Pecco Bagnaia: «Ich brauchte länger als Bastianini»
Ducati-Werksfahrer Pecco Bagnaia äußert sich zur achtköpfigen Armada aus Borgo Panigale für die MotoGP-Saison 2022, insbesondere zu Gresini-Fahrer Enea Bastianini.
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Ein Drittel des 24-köpfigen MotoGP-Feldes sitzt 2022 auf Ducati-Maschinen. Francesco "Pecco" Bagnaia, vierfacher Saisonsieger 2021 und Werksfahrer für den Hersteller aus Borgo Panigale, sieht darin einen Vorteil. Er weiß aber auch: "Acht Motorräder werden für Ducati sicher kein einfacher Job, zwei mehr mag auf den ersten Blick eine kleine Sache sein, ist tatsächlich aber viel. Ich glaube aber, dass sie die Situation gut managen werden. Es bedeutet auch mehr Daten für uns und es sind mehr Fahrer, die nach unterschiedlichen Dingen fragen werden. Daher glaube ich, dass es für uns gut sein wird."
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Unter den Markenkollegen des Vizeweltmeisters befinden sich zwei Klassen-Neulinge: Marco Bezzecchi und Fabio Di Giannantonio, die beim zweitätigen Jerez-Test im November ihr Debüt auf der Desmosedici gaben. "Sie machen einen guten Eindruck, sie sind auf der Bremse schon stark", lobte Pecco. Als VR46-Schüler ist er zudem froh, einen weiteren Academy-Kollegen bei Ducati zu wissen: "Ich bin sehr glücklich, mit Luca und Bez bei Ducati zu sein. Wir haben jetzt mehr Geschichten, die wir uns erzählen können", schmunzelte Bagnaia.
Für Luca Marini ist im Mooney VR46 Racing Team 2022 eine aktuelle Desmosedici vorgesehen, Bezzecchi steuert in seinem Rookie-Jahr genauso wie Di Giannantonio ein 2021er-Modell. Dessen Gresini-Teamkollege Enea Bastianini stieg bei den Testfahrten in Jerez von seiner GP19 auf die GP21 um. Der Moto2-Weltmeister von 2020 sprach anschließend von einem großen Fortschritt.
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Bagnaia, der seine MotoGP-Karriere 2019 bei Pramac Racing ebenfalls auf einem älteren Bike begann, kann das nachvollziehen. "Ich fing mit einem Hybrid an, ein 2018er-Bike mit ein paar älteren Teilen, der Unterschied auf das 2020er-Bike war dann sehr groß, die 2019er bin ich ja nie gefahren", erinnerte sich der 24-Jährige aus Turin. "Es macht sicherlich einen großen Unterschied, aber meiner Meinung nach war der größte Unterschied ich auf dem Motorrad. Enea dagegen war schon im ersten Jahr sehr konkurrenzfähig und sehr schnell. Er war es also schon gewohnt, gewisse Dinge zu tun, während ich mehr Zeit brauchte."
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Tatsächlich verlief die Debütsaison des Moto2-Weltmeisters von 2018 in der Königsklasse mühsam, Platz 4 auf Phillip Island war eines von nur drei Top-10-Ergebnissen in Peccos Rookie-Jahr 2019. Erst im Vorjahr in Misano schaffte er erstmals den Sprung auf das Treppchen. Die "Bestia" dagegen stürmte 2021 auf Anhieb zweimal auf das Podest.
"Am Ende braucht jeder seine Zeit", bekräftigte Bagnaia. "Enea war 2021 sehr gut und ich bin überzeugt, dass er sich mit diesem neuen Motorrad weiterhin stark entwickelt wird, weil es wirklich ein sehr gutes Motorrad ist: Schnell, konstant, mit einer sehr guten Performance." MotoGP-Test Jerez, kombinierte Zeiten (18. und 19. November):
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