Formel 1: McLaren bekommt neuen Namen

Oscar Piastri (McLaren): Haben Leute falsches Bild?

Von Mathias Brunner
Lando Norris und Oscar Piastri

Lando Norris und Oscar Piastri

​Formel 1-WM-Leader Oscar Piastri gilt als coole Socke, den so schnell nichts aus der Ruhe bringt. Aber ist das wirklich so? Hat dieser Kerl keine Nerven? Was der 24-jährige Australier selber sagt.

Jacques Villeneuve muss keiner erklären, wie WM-Kampf geht: 1996 stand er im Williams-internen Duell mit Damon Hill und wurde Zweiter, 1997 kämpfte er gegen Ferrari-Star Michael Schumacher und holte den Titel. Nun beobachtet der inzwischen 54-jährige Kanadier den Zweikampf der beiden McLaren-Piloten Oscar Piastri und Lando Norris.

«Mich fasziniert, wie unterschiedlich diese zwei Fahrer sind. Ich traue beiden den Titel zu, und keiner kann in diesem Moment sagen, wohin die Reise führt.»

«Ich halte Norris für den schnelleren Mann. Aber Lando muss aufpassen, denn er ist dermassen selbstkritisch, dass er bisweilen an den Punkt kommt, wo er sich selber kaputt macht.»

«Piastri wirkte in der ersten Saisonhälfte mental sehr stark, doch in England haben wir zum ersten Mal eine andere Seite an Oscar erlebt, mit seinem Ärger über eine Strafe.»

Im Fahrerlager gilt: Oscar Piastri hat Nerven wie Stahlseile. Aber ist das wirklich so? Wird dieser Kerl tatsächlich nie nervös?

Keiner kennt Oscar Piastri so gut wie – Oscar Piastri. Und der australische WM-Leader sagt im Fahrerlager des Zandvoort Circuit: «Also ich werde definitiv nervös. Vor jedem Rennen bin ich nervös, um genau zu sein.»

Der achtfache GP-Sieger vertieft: «Ich glaube ohnehin niemandem, der von sich behauptet, dass er nicht nervös werde, weil ich das für unmöglich halte; und es wäre auch etwas seltsam, wenn man nie aus der Ruhe zu bringen wäre.»

«Meine Nervosität ist also da, aber dann kommt es eben darauf an, wie man damit umgeht, wie man versucht, sie in die richtigen Bahnen zu lenken. Letztlich kann Nervosität gut oder schlecht für einen sein. Das Entscheidende ist, wie man sie nutzt.»

«Für mich ist Gelassenheit einfach Teil meiner Persönlichkeit. Im Laufe der Jahre habe ich gelernt, dass ich so das Beste aus mir herausholen kann, doch das sieht nicht für jeden gleich aus.»

«Diese grundsätzliche Einstellung ist teils durch Erfahrung und Lernen entstanden. Aber sie ist auch eine Seite meines Charakters. Ich bin nun mal so, und ich versuche, das Beste daraus zu machen.»

Wir haben noch zehn Grands Prix zu fahren und drei Sprints. Oscar ist sich bewusst: «Die Intensität wird zunehmen, je näher wir dem Jahresende kommen, und ich bin bereit dafür. Ich war schon einmal in dieser Situation in anderen Serien, und dieses Gefühl und dieser Countdown bis zum Jahresende sind dieselben, egal in welcher Meisterschaft, also bin ich bereit dafür.»

«Ich kann mich auf meinen Manager Mark Webber verlassen. Es ist sehr wichtig, eine gute Gruppe von Menschen um sich zu haben, auf die man sich stützen kann. Mark ist einer dieser Menschen. Ich bin selber gespannt zu erleben, wie das weitergeht. Unterm Strich zählt, wie ich fahre und wie ich mit den Situationen umgehe, die auf mich zukommen.»


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