Silverstone-Test: Kimi Räikkönen am Ende ganz vorne

Von Andreas Reiners
Formel 1
Kimi Räikkönen

Kimi Räikkönen

Der alte Hase hat es den Jungspunden gezeigt: Kimi Raikkönen hat am zweiten und letzten Tag der Testfahrten in Silverstone die Bestzeit hingelegt. Fleißigster Fahrer war Esteban Ocon.

Nein, so wirklich interessieren wird ihn die Bestzeit nicht. Grenzenlose Freude wird bei Kimi Räikkönen auch nicht aufkommen. Die sieht man dem Iceman ja nicht einmal bei Podestplatzierungen unbedingt an.

Trotzdem: Nach den diversen Pleiten der vergangenen Monate dürfte die schnellste Runde des Finnen am zweiten und letzten Tag der Formel-1-Testfahrten in Silverstone zumindest ein wenig Balsam auf die geschundene Ferrari-Seele sein.

Die zehn Teams hatten am Mittwoch ein bisschen mehr Glück als am Dienstag. Bis nach der Mittagspause konnte auf trockener Strecke getestet werden. Als sich der vorhergesagte Regen in Form von dunklen Wolken ankündigte, nutzten alle noch einmal die Zeit, um unter normalen Bedingungen fahren zu können.

Am frühen Nachmittag zeigte sich dann das britische Wetter von seiner schlechten Seite, heftiger Regen setzte kurzzeitig ein. Am späten Nachmittag war auch der abgezogen, so dass die Teams wieder an die intensive Arbeit gehen konnten. Im Mittelpunkt standen vor allem Aerodynamik-Tests.

Und vor allem Kimi Räikkönen hatte sich offenbar einiges vorgenommen. Der Finne machte den ganzen Tag über Jagd auf die Bestzeit von Esteban Ocon, der auch am zweiten Tag im Mercedes saß und mit 139 Runden der fleißigste Fahrer im Feld war.

Probleme gab es bei Manor. Das Team von Pascal Wehrlein arbeitete lange an der Aerodynamik, deshalb konnte Jordan King zunächst nicht allzu viele Runden drehen, am Ende waren es deren 68. Haas tüftelte am Mittwoch lange an den Boxenstopps, die in den vergangenen Monaten öfter mal ein Problem waren.

Für Freude sorgten bei Force India zwei «Spione» von Williams. Das Duo wurde vom Team von Nico Hülkenberg entdeckt, fotografiert und via Twitter mit der Formel-1-Welt geteilt. Erwischt, Williams. Bei nur noch 19 Punkten Vorsprung auf Force India wird man beim Traditionsrennstall offenbar nervös.

Besonders erfreulich: Die Youngster blieben den gesamten Tag über fehlerfrei und konnten von den Zeiten her sogar teilweise überzeugen.

Silverstone-Test, 2. Tag

1. Kimi Räikkönen (FIN), Ferrari SF16-H, 1:30,665 (103 Runden)
2. Esteban Ocon (F), Mercedes F1 W07 Hybrid, 1:31,212 (139)
3. Pierre Gasly (F), Red Bull Racing RB12-TAG Heuer, 1:31,429 (103)
4. Nikita Mazepin (RU), Force India VJM09-Mercedes, 1:31,561 (69)
5. Stoffel Vandoorne (BEL), McLaren MP4-31-Honda, 1:31,764, (114 Runden)
6. Valtteri Bottas (FIN), Williams FW38-Mercedes, 1:32,423 (98)
7. Santino Ferrucci (USA), Haas VF-16-Ferrari, 1:33,141 (107)
8. Jolyon Palmer (GB), Renault RS16, 1:33,308 (98)
9. Sergio Sette Camara (BRA), Toro Rosso STR11-Ferrari, 1:34,040 (81)
10. Jordan King (GB), Manor MRT05-Mercedes, 1:35,060 (68)
11. Pascal Wehrlein (D), Mercedes F1 W05 Hybrid (2014), 1:36,182 (126)

Silverstone-Test, 1. Tag

1. Fernando Alonso (E), McLaren MP4-31-Honda, 1:31,290, (105 Runden)
2. Esteban Ocon (F), Mercedes F1 W07 Hybrid, 1:32,833 (123)
3. Alex Lynn (GB), Williams FW38-Mercedes, 1:34,433 (54)
4. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF16-H, 1:34,446 (18)
5. Nikita Mazepin (RU), Force India VJM09-Mercedes, 1:34,521 (35)
6. Carlos Sainz (E), Toro Rosso STR11-Ferrari, 1:34,643 (91)
7. Santino Ferrucci (USA), Haas VF-16-Ferrari, 1:34,866 (55)
8. Pascal Wehrlein (D), Mercedes F1 W05 Hybrid (2014), 1:34,982 (48)
9. Rio Haryanto (RI), Manor MRT05-Mercedes, 1:35,631 (62)
10. Sergej Sirotkin (RU), Renault RS16, 1:36,575 (48)
11. Pierre Gasly (F), Red Bull Racing RB12-TAG Heuer, 1:43,891 (50)



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