Pit Beirer (KTM): «Spielberg wird Saison-Highlight»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Pit Beirer

Pit Beirer

KTM-Motorsport-Direktor Pit Beirer betrachtet das «closed doors protocol» als notwendiges Übel. Tracking-APP, FFP2-Masken, Virustests – all diese Hürden müssen bewältigt werden. Hauptsache, es gibt wieder Rennen.

Bei Red Bull KTM werden die beiden MotoGP-Formationen 2021 durch Miguel Oliveira und Brad Binder im Factory Team gebildet, während Danilo Petrucci und Iker Lecuona das technisch gleich gestellte Tech3-Team darstellen werden. Nach den Testfahrten in Spielberg Ende Mai und in Misano vor zehn Tagen geht KTM mit gespannter Erwartungen in die Saison. Es sollen mehr einstellige Ergebnisse als 2019 erreicht werden, außerdem soll das beste Einzelergebnis auf trockener Fahrbahn verbessert werden, das im Vorjahr durch Pol Espargaró mit Platz 6 in Le Mans zustande kam.

Pit Beirer, Motorsport-Direktor von KTM, musste zuletzt mehrmals ausführlich erklären, warum Petrucci zu Tech3 transferiert wurde und Oliveira ins Factory-Team befördert wurde. «Wir haben kein A- und kein B-Team mehr. Die neuesten Entwicklungsteile werden je nach Platzierung in der WM-Tabelle verteilt, ohne Rücksicht darauf, in welchem Team der beste Fahrer fährt », lautet die Devise.

«Wir haben jetzt lange genug pausiert und werden ab dem Auftakt in Jerez richtig attackieren», versichert Beirer. «Der Begriff Zurückhaltung existiert bei uns im Wortschatz nicht. Wir sind tadellos vorbereitet. Wir wären auch für den WM-Start am 8. März schon gut vorbereitet gewesen. Wir haben jetzt lauter gesunde Fahrer. Miguel Oliveira hat die Corona-Pause gut getan, denn seine im November operierte Schulter wäre im März noch nicht zu 100 Prozent fit gewesen; jetzt ist sie es.»

Trotzdem will Beirer keine allzu kühnen Prognosen abgeben. «Man muss vernünftig und mit den Füssen auf dem Boden bleiben. Wir haben ein umfangreiches Covid-19-Protokoll zu erfüllen. Die Rahmenbedingungen sind sicher nicht ganz ohne. Für das Team war das eine harte Nummer, diese 13 Grand Prix quasi in geschlossenen Räumen durchzuziehen. Wir haben eine Tracking-APP, auf die sich aus Datenschutzgründen sonst eh keiner einlassen würde. Aber wir wollen unbedingt alle Rennen bestreiten, deshalb werden wir uns darauf einlassen. Es bestehen einige neue Hürden. Wir müssen immer alle mit aktuellen negativen Covid-Tests an die Rennstrecke kommen. Für Spanien brauchen wir sogar die medizinischen FFP2-Masken. Bei 40 Grad Außentemperatur in Südspanien Mitte Juli wird das eine spannende Aufgabe, den ganzen Tag durch so eine Maske zu atmen. Das sind ein paar Hürden, auf die man aufpassen muss. Diese Dinge gehören halt jetzt für uns als Profis dazu. Das alles bedeutet drum herum sehr viel Aufwand, um all diesen neuen Vorschriften nach zu kommen und alles sauber vorzubereiten. Aber es gibt einen coolen, ehrgeizigen Rennkalender mit 13 Grand Prix. Auf den freuen wir uns. Es sind lauter gute Strecken dabei, die wir gern mögen.»

«Unser Highlight des Jahres wird der GP von Österreich auf dem Spielberg sein. Das ist kein großes Geheimnis», räumt der ehemalige 250-ccm-Motocross-Vizeweltmeister ein. «Wir freuen uns immer, wenn wir in die Steiermark reisen dürfen. Deshalb hoffen wir, bis dahin schon ein paar ordentliche Punkte in der Tasche zu haben.

«Auch wenn unser Heim-GP ein bisschen anders stattfinden wird als bisher, wir freuen uns darauf. Dafür dürfen wir diesmal am 16. und 23. August sogar zweimal fahren. Darauf freuen wir uns ganz gewaltig», beteuert der erfolgreiche KTM-Rennchef. «Aber das Schlimmste ist, dass wir ohne Zuschauer fahren müssen.»


Die MotoGP-Zeiten am Mittwoch, 24. Juni

1. Miguel Oliveira, KTM, 1:32,913
2. Pol Espargaró, KTM, 1:33,122
3. Michele Pirro, Ducati, 1:33,124
4. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:33,427
5. Brad Binder, KTM, 1:33,588
6. Iker Lecuona, KTM, 1:33,591
7. Scott Redding, Ducati, 1:33,957 (SBK)
8. Bradley Smith, Aprilia, 1:34,276
9. Sylvain Guintoli, Suzuki, 1:34,287
10.
Jonnny Rea, Kawasaki, 1:34,381 (SBK)

Die MotoGP-Zeiten am Dienstag, 23. Juni

1. Pol Espargaró, KTM, 1:33,07
2.
Michele Pirro, Ducati, 1:33,19
3. Miguel Oliveira, KTM, 1:33,22
4. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:33,97
5. Bradley Smith, Aprilia, 1:34,00
6. Iker Lecuona, KTM, 1:34,07
7. Brad Binder, KTM, 1:34,41
8.
Sylvain Guintoli, Suzuki, 1:34,47

(Aleix Espargaró fuhr in Misano auch am dritten Tag, 25. Juni. Er drehte an drei Tagen insgesamt 183 Runden und ließ sich dabei die Bestzeit von 1:32,932 min notieren. Sein britischer Teamkollege Smith umrundete den knapp vier Kilometer langen Kurs sogar 207 Mal und schaffte seine schnellste Rundenzeit mit 1:33,536 min.)

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