Moto2-WM: Neuer Motorenlieferant für die Saison 2019?

Von Günther Wiesinger
Moto2
Moto2-WM in Le Mans: Tom Lüthi vor Sam Lowes und Tito Rabat

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In den letzten zwei Jahren war die Kritik der Fahrer und Teams an den Honda-Einheitsmotoren für die Moto2-WM immer lauter geworden. Trotzdem wurde der Vertrag verlängert.

Mit viel Unverständnis hatten einige Moto2-Teambesitzer und Hersteller wie KTM, Mahindra und Suter Racing Technology reagiert, als FIM, Dorna und IRTA ohne grosse​n Rummel im letzten Winter die Beibehaltung der 600-ccm-Vierzylinder-Einheitsmotoren der Honda CBR 600RR für die Moto2-WM bis inklusive 2018 für drei weitere Jahre fortschrieben.

Viele Beteiligte wünschten sich eine Öffnung des Motorenkonzepts für alle Hersteller, ähnlich wie in der Moto3, mit strengen Kostenbeschränkungen.

Von KTM kam der Vorschlag von 500-ccm-Zweizylindern, von Eskil Suter die Idee von 750-ccm-Dreizylindern, damit wäre die PS-Lücke zur MotoGP-Klasse kleiner geworden.

Denn die seriennahen Honda-Motoren leisten nur 128 PS, ihr Getriebe hat mit dem einer echten Rennmaschine wenig gemeinsam. Ein Kasettengetriebe gilt längst als Mindestanforderung für eine GP-Klasse.

Für die drei Jahre 2016, 2017 und 2018 bleibt die Honda Racing Corporation «official engine supplier» für die FIM Moto2 World Championship.

Bis zum Ende der Saison 2015 werden die Fédération Internationale de Motocyclisme (FIM) als Weltverband und Dorna Sports als kommerzieller Rechte-Inhaber und GP-Promoter mit potenziellen Kandidaten für die Rolle als exklusiver Motorenlieferant nach der Saison 2018 Gespräche führen.

In einer ersten Stufe der Diskussionen wird abgeklärt, welche Kriterien für die künftigen Motoren massgeblich sein sollen. Die Triebwerke sollen finanziell leistbar sein, für jedes Team verfügbar, zuverlässig, alle Teams müssen mit identischen Motoren ausgestattet werden, die Laufzeit muss den Vorstellungen der Teams entsprechen.Jetzt liegt sie bei rund 1800 km.

FIM und Dorna werden dann am Jahresende 2015 eine Ausschreibung gestalten und alle interessierten Hersteller einladen, ihre Konzepte und Preisvorstellungen vorzulegen. Dann wird so rasch als möglich ein Lieferant ausgewählt.

Im Moment bekommt jeder Fahrer nach jeweils drei Rennen einen frischen Motor zugelost, der bei der Engineering-Firma «ExternPro» auf dem Gelände des MotorLand Aragón in Spanien aufgebaut und revidiert wird. Jedes Team muss pro Fahrer und Saison 60.000 Euro für die Motoren bezahlen; sie stehen dann üblicherweise auch für den letzten der drei IRTA-Tests zur Verfügung.

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