Taramasso (Michelin): Zufrieden trotz Fahrer-Kritik

Von Johannes Orasche
MotoGP
Der französische MotoGP-Einheitsreifen-Lieferant Michelin zieht nach dem Losail-Test ein erstes Fazit und nimmt Bezug auf die Kritik einiger Rennfahrer.

Reifenlieferant Michelin sorgte auf dem Losail Circuit in Doha bisher für einige Diskussionen. Pramac-Ducati-Ass Johann Zarco (30) kritisierte sogar relativ klar das Reifenmaterial für den ersten IRTA-Test. Zarco bezeichnete die Auswahl der Compounds als unglücklich. Der Franzose büßte als Sechster 0,4 Sekunden auf die Bestzeit von Fabio Quartararo (1:53,940 min) ein. Auch Aleix Espargaró wunderte sich nach Platz 3: «Die weiche Mischung von 2020 wurde nicht mehr geliefert. Was 2020 hier noch der Medium-Compound war, ist jetzt die weichste Mischung.» Stefan Bradl hielt sich aus dieser Diskussion heraus. «Ich war 2020 nicht in Katar, deshalb kann ich das nicht beurteilen», hielt er fest.

Die Michelin-Mannschaft zeigt sich mit der ituation trotz einiger Kritik dennoch durchaus zufrieden. «Der Sonntag war von den Verhältnissen schon sehr gut. Wir hatten bereits am Samstag deutlich weniger Sand auf der Piste und es war mehr Gummiabrieb auf dem Asphalt», erklärt Michelin-MotoGP-Projektleiter Piero Taramasso. «Die Rundenzeiten im Bereich von 1:53 min zeigen auch, dass gute Verhältnisse geherrscht haben. Die Fahrer haben aber auch noch Bikes getauscht und viele Dinge probiert. Es war ein positiver Test für uns.»

Michelin brachte je drei Vorder- und Hinterrad-Mischungen nach Doha. Der Italiener kündigt an: «Die Allokation wird auch beim zweiten Test und dann auch bei den beiden Rennen in Doha identisch sein. Wir haben vorne die weiche Mischung behalten und zudem eine asymmetrische Medium-Lösung und einen harten Reifen, speziell für Temperaturen von 35 bis 40 Grad. Für die Rennen wird aber hinten der neue Soft- oder der Medium-Reifen gut sein. Wir haben einen neuen Medium-Reifen gebracht.»

Wichtig ist die Konstanz. Taramasso: «Mit dem Soft-Hinterreifen kann man 25 oder 28 Runden mit sehr guten, konstanten Runden fahren. Das ist ein sehr positiver Punkt. Die Fahrer haben diese Mischung gemocht. Der Verschleiß und die Temperatur sind in Ordnung. So gesehen war es ein guter Test für uns.»

MotoGP-Test Katar, 7. März

1. Fabio Quartararo, Yamaha, 1:53,940 min
2. Jack Miller, Ducati, + 0,077 sec
3. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,212
4. Franco Morbidelli, Yamaha, + 0,213
5. Stefan Bradl, Honda, + 0,270
6. Johann Zarco, Ducati, + 0,416
7. Maverick Viñales, Yamaha + 0,455
8. Joan Mir, Suzuki, + 0,575
9. Francesco Bagnaia, Ducati, + 0,711
10. Alex Rins, Suzuki, + 0,718
11. Miguel Oliveira, KTM, + 0,726
12. Pol Espargaró, Honda, + 0,733
13. Takaaki Nakagami, Honda, + 0,750
14. Alex Márquez, Honda, + 1,012
15. Test 1, Yamaha, + 1,366
16. Enea Bastianini, + 1,546
17. Lorenzo Savadori, Aprilia, + 1,630
18. Luca Marini, Ducati, + 1,665
19. Jorge Martin, Ducati, + 1,692
20. Valentino Rossi, Yamaha, + 1,768
21. Danilo Petrucci, KTM, + 1,855
22. Test 2, Yamaha, + 1,927
23. Iker Lecuona, KTM, + 1,933
24. Brad Binder, KTM, + 2,004
25. Dani Pedrosa, KTM, + 2,512
26. Sylvain Guintoli, Suzuki, + 2,822
27. Michele Pirro, Ducati, + 3,955
28. Takuya Tsuda, Suzuki, + 4,970
ohne Zeit: Test 3, Yamaha

MotoGP-Test, Katar, kombinierte Zeitenliste 6./7. März

1. Fabio Quartararo, Yamaha, 1:53,940 min
2. Jack Miller, Ducati, + 0,077 sec
3. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,212
4. Franco Morbidelli, Yamaha, + 0,213
5. Stefan Bradl, Honda, + 0,270
6. Johann Zarco, Ducati, + 0,416
7. Maverick Vinales, Yamaha + 0,455
8. Joan Mir, Suzuki, + 0,575
9. Francesco Bagnaia, Ducati, + 0,711
10. Alex Rins, Suzuki, + 0,718
11. Miguel Oliveira, KTM, + 0,726
12. Pol Espargaró, Honda, + 0,733
13. Takaaki Nakagami, Honda, + 0,750
14. Alex Márquez, Honda, + 1,012
15. Test 1, Yamaha, + 1,366
16. Enea Bastianini, Ducati, + 1,546
17. Brad Binder, KTM, + 1,595
18. Lorenzo Savadori, Aprilia, + 1,630
19. Valentino Rossi, Yamaha, + 1,644
20. Luca Marini, Ducati, + 1,665
21. Jorge Martin, Ducati, + 1,692
22. Danilo Petrucci, KTM, + 1,855
23. Test 2, Yamaha, + 1,867
24. Iker Lecuona, KTM, + 1,933
25. Dani Pedrosa, KTM, + 2,512
26. Sylvain Guintoli, Suzuki, + 2,822
27. Michele Pirro, + 3,955
28. Test 3, Yamaha, + 4,756
29. Takuya Tsuda, + 4,970

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