Stefan Bradl fährt viel? Umso besser für Nakagami

Von Nora Lantschner
Stefan Bradl: Nasser Jerez-Test im Januar

Stefan Bradl: Nasser Jerez-Test im Januar

Dass Honda-Tester Stefan Bradl in Jerez fleißig seine Runden abspult, hat für LCR-Mann Takaaki Nakagami nur positive Seiten – ungeachtet der Diskussion, ob es ein Wettbewerbsvorteil sei.

Während die Stammfahrer sich bis zum 6. März gedulden müssen, ehe sie in Doha erstmals in diesem Jahr auf ihre MotoGP-Bikes steigen dürfen, war Honda-Testfahrer Stefan Bradl auch in dieser Woche in Jerez im Einsatz.

LCR-Fahrer Takaaki Nakagami sitzt 2021 erstmals auf einer aktuellen RC213V. Hat sich der Japaner bei Bradl bereits über die jüngsten Entwicklungen erkundigt? «Ich habe noch nicht mit ihm geredet und auch noch keine Informationen von HRC erhalten. Ich weiß, dass sie noch immer viel arbeiten und entwickeln. Ich habe ein paar Bilder gesehen, von außen. Hauptsächlich probieren sie ein neues Chassis aus. Es sieht gut aus, ich freue mich darauf, aber ich habe mit HRC noch nicht über das neue Bike gesprochen.»

Das steht in den nächsten Tagen aber noch an: «Vor dem Katar-Test werden wir natürlich noch ein Meeting abhalten und verstehen müssen, was für ein Bike HRC bringen wird und welche Teile wir bekommen werden. Aber es ist auf jeden Fall gut zu sehen, dass Bradl schon ein paar Testtage hatte und viele Dinge ausprobiert. Hoffentlich kann HRC die guten Teile rauspicken, damit wir in Katar mit einer guten Basis beginnen», so «Taka».

Grundsätzlich gibt sich der WM-Zehnte des Vorjahres gelassen, was vor allem am Bike-Upgrade auf die neueste RC213V liegt: «Ich mache mir keine Sorgen über das neue Bike, weil es definitiv viel besser sein wird als das, was ich im Vorjahr eingesetzt habe», hielt er lächelnd fest. «Vor allem die Motorperformance, der Motor von 2020 hat mehr PS als das 2019er-Bike. Für mich ist es ein neues Bike, ich freue mich wirklich auf den Katar-Test.»

Dass Stefan Bradl als möglicher Márquez-Ersatz vor dem Saisonstart schon deutlich mehr Runden abgespult haben wird als die Stammfahrer, stört den LCR-Idemitsu-Fahrer unterdessen nicht – ganz im Gegenteil. «Er hatte schon ein paar Testtage in Jerez, ich weiß nicht genau, wie viele Runden er schon gedreht hat. Aber für mich als Honda-Pilot ist es gut, wenn er schon viele Runden absolviert hat, um das neue Motorrad zu verstehen. Denn ich weiß, dass er wirklich viele Dinge testet, darunter wichtige Sachen wie das Chassis. Von unserer Seite ist es sehr interessant zu wissen, welches Feeling das neue Chassis vermittelt. Ich habe noch keine Informationen erhalten, aber für uns ist es positiv, wenn Stefan Bradl mehr Runden fährt. Das hilft, um das Motorrad zu entwickeln, was gut für mich ist. Ich sehe da keine negative Seite. Wenn Leute sagen, dass er vor der Saison schon viele Runden gefahren ist… Dann ist das für mich okay. Für uns ist es besser so», schmunzelte Taka.

Der 29-Jährige aus Chiba, der in seine vierte MotoGP-Saison mit Honda geht, erwartet auch, dass Repsol-Honda-Neuzugang Pol Espargaró, im Vorjahr noch WM-Fünfter auf KTM, auf Anhieb seinen Beitrag zur Testarbeit leisten kann: «Ich glaube, dass Pol das Potenzial hat, er ist wirklich schnell und kann sich sicher von der KTM auf die Honda umstellen. Er wird die Honda mögen. Aber klar, wir werden viel zu tun haben.»

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