Valentino Rossi (16.): «Weiß nicht, ob sie zuhören»

Von Nora Lantschner
MotoGP
Valentino Rossi mit Uccio Salucci (links) und Crew-Chief David Munoz in der Yamaha-Box

Valentino Rossi mit Uccio Salucci (links) und Crew-Chief David Munoz in der Yamaha-Box

Valentino Rossi spricht nach dem 16. Startplatz für den Valencia-GP über die Probleme von Yamaha. Dass er in der MotoGP-Saison 2021 nicht mehr im Werksteam sein wird, bereitet ihm keine Sorgen.

Am Samstag war Franco Morbidelli auf der «A-spec»-M1, die auf dem Vorjahresmodell basiert, erneut der schnellste Yamaha-Pilot auf dem Circuit Ricardo Tormo – er fuhr sogar auf die Pole-Position. Valentino Rossi wird den Valencia-GP dagegen nur von Startplatz 16 in Angriff nehmen. Hätte der 41-Jährige also für 2021 am liebsten ein ähnliches Bike wie sein zukünftiger Petronas-Teamkollege?

«Nein», entgegnete «Vale» nach kurzem Grübeln. «Auch im Vorjahr war es eine schwierige Saison für Yamaha. Wir müssen das Motorrad in einigen Bereichen verbessern. Der erste Aspekt ist der Motor, der zweite der Grip am Hinterrad. Aber schon seit ich das neue Bike zum ersten Mal ausprobiert habe, ist das Feeling für mich sehr ähnlich zum Vorjahresmodell. Der Unterschied ist nicht sehr groß. Das Problem ist aus meiner Sicht nicht, dass das neue Bike schlechter ist als das alte. Das Problem ist, dass es sehr ähnlich ist. Wir schaffen es nicht, den Schritt zu machen und uns zu verbessern», hielt er fest.

«Morbidelli steht auf Pole, er fährt sehr gut, aber in den letzten Jahren ist es schon mehrmals passiert, dass ein Satellitenfahrer mit dem alten Bike es schafft, schneller als der Werksfahrer zu sein. Was wir brauchen, ist ernsthafte Arbeit, damit wir uns verbessern», forderte der «Dottore».

Seinen Schützling aus der VR46 Riders Academy nahm der Lehrmeister im FP4 auch aus nächster Nähe unter die Lupe. «Ja, ich war am Anfang hinter Franco», bestätigte Rossi. «Er fährt sehr gut, er erlebt einen großartigen Moment. Er hat das Motorrad voll unter Kontrolle und er lenkt sehr schnell in die Kurve ein, er ist in großartiger Form», lobte er den Pole-Setter.

Im nächsten Jahr wird der neunfache Weltmeister nicht mehr im Werksteam sein. Fürchtet er also, dass Yamaha weniger auf sein Feedback eingehen wird?

«Ich versuche immer, das, was ich auf dem Motorrad fühle, und die Probleme, die ich aus meiner Sicht habe, so gut wie nur möglich zu erklären», schickte Vale voraus. «Aber ich muss sagen, dass die Probleme in den letzten Jahren mehr oder weniger gleich geblieben sind. Ich habe ehrlich gesagt auch jetzt nicht verstanden, wie sehr sie mir zuhören», ergänzte der Italiener schmunzelnd. «Ich bin also nicht wirklich besorgt darüber, dass ich im nächsten Jahr nicht im Werksteam bin.»

Dann ergänzte der 115-fache GP-Sieger noch: «Mir gefällt es aber, für Yamaha zu arbeiten. Ich versuche immer mein Feedback und Anhaltspunkte zu geben, weil ich ein Fahrer bin, der viel Erfahrung hat und sehr sensibel ist. Aber leider haben wir es nicht geschafft, uns groß zu verbessern.»

Ergebnisse MotoGP Qualifying 2 Valencia (14.11.):

1. Franco Morbidelli, Yamaha, 1:30,191 min
2. Jack Miller, Ducati, +0,096 sec
3. Takaaki Nakagami, Honda, +0,222
4. Johann Zarco, Ducati, +0,329
5. Pol Espargaro, KTM, +0,362
6. Maverick Vinales, Yamaha, +0,454
7. Aleix Espargaro, Aprilia, +0,466
8. Pecco Bagnaia, Ducati, +0480
9. Brad Binder, KTM, +0,546
10. Miguel Oliveira, KTM, +0590
11. Fabio Quartararo, Yamaha, 0,673
12. Joan Mir, Suzuki, +0,797

Die restlichen Startplätze nach Qualifying 1:
13. Cal Crutchlow, Honda, 1:31,159 min
14. Alex Rins, Suzuki, 1:31,594
15. Danilo Petrucci, Ducati, 1:31,601
16. Valentino Rossi, Yamaha, 1:31,604
17. Andrea Dovizioso, Ducati, 1:31,606
18. Stefan Bradl, Honda, 1:31,831
19. Tito Rabat, Ducati, 1:32,063
20. Alex Marquez, Honda, 1:32,205
21. Lorenzo Savadori, Aprilia, 1:32,237

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