Misano-Test: Aprilia-Debüt von Maverick Viñales läuft
Nach der Sitzprobe am Montag drehte Maverick Viñales beim Privat-Test in Misano am heutigen Dienstag inzwischen auch die ersten Runden auf der Aprilia RS-GP: Das erste Action-Bild.
Auf dem Misano World Circuit herrscht am heutigen Dienstag reger Betrieb – und das nicht nur wegen des mit Spannung erwarteten Aprilia-Debüts von Maverick Viñales. Für Ducati etwa testet Michele Pirro, dazu sind Johann Zarco, Pecco Bagnaia und Luca Marini zu Trainingszwecken auf der Panigale V4S unterwegs. Honda ist mit Testfahrer Stefan Bradl vor Ort, Dani Pedrosa und Mika Kallio steuern die KTM RC16.
Die italienische GP-Strecke unweit der Adriaküste ist von 9 bis 18 Uhr geöffnet, Viñales drehte am Vormittag
Nur zwei Tage nach dem ersten Podestplatz der MotoGP-Ära durch Aleix Espargaró folgt für den Hersteller aus Noale also ein weiteres Highlight. Nach sieben Saisonen in Joint-Venture mit dem Gresini Racing Team wird Aprilia ab 2022 bekanntlich als echtes Werksteam zwei eigene Startplätze in der Königsklasse der Motorrad-WM beanspruchen und dafür zwei Top-Fahrer aufbieten.
Zur Erinnerung: Aprilia kehrte 2015 in die MotoGP zurück, der Motor basierte im ersten Jahr auf dem Superbike-Triebwerk der RSV4. Für die Saison 2016 wurde der erste echte 1000-ccm-V4-MotoGP-Rennmotor gebaut. Für 2020 präsentierte der italienische Hersteller eine radikal überarbeitete RS-GP, unter anderem wurde ein kompakterer Motor mit 90 statt 72 Grad Zylinderwinkel konstruiert, wie bei den anderen MotoGP-V4-Maschinen (Honda, Ducati und KTM) bereits üblich.
Viñales trägt beim Misano-Test übrigens ein neutrales Alpinestars-Leder, auf seinem Arai-Helm prangt "MVK" (für Maverick). Sponsoren sind keine zu sehen, aber der Aprilia-Schriftzug ist auf seiner Ausrüstung bereits präsent.
Verlaufen die Testfahrten erfolgreich, wird der 26-jährige Spanier noch in dieser Saison auch Rennen auf der RS-GP bestreiten. Weil Wildcard-Einsätze aber zwei Monate vor dem Event angemeldet werden müssen, wird Aprilia voraussichtlich Lorenzo Savadori als Stammfahrer opfern müssen. Der 28-jährige Italiener leidet zudem noch unter den Nachwirkungen des in Spielberg gebrochenen Fußknöchels, den Comebackversuch in Silverstone musste er unter Schmerzen abbrechen.
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