Formel 1: Urteil zur Ferrari-Kollision

Aegerter: «Happy, aber nicht alle Karten aufgedeckt»

Von Nora Lantschner
Mit dem Supersport-WM-Auftakt und dem MotoE-Test liegen intensive Tage hinter Dominique Aegerter. Den ersten Weltcup-Rennen in Jerez blickt der Intact-Fahrer nach dem Gewinn der Rennsimulation zuversichtlich entgegen.

Dominique Aegerter beendete die dreitägigen MotoE-Testfahrten auf dem Circuito de Jerez mit einem zweiten Platz in der kombinierten Zeitenliste und einem Sieg in der Rennsimulation. «Endlich sind wir mit dem Testen fertig», gestand er danach schmunzelnd. «Es waren drei lange Tage, denn ich bin direkt von der Supersport-WM in Aragón nach Madrid gefahren und direkt nach Jerez geflogen. Dann am Montag drei Sessions, und die Umstellung von der Supersport-Maschine zur MotoE war sicher nicht ganz so leicht wie sonst, wenn man nach ein paar Stunden schon wieder auf einem Bike sitzt.»

«Am Dienstag hat das Wetter nicht mitgespielt. Es war ganz komisch, erst hat es geregnet, dann kam die Sonne, aber die Strecke war dann halb nass, halb trocken. Daher haben wir uns entschieden, in allen drei Sessions nicht auf die Strecke zu gehen. Es macht schlichtweg keinen Sinn, bei diesen Bedingungen etwas zu probieren oder zu riskieren», betonte Aegerter.

«Am Mittwochmorgen war die Strecke noch immer nicht völlig trocken, daher haben wir auch diese Session ausgelassen. Dann hatten wir noch ein Training, das lief dann eigentlich ganz gut, ich bin viel besser zurecht gekommen. Meine Crew, mit Patrick und Thomas, hat mir wirklich ein gutes Setting und Bike hingestellt. Ich habe mich wieder wohlgefühlt und die Zeiten sind schneller geworden», schilderte der Schweizer aus dem deutschen Dynavolt Intact GP Team.

Die abschließende Rennsimulation gab Aegerter noch einmal ein gutes Gefühl: «In der letzten Session sind wir eine Rennsimulation gefahren, in die ich von Position 2 gestartet bin. Wir haben neun Runden gemacht, das ist mit der Laufzeit der Batterie ziemlich knapp geworden, aber es ist aufgegangen und die Zeiten waren schnell. Ich hatte einen guten Start, bin dann auf Rang 3 zurückgefallen. Ich habe aber in den letzten vier Runden die Spitze übernommen und sogar noch 1,6 sec Vorsprung herausgefahren.»

«Es ist sicher schön, die Simulation als Erster zu beenden. Ich habe auch die zweitschnellste Zeit im Test und ein gutes Gefühl. Ich hoffe, ich kann dann auch in zwei Wochen hier beim Rennen die 25 Punkte mitnehmen», gibt sich der Weltcup-Zweite des Vorjahres zuversichtlich.

Aegerter weiß aber: «Granado hat sich noch hingelegt, er ist aber in den ersten zwei Runden nicht Vollgas gefahren, denke ich, und Torres auch nicht. Sie haben die Rennsimulation nicht richtig gefahren, wie es eigentlich sein sollte, und noch nicht alle Karten auf den Tisch gelegt. Schlussendlich hatte ich aber super Rundenzeiten und war auch super konstant. Ich bin happy mit der Pace und mit der Arbeit, die das Intact GP Team geleistet hat.»

«In zehn Tagen werde ich in Assen wieder Supersport fahren und dann in zweieinhalb Wochen wieder MotoE in Jerez. Ich freue mich auf das neue Qualifying-Format und auch die zwei Rennen, die wir jetzt jedes Wochenende am Samstag und Sonntag haben werden. Es ist auch schön, dass wieder Leute an der Strecke sein dürfen», blickte der 31-jährige Rohrbacher auf den Weltcup-Auftakt 2022 voraus. «Jetzt erhole ich mich zwei Tage. Ich kann an Ostern ein bisschen zu Hause zu sein und meine Rippe ein bisschen auskurieren, die nach drei Wochen immer noch schmerzt. Das ist der Plan. Ich wünsche allen Frohe Ostern!»

MotoE-Rennsimulation, Jerez (13. April):

1. Dominique Aegerter, 9 Runden
2. Hector Garzo, + 1,601 sec
3. Mattia Casadei, + 6,702
4. Hikari Okubo, + 6,851
5. Kevin Zannoni, + 14,897
6. Xavier Cardelus, + 14,954
7. Marc Alcoba, + 18,824
8. Maria Herrera, + 30,665
9. Matteo Ferrari, + 32,010
10. Bradley Smith, + 32,227
11. Alex Escrig, + 32,867
12. Alessio Finello, + 34,691
13. Miquel Pons, + 1 Runde
14. Eric Granado, + 2 Runden
15. Jordi Torres, + 5 Runden

Kombinierte Zeiten Jerez-Test (11. bis 13. April):

1. Hector Garzo, 1:48,458 min
2. Dominique Aegerter, 1:48,480
3. Matteo Ferrari, 1:48,505
4. Eric Granado, 1:48,666
5. Miquel Pons, 1:48,712
6. Mattia Casadei, 1:48,921
7. Hikari Okubo, 1:49,076
8. Xavier Cardelus, 1:49,183
9. Jordi Torres, 1:49,313
10. Bradley Smith, 1:49,417
11. Marc Alcoba, 1:49,488
12. Kevin Zannoni, 1:49,561
13. Xavi Fores, 1:49,792
14. Alex Escrig, 1:49,996
15. Kevin Manfredi, 1:50,007
16. Maria Herrera, 1:50,971
17. Alessio Finello, 1:51,156

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