Bennie Streuer: Genesung nach Horrorcrash ein Wunder

Von Rudi Hagen
Zum Abschluss der IDM in Oschersleben zeigten Streuer/Remmé (21) Klasseleistungen

Zum Abschluss der IDM in Oschersleben zeigten Streuer/Remmé (21) Klasseleistungen

Bennie Streuers Genesung scheint wie ein Wunder. Im April war der Niederländer bei einem Test in Oschersleben schwer verunglückt, die Saison schien dahin. Aber es fügte sich alles glücklich. Auch an der Unglücksstelle.

Bennie Streuer und sein neuer Beifahrer Jeroen Remmé fuhren beim Sidecar-Festival in Oschersleben zwei Rennen IDM und zwei Weltmeisterschaftsrennen. In der WM nehmen sie am Ende dieser Saison mit 49 Punkten Platz 8 ein.

Die IDM Sidecars beendete das niederländische Duo vom Team Bonovo Action auf Platz 4, obwohl sie nur acht von zwölf Rennen gefahren sind und dabei noch einen Ausfall in Hockenheim wegen eines technischen Defektes hinnehmen mussten.

Vor allem im letzten IDM-Lauf in der Motorsport Arena Oschersleben zeigten Streuer und sein Beifahrer Remmé auf der ARS Yamaha 600 ihre ganze Klasse, als sie die führenden Tim Reeves/Kevin Rousseau (ebenfalls Bonovo Action) das ganze Rennen immer wieder unter gehörigen Druck setzten. Nach dem Rennen zeigte sich der wortkarge Streuer sichtlich erfreut: «Ja, es war gut, unser Bike läuft jetzt wirklich prima, ich bin zufrieden.»

Zufrieden kann Bennie Streuer aber nicht nur mit seinem Sidecar sein, sondern vor allem mit seiner Genesung nach dem fürchterlichen Crash beim Test im April dieses Jahres, als er mit Beifahrerin Emmanuelle Clement an gleicher Stelle und zwar direkt auf der Start-Ziel-Geraden aufgrund eines technischen Defektes nach innen in die Begrenzungsmauer geknallt war.

Nach dem Flug mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus nach Magdeburg ergaben die dortigen Untersuchungen Lendenwirbelverletzungen und diverse lädierte Rippen. Die meisten Probleme bereitete den Ärzten damals ein fast vollständig zusammengedrückter Wirbel, der aufwendig gesichert werden musste. Zudem konnte während der Operation ein Knochensplitter entfernt werden, der im Tunnel eines Nervs gelandet war.

Die Saison schien vorbei für den Sidecar-Weltmeister von 2015. Aber Teambesitzer Jürgen Röder kümmerte sich um eine spezielle Reha-Maßnahme in München für seinen Schützling Streuer. Und der arbeitete in der Folge hart und konsequent an sich und beim IDM-Wochenende in Assen saß Streuer wieder am Lenker der Adolf RS und fuhr mit Remmé auf die Plätze 2 und 1.

Röder: «Der Bennie ist wirklich ein Phänomen, wie der wieder zurückgekommen ist, das verdient schon Hochachtung.»

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