Brad Binder (KTM/12.): «Fehler kostete viel Zeit»

Von Sarah Göpfert
MotoGP
Für Red Bull-KTM-Werkspilot Brad Binder begann der zweitägige MotoGP-Test in Katar anders als geplant. Ein Sturz in Kurve 2 stoppte das Testprogramm, der Südafrikaner landete am Ende auf Rang 12.

Nach seinem Überraschungssieg in Brünn 2020 gilt Brad Binder neben seinem Teamkollegen und zweifachen GP-Sieger Miguel Oliveira als Hoffnungsträger bei Red Bull KTM Factory Racing. Doch der erste offizielle Testtag in Katar verlief für den Südafrikaner nicht wie gewünscht. «Als es dunkel wurde, hatte ich beim Herausbeschleunigen aus Kurve 1 einen Wackler, wodurch das Vorderrad in die Luft kam. Als ich die Bremse zog, klappte das Rad ein und ich stürzte», schilderte der Moto3-Weltmeister von 2016. «Leider war das Motorrad ziemlich zerstört, was uns viel Zeit kostete. Das ärgerte mich sehr, da es zum einen unseren Testplan durcheinander gebracht und ich zum anderen einen frischen Satz Reifen verloren habe», zeigte sich Binder sichtlich frustriert.

Schlussendlich war der letztjährige Rookie-of-the-Year mit seinem ersten Arbeitstag aber zufrieden. «Es fühlte sich gut an, nach drei Monaten Pause wieder zurück auf dem MotoGP-Bike zu sein. Dabei habe ich fast vergessen, wie schnell die Motorräder sind», schmunzelte der 25-Jährige. «Ich benötige noch ein paar Runden, um mit dieser Power wieder zurechtzukommen, aber abgesehen vom Sturz war es ein guter Tag. Wir haben einige Kleinigkeiten mit der Aerodynamik getestet, doch im Grunde bin ich mit der 2020er-Version der KTM gefahren, um wieder ein Gefühl für das Motorrad aufzubauen.»

Der KTM-Werkspilot landete am Ende trotz des Sturzes auf Rang 12 und hatte mit einer Zeit von 1:55,535 min nur 0,848 Sekunden Rückstand auf die Tagesbestzeit von Aprilia-Fahrer Aleix Espargaró. Zum Vergleich: 2019 gelang Yamaha-Werksfahrer Maverick Viñales mit 1:53,546 min die Pole-Position.

Eine Prognose über den Saisonverlauf möchte der Moto2-Vizeweltmeister von 2019 noch nicht wagen: «Ich will 2021 um Podestplätze kämpfen, aber es ist noch sehr früh, um eine Vorhersage zu geben. Wichtig ist, dass ich mich im Vergleich zum letzten Jahr steigere; dann wäre ich glücklich.»

MotoGP-Test Katar, 6. März:

1. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:54,687 min
2. Stefan Bradl, Honda, 1:54,943 min, + 0,256 sec
3. Joan Mir, Suzuki, 1:54,980, + 0,293
4. Jack Miller, Ducati, 1:55,022, + 0,335
5. Miguel Oliveira, KTM, 1:55,084, + 0,397
6. Johann Zarco, Ducati, 1:55,110, + 0,423
7. Franco Morbidelli, Yamaha, 1:55,174, + 0,487
8. Alex Rins, Suzuki, 1:55,198, + 0,511
9. Maverick Viñales, Yamaha, 1:55,259, + 0,572
10. Alex Márquez, Honda, 1:55,278, + 0,591
11. Takaaki Nakagami, Honda, 1:55,467, + 0,780
12. Brad Binder, KTM, 1:55,535, + 0,848
13. Francesco Bagnaia, Ducati, 1:55,572, + 0,885
14. Valentino Rossi, Yamaha, 1:55,584, + 0,897
15. Fabio Quartararo, Yamaha, 1:55,707, + 1,020
16. Cal Crutchlow, Yamaha, 1:55,807, + 1,120
17. Pol Espargaró, Honda, 1:55,878, + 1,191
18. Jorge Martin, Ducati, 1:56,147, + 1,460
19. Lorenzo Savadori, Aprilia, 1:56,511, + 1,824
20. Enea Bastianini, Ducati, 1:56,593, + 1,906
21. Yamaha Test1, 1:56,641, + 1,954
22. Iker Lecuona, KTM, 1:56,920, + 2,233
23. Danilo Petrucci, KTM, 1:56,989, + 2,302
24. Luca Marini, Ducati, 1:57,335, + 2,648
25. Sylvain Guintoli, Suzuki, 1:57,460, + 2,773
26. Dani Pedrosa, KTM, 1:57,617, + 2,930
27. Yamaha Test3, 1:58,696, + 4,009
28. Michele Pirro, Ducati, 1:58,917, + 4,230
29. Takuya Tsuda, Suzuki, 1:59,693, + 5,006

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