Franco Morbidelli: «Für mich gibt es nur Vollgas»

Von Tim Althof
Franco Morbidelli peilt den direkten Einzug in Q2 an

Franco Morbidelli peilt den direkten Einzug in Q2 an

Petronas Yamaha-Fahrer Franco Morbidelli hat den ersten Tag beim Deutschland-GP am Sachsenring auf Platz 10 beendet. Obwohl die kürzeste MotoGP-Strecke fast nur aus Kurven besteht, spürte er Nachteile mit seinem Bike.

Im Gegensatz zu den beiden Yamaha-Werksfahrern Fabio Quartararo und Maverick Viñales und im Vergleich mit seinem Petronas-Teamkollegen Valentino Rossi muss Franco Morbidelli in der MotoGP-Saison 2021 immer noch mit Material aus den Vorjahren an den Start gehen. Nach den ersten beiden Trainings am Sachsenring am Freitag liegt der Italiener in der kombinierten Zeitenliste auf dem zehnten Rang, 0,538 Sekunden hinter dem Schnellsten, Miguel Oliveira (Red Bull KTM).

«Es ist schön, dass wir zurück am Sachsenring sind, einer besonderen Rennstrecke. Ich habe mich am Freitag auf der Strecke gut gefühlt, wir haben einige Daten gesammelt, indem wir verschiedene Einstellungen ausprobiert haben», erzählte der Yamaha-Pilot am Abend und betonte anschließend: «Am Samstag möchten wir alles zusammenfügen, um ein besseres Paket zur Verfügung zu haben, um die Top-10 direkt zu erreichen. Es ist sehr wichtig, auf dieser Strecke den direkten Einzug in Q2 zu erreichen.»

Wie viele seiner Konkurrenten drehte der 26-Jährige viele Runden auf dem harten Hinterreifen. Eine kluge Wahl? «Ich habe mich mit dem harten Hinterreifen gut gefühlt, es könnte eine Option für das Rennen sein. Ich habe jedoch noch keinen Versuch mit der Medium-Mischung gewagt, deshalb haben wir noch nicht genügend Daten gesammelt. Wir benötigen noch etwas mehr Zeit, um uns zu entscheiden», erklärte der Moto2-Weltmeister von 2017.

«Im Vergleich mit den anderen Yamahas verliere ich Zeit auf jeder Geraden, selbst am Sachsenring, wo es kaum Geraden gibt», beklagte Morbidelli, der nicht mit der aktuellen M1 unterwegs ist. «Wir möchten das aber am Samstag noch etwas verbessern, zumindest so gut wir können. Generell ist die Situation nun einmal, wie sie ist und damit müssen wir leben.»

Bedeutet das, dass es in der zweiten Saisonhälfte noch schwieriger wird, um an der Spitze zu kämpfen? «Jeder Hersteller entwickelt sein Motorrad während einer Saison weiter, deshalb ist es klar, dass der Vorteil gegenüber den Bikes, die nicht weiterentwickelt werden, größer wird», stellte er klar und betonte abschließend: «Für uns wird es somit immer härter. Von Schadensbegrenzung halte ich nicht viel, für mich gibt es nur Vollgas und jedes Mal auf dem Bike gebe ich alles, egal auf welcher Strecke. Es zählen nur 100 Prozent.»

MotoGP, Sachsenring, kombinierte Zeiten nach FP2 (18. Juni)

1. Oliveira, KTM, 1:20,690 min
2. Quartararo, Yamaha, + 0,220 sec
3. Viñales, Yamaha, + 0,333
4. Rins, Suzuki, + 0,387
5. Pol Espargaró, Honda, + 0,418
6. Nakagami, Honda, + 0,441
7. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,453
8. Zarco, Ducati, + 0,491
9. Miller, Ducati, + 0,502
10. Morbidelli, Yamaha, + 0,538
11. Petrucci, KTM, + 0,592
12. Marc Márquez, Honda, + 0,601
13. Alex Márquez, Honda, + 0,603
14. Martin, Ducati, + 0,708
15. Binder, KTM, + 0,736
16. Mir, Suzuki, + 0,763
17. Lecuona, KTM, + 0,878
18. Marini, Ducati, + 0,905
19. Bastianini, Ducati, + 1,012
20. Savadori, Aprilia, + 1,188
21. Rossi, Yamaha, + 1,278
22. Bagnaia, Ducati, + 1,521

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