Alex Rins zu Suzuki-Rückzug: «Ich war zerstört»

Von Nora Lantschner
Alex Rins blickt in eine noch unbekannte Zukunft

Alex Rins blickt in eine noch unbekannte Zukunft

Suzuki-Werksfahrer Alex Rins (26) sprach nach dem spektakulären Ausfall in Le Mans über die Stimmungslage seiner Crew und sein eigenes Empfinden.

Im ersten Rennen seit Bekanntwerden des MotoGP-Rückzugs von Suzuki am Ende der Saison schrieben Joan Mir und Alex Rins am vergangenen Sonntag in Le Mans zwei Nuller. Dadurch gab Suzuki Ecstar die Führung in der Team-WM an Aprilia Racing ab.

In der Fahrer-WM liegt Rins als Vierter nun 33 Punkte hinter Titelverteidiger Fabio Quartararo (Yamaha) zurück, mit dem er die WM-Führung nach dem ersten Europa-Rennen in Portimão noch teilte.

Rins, der zu Beginn des Rennens in aussichtsreicher Position nach einer angsteinflößenden Highspeed-Offroad-Einlage stürzte, befand trotz allem, dass seine Crew mit der schwierigen Situation gut umgegangen sei. «Insgesamt haben sie es gut gehändelt. Manche Mechaniker sind etwas niedergeschlagen, andere weniger. Das ist normal. Sie haben aber ziemlich gut gearbeitet und dafür will ich mich auch bedanken. Denn es ist nicht einfach. Wenn du nichts für das nächste Jahr hast, ist es einfach, den Glauben und die Motivation zu verlieren. Sie waren aber ziemlich motiviert», versicherte der 26-jährige Spanier.

Der dreifache MotoGP-Sieger vergoss eigenen Aussagen zufolge selbst Tränen, nachdem er über das MotoGP-Aus seines Arbeitgebers informiert worden war. «Ja, ich saß in meinem Office und es war ein sehr schlechtes Gefühl. Ihr müsst euch vorstellen, wenn du alles gibst, um das Motorrad zu entwickeln…. Wir haben viel Dreck gefressen. 2017 war der Motor so schlecht. Es war ziemlich hart, die Rennen zu Ende zu fahren, genauso schwierig das Turning. Ich habe viele Informationen geliefert. Ganz ehrlich: Als sie es mir mitteilten, war ich am Boden zerstört.»

MotoGP-Ergebnis, Le Mans (15. Mai):

1. Bastianini, Ducati, 27 Rdn in 41:34,613 min
2. Miller, Ducati, + 2,718 sec
3. Aleix Espargaró, Aprilia, + 4,182
4. Quartararo, Yamaha, + 4,288
5. Zarco, Ducati, + 11,139
6. Marc Márquez, Honda, + 15,155
7. Nakagami, Honda, + 16,680
8. Brad Binder, KTM, + 18,459
9. Marini, Ducati, + 20,541
10. Viñales, Aprilia, + 21,486
11. Pol Espargaró, Honda, + 22,707
12. Bezzecchi, Ducati, + 23,408
13. Di Giannantonio, Ducati, + 26,432
14. Alex Márquez, Honda, + 28,710
15. Morbidelli, Yamaha, + 29,433
16. Dovizioso, Yamaha, + 38,149
17. Darryn Binder, Yamaha, + 59,748
– Oliveira, KTM, 3 Runden zurück
– Bagnaia, Ducati, 7 Runden zurück
– Martin, Ducati, 11 Runden zurück
– Mir, Suzuki, 14 Runden zurück
– Fernández, KTM, 21 Runden zurück
– Rins, Suzuki, 22 Runden zurück
– Gardner, KTM, 24 Runden zurück

WM-Stand nach 7 von 21 Grand Prix:

1. Quartararo 102 Punkte. 2. Aleix Espargaró 98. 3. Bastianini 94. 4. Rins 69. 5. Miller 62. 6. Zarco 62. 7. Bagnaia 56. 8. Brad Binder 56. 9. Mir 56. 10. Marc Márquez 54. 11. Oliveira 43. 12. Pol Espargaró 40. 13. Viñales 33. 14. Nakagami 30. 15. Martin 28. 16. Marini 21. 17. Morbidelli 19. 18. Bezzecchi 19. 19. Alex Márquez 18. 20. Dovizioso 8. 21. Darryn Binder 6. 22. Di Giannantonio 3. 23. Gardner 3.

Konstrukteurs-WM:

1. Ducati 156 Punkte. 2. Yamaha 102. 3. Aprilia 99. 4. KTM 84. 5. Suzuki 80. 6. Honda 67.

Team-WM:

1. Aprilia Racing 131 Punkte. 2. Suzuki Ecstar 125. 3. Monster Energy Yamaha 121. 4. Ducati Lenovo 118. 5. Red Bull KTM Factory 99. 6. Gresini Racing MotoGP 97. 7. Repsol Honda 94. 8. Pramac Racing 90. 9. LCR Honda 48. 10. Mooney VR46 Racing 40. 11. WithU Yamaha RNF 14. 12. Tech3 KTM Factory 3.

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