MotoGP-Weltmeister Joan Mir (Suzuki) war am Sonntagabend in Doha alles andere als glücklich. Das lag mehr am Zusammenstoß mit Ducati-Werksfahrer Jack Miller als am siebten Platz.
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Joan Mir war im Doha-GP in harte Zweikämpfe verwickelt, unter anderem kam es zehn Runden vor Schluss in Kurve 10 zu einer Berührung mit Jack Miller. Ausgangs der letzten Kurve kollidierten die beiden dann erneut, wobei der Titelverteidiger auf der Geraden an den äußersten Streckenrand geschoben wurde.
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Dass der Suzuki-Star damit alles andere als glücklich war, machte er in der anschließenden Presserunde gleich zu Beginn deutlich: "Wenn ich ehrlich bin, habe ich zu meinem Rennen gar nicht viel zu sagen. Ihr habt es gesehen." Zum Zwischenfall mit Miller äußerte sich der 23-jährige Spanier auf Nachfrage aber sehr wohl: "Kurve 10 ist die einzige Stelle, wo ich überholen konnte. Ich habe mich in die richtige Position gebracht und er hat dann entschieden, auf der Außenlinie zu bleiben. Wir haben uns ein bisschen berührt und ich habe das Bike aufgerichtet. Ich verstehe, dass es ein riskantes Manöver war, aber es war nicht über dem Limit, es war noch in Ordnung. Dann habe ich das Bein rausgestreckt, um ein 'Sorry' anzudeuten. Denn wenn so etwas im Rennen passiert, entschuldige ich mich üblicherweise, weil ich es nicht verhindern konnte. In derselben Runde war ich in der letzten Kurve weit. Als ich zurück auf die Linie kam, habe ich Jack gesehen, der den Kopf in meine Richtung bewegte – er sah mich also. Ich fuhr auf die Kerbs, so weit nach außen, wie ich es eben konnte. Er kam aber einfach auf mich zu und wir haben uns berührt. Wir sind deshalb fast auf der Geraden gestürzt. Ich glaube, dass das Manöver super riskant und super gefährlich war."
Glaubt der zweifache Weltmeister aber auch, dass Miller ihn absichtlich berührt hat? "Ja, ich glaube, dass es Absicht war", erwiderte der Spanier ohne Zögern. Zur Aussprache zwischen den beiden kam es nach dem Rennen nicht. "Nein, ich habe nicht mit ihm gesprochen. Wenn sich die Gelegenheit bietet, werde ich mit ihm reden."
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Für den Vorfall wurde kein Penalty ausgesprochen. Ist Joan Mir damit also nicht einverstanden? "Ich glaube, mein Team wird beurteilen, ob sie das anfechten müssen oder sonst etwas. Wir haben darüber geredet. Aus Sicht meines Teams war das Manöver von Jack sicher nicht das Beste. Ich weiß, dass sie etwas tun wollen. Ich weiß aber nicht was. Sie werden das entscheiden. Sicher muss es untersucht werden. Denn diese Manöver sind in der MotoGP über dem Limit", bekräftigte der Suzuki-Werksfahrer. "Wenn es absichtlich war, verdient er einen Penalty. Wenn nicht, dann nicht. Aber ich glaube, dass er den Kopf sehr wohl zu mir gedreht hatte."
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Mir führte dann auch einen Vergleich ins Feld: "Wenn man die Bilder von Aleix Espargaró und mir mit jenen von Miller und mir vergleicht, dann ist Aleix in der letzten Kurve weit gegangen. Er hat gesehen, dass ich daherkam, und fuhr etwas nach außen. Ich habe ihn genauso gesehen und habe ihn nicht berührt. Ich respektiere die Gegner. Ich glaube nicht, dass Jack in dem Fall Respekt gezeigt hat. Es war dasselbe Manöver, aber mit anderen Fahrern. Das könnt ihr selbst beurteilen."
Trotz der Reibereien beendete Mir das Rennen am Ende noch auf Platz 7. Die Top-15 trennten nur 8,928 Sekunden – so eng war es in der MotoGP-Klasse noch nie. "Ja, das war ein Moto3-Rennen. Das war das verrückteste Rennen aller Zeiten", schmunzelte der Moto3-Weltmeister von 2017. "Zum Glück verlassen wir jetzt Katar. Ich bin natürlich nicht happy." War die Reifenperformance bei Mir ziemlich ähnlich wie in der Vorwoche? "Diese Frage kann ich nicht beantworten", winkte er ab. Also ist es ein Nein? "Nein, nehmt es so, wie ich es sage: Ich kann es nicht beantworten."
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