8,928 Sekunden: Doha-GP geht in die Geschichte ein

Von Tim Althof
MotoGP
Zwei spannende MotoGP-Rennwochenenden liegen zum Auftakt der Saison hinter uns. In Katar gewannen Maverick Viñales und Fabio Quartararo für das Yamaha-Werksteam, dabei war das zweite Rennen geschichtsträchtig.

Der Doha-GP am Osterwochenende brachte für Yamaha den zweiten Saisonsieg im zweiten Rennen der MotoGP-Saison 2021. Auch die vorherige Saison begann mit zwei Yamaha-Siegen, doch am Ende reichte nicht für den Titel, Joan Mir (Suzuki) staubte mit seiner bärenstarken Konstanz den WM-Titel ab.

Doch nicht nur Yamaha zählt zu den Gewinnern der beiden Rennen in Katar. Die MotoGP selbst hat einen Grund zum Feiern. Mit Yamaha, Ducati, Suzuki, Aprilia, Honda und KTM sind in diesem Jahr sechs Hersteller im Wettbewerb vertreten und beim zweiten Rennen landeten alle sechs Hersteller innerhalb von sechs Sekunden im Ziel.

Sieger Quartararo verbesserte die Siegerzeit seines Teamkollegen aus der Vorwoche um 4,6 Sekunden, es war der schnellste Grand Prix in Katar seit 2017, damals wurden allerdings zwei Runden weniger absolviert. Hinter ihm landete Johann Zarco als bester Ducati-Pilot auf dem zweiten Platz, Suzuki-Fahrer Alex Rins wurde Vierter und Brad Binder setzte die beste KTM auf Platz 8. Aprilia erzielte erneut ein Top-10-Ergebnis und Pol Espargaró (Honda) wurde auf dem 5,380 km langen Losail Circuit auf Rang 13 gewertet, nur 6,063 Sekunden hinter dem Sieger.

GP-Promoter Dorna hat es somit geschafft, mit bestimmten Zugeständnissen für die schwächeren Teams, das gesamte Feld auf ein gleichhohes Niveau zu bringen. Erst gelang Ducati der Anschluss an Yamaha und Ducati, später Suzuki und KTM. 2021 scheint auch Aprilia mit Aleix Espargaró den letzten Schritt gemacht zu haben. Das Konzept der MotoGP-Verantwortlichen ist ein voller Erfolg.

Die Rennen in Katar waren schon immer ein Garant für spektakuläre Rennen, da der Fluss und die lange Start- und Zielgerade dafür sorgt, dass das Feld dicht beieinanderbleibt. Der zweite GP der Saison sorgte gleich für einen neuen Rekord: Es war das engste Top-15-Ergebnis der Geschichte der MotoGP.

Gerade einmal 8,928 Sekunden trennten Sieger Fabio Quartararo und den 15. Miguel Oliveira (KTM). Honda-Fahrer Stefan Bradl verlor auf Position 14 nur 6,453 Sekunden auf den Schnellsten, das unterstreicht die Leistungsdichte in dieser Klasse. Zuvor lag der Rekord beim Katar-GP von 2019, wo der letzte in den Punkten (Johann Zarco, KTM) 15,093 Sekunden auf Sieger Andrea Dovizioso (Ducati) einbüßte. Übrigens: Auch das Auftaktrennen in Katar hat es in die Top-5 der Rekordliste geschafft.

Engste Top-15-Ergebnisse:

1. GP Doha 2021, 8,928 sec
2. GP Katar 2019, 15,093 sec
3. GP Aragon 2020, 15,941 sec
4. GP Assen 2018, 16,043 sec
5. GP Katar 2021, 16,422 sec

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