Max Verstappen – dank Renault weiter vor Ferrari

Von Mathias Brunner
Formel 1
​Renault probiert heute in Barcelona den neuen 1,6-Liter-V6-Turbo von Renault aus. Das Triebwerk hat Red Bull Racing-Pilot Daniel Ricciardo überzeugt, auch Renault-Reservist Esteban Ocon ist angetan.

Red Bull Racing-Senkrechtstarter Max Verstappen kehrt an den Ort der grossen Motorsportsensation der bisherigen Saison zurück: Am vergangenen Sonntag gewann der 18 Jahre junge Niederländer den Grossen Preis von Spanien, in seinem ersten Grand Prix in Diensten von Red Bull Racing. Nun ist er für den zweiten Testtag des Rennstalls auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya eingeplant.

Er kann sich auf die Arbeit freuen, denn der neue Renault-Motor scheint zu bringen, was sich die Piloten davon erwartet hatten. Gestern sagte Daniel Ricciardo: «Bislang schaut das alles recht erfreulich aus. Der Motor lief standfest, alles geht nach Plan. Der Fortschritt ist spürbar. Wir rücken Mercedes näher.»

Renault-Sport-Geschäftsleiter Cyril Abiteboul hatte angekündigt: «Mit diesem Motor sollte es uns möglich sein, regelmässig mindestens auf Augenhöhe mit Ferrari zu fahren. Und die Lücke zu Mercedes weiter zu schliessen.»

Später ergänzte Renault-Testfahrer Esteban Ocon, der im Werksauto von der Franzosen mit dem gleichen Triebwerk unterwegs war. «Die Leute werden erstaunt sein. Der Motor ist wirklich gut, markant besser. Ich hatte natürlich nicht den gleichen Vergleich wie die Stammfahrer, denn ich fuhr den Renault hier ja nur im ersten freien Training vor meinem Testtag. Aber du spürst das Plus an Power. Wir sind gestern gar nicht ans Limit gegangen. Es ging nur um Standfestigkeit, und da sieht es gut aus. Es gab keine Schwierigkeiten, und wir konnten mehr als 100 Runden fahren. Das war ein guter Start.»

Der Franzose – 2014 Formel-3-Champion geworden, 2015 GP3-Meister – hat eine einmalige Gelegenheit: Als Langzeitverpflichtung von Mercedes ist er an Renault ausgeliehen. Daher sass er gestern im Renault und darf heute den Silberpfeil bewegen.

Aufstellung des Barcelona-Tests

Mercedes
Dienstag: Nico Rosberg (D)
Mittwoch: Esteban Ocon (F)

Ferrari
Dienstag: Sebastian Vettel (D)
Mittwoch: Antonio Fuoco (I)

Red Bull Racing
Dienstag: Daniel Ricciardo (AUS)
Mittwoch: Max Verstappen (NL)

Williams
Dienstag: Alex Lynn (GB)
Mittwoch: Felipe Massa (BR)

Renault
Dienstag: Esteban Ocon (F)
Mittwoch: Kevin Magnussen (DK)

Toro Rosso
Dienstag: Pierre Gasly (F)
Mittwoch: Daniil Kvyat (RU)

Force India
Dienstag und Mittwoch: Alfonso Celis (MEX)

McLaren-Honda
Dienstag: Jenson Button (GB)
Mittwoch: Stoffel Vandoorne (B)

Manor
Dienstag: Pascal Wehrlein (D)
Mittwoch: Jordan King (GB)

Haas
Dienstag: Romain Grosjean (F)
Mittwoch: Esteban Gutiérrez (MEX)

Sauber
Nicht im Einsatz

Barcelona-Test, Testzeiten 1. Tag

1. Sebastian Vettel (D), Ferrari SF16-H, 1:23,220 (100 Runden)
2. Nico Rosberg (D), Mercedes F1 W07 Hybrid, 1:23,337 (116)
3. Jenson Button (GB), McLaren MP4-31-Honda, 1:23,753 (86)
4. Romain Grosjean (F), Haas VF-16-Ferrari, 1:23,882 (93)
5. Pascal Wehrlein (D), Manor MRT05-Mercedes, 1:24,297 (83)
6. Daniel Ricciardo (AUS), Red Bull Racing RB12-TAG Heuer, 1:24,307 (84)
7. Pierre Gasly (F), Toro Rosso STR11-Ferrari, 1:24,821 (78)
8. Alfonso Celis (MEX), Force India VJM09-Mercedes, 1:25,467 (96)
9. Alex Lynn (GB), Williams FW38-Mercedes, 1:26,071 (86)
10. Esteban Ocon (F), Renault RS16, 1:26,530 (101)
Sauber beim Test nicht dabei.

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