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Max Verstappen in Katar: «Wollte keinen verärgern»

Max Verstappen hat im Katar-Qualifying die schnellste Runde gedreht, starten muss er aber von Platz 2, weil er strafversetzt wurde. Noch vor dem Urteil sprach er über die Szene, die dazu führte, dass er die Pole verlor.

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Für die Rennkommissare Garry Connelly, Mathieu Remmerie, Derek Warwick und Amro Al-Hamad stand nach dem Qualifying zum Katar-GP fest: Max Verstappen war dabei, seine Reifen zu kühlen, als er auf seiner Vorbereitungsrunde zum letzten Q3-Versuch in gemächlichem Tempo auf der Ideallinie unterwegs war.

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George Russell, der auch nicht auf einer schnellen Runde war, brauste heran und musste über die Randsteine ausweichen. Der Mercedes-Pilot ärgerte sich am Funk, dass die Szene gefährlich gewesen sei. Hinterher beteuerte er, dass er nur die Anweisungen der Rennleitung befolgen wollte, die einen Schleichgang ohne Not verbieten.

Dass Verstappen erklärte, er habe zwei Autos (Lando Norris und Fernando Alonso) vorbeigelassen, hielt die Rennkommissare nicht davon ab, ihm eine Strafversetzung um eine Position aufzubrummen. Auch nicht die Tatsache, dass Russell gemäss Urteilsbegründung klare Sicht auf Verstappen hatte, liess sie von einer Strafe absehen.

Sie bewerteten dies vielmehr als mildernden Faktor, genauso wie den Umstand, dass keines der Autos auf einer schnellen Runde war. Deshalb brummten sie Verstappen nicht die übliche Strafversetzung um drei Startpositionen auf. Die Pole verliert der vierfache Weltmeister durch die Strafversetzung um einen Platz dennoch, und davon profitiert Russell, der sich bei seinem letzten Versuch nicht verbessern konnte.

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Ob das Ausweichmanöver dazu führte, dass er nicht nachlegen konnte, wisse er nicht, sagte der Mercedes-Pilot nach der Zeitenjagd. Er vermutete aber, dass er sich dabei den Unterboden leicht beschädigt habe. Verstappen erklärte noch vor der Urteilsverkündung bei "Sky Sports F1": "Ich wollte niemanden verärgern und ich wusste, dass ich die Runden der anderen beiden Autos vor mir kompromittiere, wenn ich das vorgegebene Zeit-Delta einhalte."

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Nachdem er den WM-Titel in Las Vegas erfolgreich verteidigen konnte, sei es nicht nötig, sich mit anderen Fahrern anzulegen, sagte der Niederländer. "Deshalb folgte ich den Jungs vor mir. Aber George hatte andere Pläne, er wollte seine Reifen auf Temperatur bringen, und deshalb wollte er vorbei", fügte er an, und betonte: "Das ist die Krux bei diesen Delta-Zeiten, einer versucht, sich daran zu halten, der andere geht vom Gas, weil er die beiden Autos vor sich sieht und niemanden verärgern will, denn sonst haben die beiden Mühe, ihre Reifen für die Runde vorzubereiten. Ich würde sagen, das war einfach eine unglückliche Situation."

GP-Qualifying, Katar

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:20,520 min*

02. George Russell (GB), Mercedes, 1:20,575

03. Lando Norris (GB), McLaren, 1:20,772

04. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:20,829

05. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:20,852

06. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, 1:21,011

07. Carlos Sainz (E), Ferrari, 1:21,041

08. Fernando Alonso (E), Aston Martin, 1:21,251

09. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, 1:21,425

10. Kevin Magnussen (DK), Haas, 1:21,500

11. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:21,437

12. Guanyu Zhou (RCH), Sauber, 1:21,501

13. Valtteri Bottas (FIN), Sauber, 1:21,731

14. Yuki Tsunoda (J), Racing Bulls, 1:21,771

15. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, 1:21,911

16. Alex Albon (T), Williams, 1:22,390

17. Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, 1:22,411

18. Nico Hülkenberg (D), Haas, 1:22,442

19. Franco Colapinto (RA), Williams, 1:22,594

20. Esteban Ocon (F), Alpine, 1:22,714

*Start von Platz 2 wegen Strafversetzung um eine Position

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