Joan Mir (Suzuki/3.): Plötzlich WM-Spitzenreiter

Von Maximilian Wendl
MotoGP
Joan Mir behauptete gegen Maverick Vinales den dritten Platz

Joan Mir behauptete gegen Maverick Vinales den dritten Platz

Zum ersten Mal seit 20 Jahren führt mit Joan Mir ein Suzuki-Fahrer die MotoGP-Weltmeisterschaft wieder an. In Aragón wurde er Dritter und musste seinem Teamkollegen Alex Rins und Alex Márquez den Vortritt lassen.

Ja, Joan Mir hat die WM-Führung übernommen und das schwache Resultat von Fabio Quartararo genutzt, um sich selbst in eine gute Position zu bringen. Trotzdem war der Suzuki-Fahrer nach dem dritten Platz im MotorLand Aragón nicht ganz zufrieden, denn Teamkollege Alex Rins stahl ihm die Show und stand am Ende ganz oben auf dem Podest.

Mir sagte: «Es war ein positives Wochenende, weil wir wichtige Punkte für die Meisterschaft geholt haben. Aber ich bin auch enttäuscht. Ich habe im letzten Teil des Rennens mehr erwartet. Ich habe vorher die Reifen geschont, bin wirklich sanft gefahren bis zur Hälfte des Rennens.»

Allerdings hatte er dann Probleme mit der linken Seite des Vorderreifens. Aus diesem Grund konnte er nicht mehr attackieren. «Wir hatten mit den Temperaturen zu kämpfen und hinter anderen Fahrern zu fahren, hat mir auch nicht geholfen. Wir haben es nicht hinbekommen, den Reifen richtig zu nutzen», sagte der Spanier, der sich hinter Rookie Alex Márquez einreihen musste. «Er war wirklich schnell und hat einen guten Job gemacht. Als er mich überholt hat, habe ich gemerkt, dass ich keine Chance hatte. Er hat mich im richtigen Moment gekriegt. In der Phase ging für mich wenig. Ich denke, er war sogar in der Lage, das Rennen zu gewinnen», lobte Mir den Landsmann vom Repsol Honda-Team.

Am Ende wäre Mir beinahe noch von Maverick Vinales geschnappt worden, doch er rettete P3 mit 0,2 sec Vorsprung über die Ziellinie. Weit abgeschlagen war dagegen sein größter Konkurrent im Kampf um den Titel: Quartararo.

Aus seinem Zehn-Punkte-Rückstand ist vier Rennen vor dem Saisonende ein Sechs-Punkte-Vorsprung geworden. Verändert das seine Herangehensweise für das Saisonfinale? Mir antwortet: «Nein, ich werde meinen Ansatz nicht ändern. Ich werde versuchen, so weiterzumachen. Ich werde das Rennen für Rennen so machen und versuchen, so viele Punkte wie möglich zu holen. Ich will jedes Rennen gewinnen und am Ende werden wir dann sehen, für welchen Platz es gereicht hat.»

Übrigens: Der letzte Weltmeister aus dem Suzuki-Lager war Kenny Roberts jun., der 2000 den Titel zu den Blau-Silbernen holte. Mir hat nun beste Chancen, dem US-Amerikaner nachzueifern.

Ergebnis, MotoGP-Rennen, Aragón (18.10.):

1. Rins, Suzuki, 41:54,391 min
2. Alex Márquez, Honda, + 0,263 sec
3. Mir, Suzuki, + 2,644
4. Viñales, Yamaha, + 2,880
5. Nakagami, Honda, + 4,570
6. Morbidelli, Yamaha, + 4,756
7. Dovizioso, Ducati, + 8,639
8. Crutchlow, Honda, + 8,913
9. Miller, Ducati, + 9,390
10. Zarco, Ducati, + 9,617
11. Binder, KTM, + 13,200
12. Pol Espargaró, KTM, + 13,689
13. Aleix Espargaró, Aprilia, + 14,598
14. Lecuona, KTM, + 15,291
15. Petrucci, Ducati, + 15,941
16. Oliveira, KTM, + 18,284
17. Bradl, Honda, + 20,136
18. Quartararo, Yamaha, + 21,498
19. Smith, Aprilia, + 25,300
20. Rabat, Ducati, + 25,558

Fahrer-WM-Stand nach 10 von 14 Rennen:

1. Mir, 121 Punkte. 2. Quartararo 115. 3. Viñales 109. 4. Dovizioso 106. 5. Nakagami 92. 6. Morbidelli 87. 7. Rins 85. 8. Miller 82. 9. Pol Espargaró 77. 10. Oliveira 69. 11. Binder 67. 12. Alex Márquez 67. 13. Petrucci 65. 14. Rossi 58. 15. Zarco 53. 16. Bagnaia 42. 17. Aleix Espargaró 27. 18. Crutchlow 21. 19. Lecuona 20. 20. Smith 11. 21. Bradl 8. 22. Rabat 8. 23. Pirro 4.

Konstrukteurs-WM:

1. Yamaha 183. 2. Ducati 160. 3. Suzuki. 4. KTM 130. 5. Honda 112. 6. Aprilia 35.

Team-WM:

1. Team Suzuki Ecstar 206. 2. Petronas Yamaha SRT, 202 Punkte. 3. Ducati Team 171. 4. Monster Energy Yamaha MotoGP 167. 5. Red Bull KTM Factory Racing 144. 6. Pramac Racing 128. 7. LCR Honda 113. 8. Red Bull KTM Tech3 89. 9. Repsol Honda Team 75. 10. Esponsorama Racing 61. 11. Aprilia Racing Team Gresini 38.

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