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Eenrum: Seitenwagenrennen am und über dem Limit

Von Rudi Hagen
Mitch Godden/Paul Smith (GB) gewannen die Seitenwagenkonkurrenz im Rahmenprogramm des EM-Finales der Solisten in Eenrum (NL). Es ging hart auf hart zu, manchmal sogar überhart.

Die Läufe der EM-Solisten im Sportpark Eenrum waren schon spannend genug, da wollten die Gespannteams nicht nachstehen und lieferten vor vollen Rängen eine brilliante Show ab. Im Fußball würde man sagen: «Die bekämpften sich zum Teil mit harten Bandagen.»

Mitch Godden und Beifahrer Paul Smith waren wieder mal die Besten im Feld der acht Teams. Die Briten, Mitglied im ausrichtenden Club MC Eenrum & Omstreken, hatten nach ihren drei Vorläufen 13 Punkte gesammelt, also einen gewonnen und zwei als Zweite beendet.

Markus Brandhofer und Beifahrerin Sandra Mollema waren auf der sauglatten Grasbahn (vom Gras war am Nachmittag nur etwas in den Randbereichen zu sehen) ebenfalls gut unterwegs. Sie gewannen ihren ersten Durchgang, dann klemmten im zweiten Heat beim Start zwei Getriebescheiben. Null Punkte. Bis zum dritten Vorlauf wurde es dann hektisch beim Team Brandhofer. Aber alle Handgriffe klappten, die kaputten Teile konnten getauscht werden und siehe da, anschließend konnten sie wieder gewinnen, wie vorher schon gegen Godden/Smith.

Gleich der erste Seitenwagenlauf war schon aufregend genug gewesen. Der Belgier Kenny van Eeckhout und seine Beifahrerin Axelle Cannaerts hatten einen Cowboystart abgeliefert und wurden nach dem folgenden Abbruch disqualifiziert.

Dann ging es aber richtig rund. Im Kampf um Platz 2 hinter den Briten lieferte sich das niederländische gemischte Duo Wilfred Detz/Bridget Portijk mit den Franzosen Guillaume und Baptiste Comblon einen gleichermaßen sehenswerten wie gefährlichen Kampf. Detz fuhr in Kurve eins innen, rechts vor ihm die Franzosen Jerome Lespinasse und Beifahrerin Lauryna Faget.

Comblon am Lenker sah wohl innen eine kleine Lücke und wollte durchstoßen, doch Detz hielt dagegen. Dann sah es aus wie beim Fahren mit dem Auto-Scooter auf dem Rummelplatz. Comblon drückte nach rechts, Detz nach links, quer über die Bahn. Glücklicherweise ging diese Abschiebung nicht bis ganz in die Airfences. Glück für alle Beteiligten.

Alle konnten letztlich weiterfahren, aber der Lauf wurde abgebrochen. Vor dem Eingang zum Fahrerlager wurde es dann hitzig. Beide Teams wurden letztlich vom Schiedsrichter wegen Unsportlichkeiten disqualifiziert. Den Wiederholungslauf gewannen Godden/Smith vor Lespinasse/Faget, die Dänen Mike Frederiksen/Steven Grandt waren ausgefallen.

Im Finale zählte der Einlauf im Ziel für die Gesamtplatzierung. Godden/Smith, Detz/Portijk und Brandhofer/Mollema gaben alles. Rad an Rad, zum Teil nebeneinander rasten sie vier Runden um das Oval und überquerten in dieser Reihenfolge vorbei an der schwarz-weiß karierten Flagge die Ziellinie. Dahinter ging es ebenso spannend zu. Comblon/Comblon wurden Vierte vor ihren Landsleuten Remi Vallladon/Ewen Guilbaud und Lespinasse/Faget.

Ergebnisse Seitenwagen in Eenrum (NL):

1. Mitch Godden/Paul Smith (GB), 13 Vorlaufpunkte. 2. Wilfred Detz/Bridget Portijk (NL), 5. 3. Markus Brandhofer/Sandra Mollema (D/NL), 10. 4. Guillaume Comblon/Baptiste Comblon (F), 8. 5. Remi Valladon/Ewen Guilbaud (F), 9. 6. Jerome Lespinasse/Lauryna Faget (F), 5. 7. Kenny van Eeckhout/Axelle Cannaerts (B), 2. Mike Frederiksen/Steven Grandt (DK), 1.

Finale: 1. Godden/Smith, 2. Detz/Portijk, 3. Brandhofer/Mollema, 4. Comblon/Comblon, 5. Valladon/Guilbaud, 6. Lespinasse/Faget.

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