Lorenzo Dalla Porta: «Du musst bescheiden bleiben»

Von Otto Zuber
Lorenzo Dalla Porta

Lorenzo Dalla Porta

Lorenzo Dalla Porta steigt nach dem Moto3-Titelgewinn in die Mittelgewichtsklasse der WM auf. Der 22-jährige Italiener will sich selbst nicht zu viel Druck machen. «Ich denke, das wäre nicht gut», erklärt er.

Vier Siege, sechs zweite Plätze und ein dritter Rang reichten Lorenzo Dalla Porta in der vergangenen Saison, um auf der Honda des Leopard Racing Teams den WM-Titel zu sichern. Der 22-jährige Italiener wagt nun den nächsten Schritt in der WM-Leiter und tritt in diesem Jahr auf der Kalex des Italtrans Teams in der Moto2-WM an.

Die Vorbereitung auf das neue Kapitel in seiner GP-Karriere läuft auf Hochtouren und im Gespräch mit den Kollegen von «GPOne.com» erklärt der Aufsteiger: «Der Titel motiviert mich, noch stärker zu trainieren. Und es liegt eine grosse Herausforderung vor mir, deshalb kann ich es kaum erwarten, das Bike auf trockener Piste auszuprobieren. Denn bisher konnte ich es nur im Nassen fahren.»

Der Spass kam dabei nicht zu kurz, wie Dalla Porta erzählt: «Ich hoffe, dass das Bike einfacher als erwartet ist, denn es gibt viele schnelle Moto2-Piloten. Ich kann sagen, dass es sicherlich Spass macht, auf diesem Motorrad Gas zu geben, denn es war schon auf nasser Bahn ein grosses Vergnügen, damit unterwegs zu sein.»

Der fünffache GP-Sieger weiss aber, dass ihn kein leichtes Spiel erwartet. «Ich hoffe, dass ich mich schnell an die Klasse gewöhnen kann, aber wahrscheinlich ist es einfacher, von der Mittelstufe zur Highschool zu wechseln», sagt er lachend. «Mir bleiben nicht viele Testgelegenheiten, um mich vorzubereiten, umso wichtiger ist es, dass ich gut und effizient arbeite. Ich weiss nicht genau, was mich erwartet, aber ich glaube ans Team und sie glauben auch an mich. Und das ist schon mal ein guter Ausgangspunkt, denke ich.»

Er selbst will sich nicht zu viel Druck machen: «Ich denke, das wäre nicht gut», stellt er klar, und offenbart: «Es wäre super, wenn ich von Anfang gut abschneide, aber wenn das nicht gelingt, werde ich einfach noch härter arbeiten. Ich muss einfach jeden Tag mein Bestes geben.» Denn er ist überzeugt: «Ich werde mich immer an den Titelgewinn erinnern, aber du musst auch bescheiden und mit beiden Füssen auf dem Boden bleiben. Ich bewege mich nun in einer neuen Welt und muss konzentriert bleiben. Ich will mich nicht mit dem Aufstieg begnügen, sondern reise wie alle anderen auch zu den Rennen, um sie zu gewinnen. Ich will einen kühlen Kopf bewahren, denn das hat sich bisher immer gelohnt.»

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