Pit Beirer (KTM): «Dieser Schuss muss sitzen!»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Dani Pedrosa gestern beim Shakedown-Test in Doha

Dani Pedrosa gestern beim Shakedown-Test in Doha

Durch den Verlust der hilfreichen «concession team»-Privilegien bricht für KTM eine neue MotoGP-Ära an. Was bedeutet diese neue Herausforderung? Rennchef Pit Beirer gibt Auskunft.

KTM Factory Racing schickt heute auf dem Losail Circuit in Doha/Katar erstmals die neuen MotoGP-Fahrerpaarungen Brad Binder & Miguel Oliveira sowie Danilo Petrucci & Iker Lecuona auf die Rennstrecke. Gestern kümmerte sich Testfahrer Dani Pedrosa bereits um eine Basis-Abstimmung für die Stammfahrer, außerdem probierte er die neusten Entwicklungsteile für die KTM RC16 aus. Der Spanier wird auch heute im direkten Vergleich mit den Stammpiloten noch einmal seine Visitenkarte abgeben. KTM hat durch die drei MotoGP-Siege (2x Oliveira, 1x Binder) und fünf dritten Plätzen von Pol Espargaró die Vorteile eines «concession teams» verloren.

Dadurch dürfen die Stammfahrer wie bei den anderen Siegerteams nur mehr an offiziellen MotoGP-Tests teilnehmen, es dürfen nicht mehr zwei Motoren pro Fahrer und Saison mehr verwendet werden, und die Motorenentwicklung bleibt erstmals von März 2020 bis zum Saisonende 2021 eingefroren («engine freeze»).

Für KTM bildet diese Situation eine neue Herausforderung, räumt Motorsport-Direktor Pit Beirer ein. «Durch den Verlust der ‘concessions‘ wurde unsere Aufgabe schwieriger, aber da wollten wir ja unbedingt hin, in den gleichen Rhythmus wie die Gegner», sagt Beirer. «Bis zum Vorjahr mussten wir uns nie Gedanken, machen, wenn wir kurz vor Torschluss neue Motor-Upgrades hatten. Wir haben in der Vergangenheit in so einem Fall drei Rennen mit der bisherigen Motorversion bestritten, dann haben wir die neuen Komponenten eingebaut. Das geht halt jetzt nicht mehr. Wir können solche Updates nur noch zum Jahreswechsel zu den Grand Prix bringen. Dadurch wird das Testteam jetzt noch wichtiger. Als Concession-Team konnten wir bei Updates nach zwei Rennen sagen, wir gehen wieder einen Schritt zurück, weil jetzt eine homologierte Version für die ganze Saison gültig ist. Und diese Version muss halt passen! Wir können die Updates nicht mehr monatlich oder alle drei Monate bringen, sondern wir haben diese Möglichkeit nur noch einmal im Jahr. Und dieser Schuss muss sitzen!»

Beirer weiter: «Das ist natürlich eine neue Herausforderung, an die wir uns erst gewöhnen müssen. Auch im Tagesgeschäft. Wir müssen uns immer vor Augen halten, dass wir gewisse Komponenten erst beim nächsten Bikewechsel für 2022 auf die GP-Strecke bringen dürfen. Anderseits bringen wir dadurch etwas mehr Ruhe ins Geschehen. Denn was wir in den ersten vier Jahren gemacht haben, das kann man weder den Fahrern noch der Mannschaft dauerhaft zumuten. Wenn ein neues Teil bei einem Test besser abgeschnitten hat, wollten wir ja mit dem ersten Renneinsatz nicht drei Monate warten, sondern wir haben uns bemüht, es eine Woche später zu den Grand Prix zu bringen. Es sind dann ein paar Maschinen Tag und Nacht gelaufen, und nachher sind diese neuen Teile durch die Gegend geflogen worden. Der Vorteil: Unsere Stammfahrer können sich jetzt mehr auf das Fahren konzentrieren und weniger auf das Motorrad-Entwickeln.»

MotoGP-Shakedown-Test, Katar, 5. März

1. Stefan Bradl, Honda, 1:55,614 min
2. Cal Crutchlow, Yamaha, + 1,236 sec
3. Test 1, Yamaha, + 1,518
4. Enea Bastianini, Ducati, + 2,437
5. Michele Pirro, Ducati, + 2,442
6. Test 3, Yamaha, + 2,624
7. Lorenzo Savadori, Aprilia, + 2,659
8. Luca Marini, Ducati, + 2,762
9. Sylvain Guintoli, Suzuki, + 3,000
10. Jorge Martin, Ducati, + 3,261
11. Dani Pedrosa, KTM, + 3,441
12. Takuya Tsuda, Suzuki, + 5,776

keine Zeit: Aleix Espargaró

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