Aleix Espargaró: Kein Verständnis für Alex Márquez

Von Mario Furli
MotoGP
Aleix Espargaró

Aleix Espargaró

Aleix Espargaró geriet im Aragón-Qualifying mit seinem Bruder Pol zusammen, weil er einen Crash mit Alex Márquez verhindern wollte. «Ich begreife nicht, wie man dort mitten in der Kurve stoppen kann», wunderte er sich.

Im zweiten Teil des MotoGP-Qualifyings in Aragón kam es zum Crash zwischen Aleix Espargaró und seinem Bruder Pol. Letzterer krachte in der letzten Kurve in die Aprilia von Aleix, der seinerseits reagierte, um einen Crash mit Alex Márquez zu vermeiden. Am Ende belegte der ältere der beiden Espargaró-Brüder den neunten Platz, während der Red Bull-KTM-Pilot mit dem 12. Platz Vorlieb nehmen musste.

In seiner Presserunde erzählte Aleix: «Alex Márquez war in der Kurvenmitte und ich musste reagieren, um ihn nicht zu erwischen, dann wurde ich von Pol getroffen. Ich habe auf dieser Runde Druck gemacht und war vielleicht auf der Bremse etwas weit draussen, denn ich riskierte alles. Aber ich musste das Bike aufrichten, um einen Kontakt mit Alex zu vermeiden, und dann hat mich Pol getroffen. Leider war unser Qualifying damit gelaufen.»

Für die Fahrweise des Repsol-Honda-Piloten, der die Kollision verursacht hatte, zeigte der 31-Jährige aus Granollers wenig Verständnis. «Ich begreife nicht, wie man dort mitten in der Kurve stoppen kann, denn wir kommen in der letzten Kurve mit 350 km/h an», wunderte er sich. Die beiden Brüder wurden nach dem Qualifying zur Rennleitung bestellt, um den Zwischenfall zu diskutieren.

Doch das wollte Aleix nicht weiter kommentieren. «Fragt mich nicht nach der Rennleitung, ihr Journalisten kennt die Meinung des ganzen MotoGP-Felds dazu, ich bin happy und versuche ruhig und entspannt zu bleiben, um morgen ein gutes Rennen zu haben», winkte er ab.

Der Crash mit Pol hinterliess seine Spuren, wie der aktuelle WM-Siebzehnte bestätigte: «Ja, ich humple, denn mein Bruder hat mich hart am Fuss getroffen und mein Knöchel ist zwar nicht gebrochen, aber er ist geschwollen und sehr, sehr heiss. Aber ich bin okay, wir hatten ein gutes Tempo und ich hoffe, dass ich morgen im Rennen mit dem neuen Motor antreten kann.»

Das Qualifying bestritt Aleix mit dem alten Motor, die Entscheidung fällte er nach einigen Vergleichstests. «Der neue Motor ist stärker und ich war damit sehr schnell, gestern schaffte ich damit einen Top-Speed von 348 km/h und lag damit nur drei Stundenkilometer unter dem Ducati-Wert. Auf den Geraden ist der neue Motor also sehr stark, aber in den Kurven ist er sehr, sehr aggressiv. Ich hoffe, wir finden vielleicht mit der Elektronik einen Weg, um den neuen Motor im Rennen einsetzen zu können», erklärte er.

Ergebnis MotoGP, Q2, Aragón (17.10.):

1. Quartararo, Yamaha, 1:47,076 min
2. Viñales, Yamaha, 1:47,122
3. Crutchlow, Honda, 1:47,305
4. Morbidelli, Yamaha, 1:47,317
5. Miller, Ducati, 1:47,413
6. Mir, Suzuki, 1:47,679
7. Nakagami, Honda, 1:47,759
8. Petrucci, Ducati, 1:47,924
9. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:47,988
10. Rins, Suzuki, 1:48,035
11. Alex Márquez, Honda, 1:48,189
12. Pol Espargaró, KTM, 1:48,202

Die weitere Startaufstellung:

13. Dovizioso, Ducati, 1:47,752
14. Binder, KTM, 1:47,853
15. Lecuona, KTM, 1:48,005
16. Zarco, Ducati, 1:48,068
17. Bagnaia, Ducati, 1:48,386
18. Oliveira, KTM, 1:48,431
19. Smith, Aprilia, 1:48,556
20. Rabat, Ducati, 1:48,558
21. Bradl, Honda, 1:49,166

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