberg (D) 0

Konstrukteurspokal
01. Red Bull Racing 431 Punkte
02. Ferrari 334
03. Mercedes 304
04. Alpine 99
05. McLaren 95
06. Alfa Romeo 51
07. Haas 34
08. AlphaTauri 27
09. Aston Martin 20
10. Williams 3

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