Danilo Petrucci (Ducati): «Ich machte dumme Fehler»

Von Vanessa Georgoulas
MotoGP
Danilo Petrucci

Danilo Petrucci

Ducati-Werkspilot erlebte im vergangenen Jahr einen starken Saisonauftakt und einen schwachen Abschluss. Der Italiener rätselt immer noch über die Gründe für den Kurswechsel und übt sich in Selbstkritik.

Der emotionale Heimsieg in Mugello war sicherlich der Höhepunkt in Danilo Petruccis erster Saison als Ducati-Werksfahrer. Der 29-Jährige aus Terni schaffte es auch im vorangegangenen Kräftemessen in Le Mans und im anschliessenden WM-Lauf in Barcelona aufs Podest. Doch die zweite Saisonhälfte hielt nicht, was die erste versprochen hatte.

Petrucci schaffte es nach seinem vierten Platz im neunten Saisonlauf auf dem Sachsenring nicht mehr in die Top-6 und über die Gründe dafür ist er sich bis heute nicht im Klaren, wie er im jüngsten MotoGP-Podcast «Last On The Brakes» verrät. «Natürlich war ich nicht zufrieden mit dem vergangenen Jahr, denn der Unterschied zwischen der ersten und der zweiten Saisonhälfte war viel zu gross», gibt er unumwunden zu.

«Im ersten Teil habe ich noch in den Top-3 gekämpft und in der zweiten Hälfte schaffte ich es zwar meist in die Top-10, doch ich war nicht mehr konkurrenzfähig», fasst der WM-Sechste des Vorjahres zusammen. «Ich habe nach einer Erklärung dafür gesucht, aber ich habe nichts wirklich Wichtiges gefunden. Ich meine, wir haben keinen Grund, warum ich in der zweiten Hälfte der WM nicht so gut abgeschnitten habe.»

Petrucci vermutet: «Vielleicht lag es daran, dass ich in den vergangenen drei Jahren immer nur einen Einjahresvertrag unterschrieben habe und mich deshalb immer wieder aufs Neue habe beweisen müssen – gegenüber Ducati und Pramac, aber auch für mich selbst wollte ich zeigen, dass ich in der Lage war, für das Werksteam zu fahren. Vielleicht habe ich deshalb in den ersten sieben Monaten des Jahres etwas zu hart gepusht.»

«Am Montag nach dem Rennen auf dem Sachsenring, das ich vor Dovi beendet habe, schaute ich mir die WM-Tabelle an und sah, dass ich mit nur vier Punkten Rückstand auf Dovi auf dem dritten Platz lag. Ich dachte mir deshalb, dass ich vielleicht der Fahrer sein könnte, der mit Marc Márquez um den Titel kämpft», erinnert sich der neunfache GP-Podeststürmer, und fügt an: «Vielleicht war der Druck einfach zu gross, denn ich begann, zu viel Druck zu machen. Ich gab immer 101 Prozent und machte deshalb dumme Fehler oder hatte Crashs», übt er sich in Selbstkritik.

Petrucci weiss: «In der MotoGP musst du immer 100 Prozent geben, wenn du zu den schnellsten Drei gehören willst, keine 98 oder 97 Orient. Wenn du ganz vorne mitkämpfst, kannst du ganz schnell auf den achten, neunten oder zehnten Platz zurückfallen, wenn du einen Schnitzer hast.» Und er vermutet: «Vielleicht war der Druck, den ich mir selbst gemacht habe, einfach zu gross, denn zuvor hatte ich nie auf die WM-Tabelle geschaut.»

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