Blitz, Donner, Regen: Scharfe Kritik von Quartararo

Von Ivo Schützbach
Yamaha-Werksfahrer Fabio Quartararo

Yamaha-Werksfahrer Fabio Quartararo

Fünf Ducati vorne, Fabio Quartararo mit seiner Yamaha auf Startplatz 6: Mit dem Ergebnis im Mugello-Qualifying ist der MotoGP-Weltmeister zufrieden, für die Umstände hat er kein Verständnis.

Yamaha hat auf dem Mugello-Circuit das ganze Wochenende keine führende Rolle gespielt, aus dem M1-Quartett kann nur Weltmeister Fabio Quartararo in den Top-10 mithalten. Franco Morbidelli, Darryn Binder und Andrea Dovizioso sind in den Niederungen des Klassements zu finden.

Im Qualifying war Quartararo als Sechster Best of the Rest. Der Franzose musste sich fünf Ducati-Piloten beugen, war aber um 0,001 sec schneller als Aprilia-Aushängeschild Aleix Espargaró auf Position 7.

Auf die erste Startreihe mit den Ducati-Youngstern Fabio Di Giannantonio, Marco Bezzecchi und Luca Marini hat vermutlich niemand gewettet. «Mal sehen, wie es im Rennen gegen diese neuen Fahrer wird», überlegte Quartararo.

Am Samstagmorgen setzte sich das schlechte Gefühl vom Freitag mit der M1 für den Yamaha-Star fort. Nach einer größeren Änderung am Nachmittag vermeldete er deutliche Fortschritte, obwohl Fabio wegen eines Problems mit der Kette im FP4 keine gezeitete Runde zustande brachte. «Platz 6 im Qualifying ist ein gutes Resultat für uns», bemerkte der WM-Führende. «Bei sämtlichen Änderungen ging es für mich darum, dass sich mein Gefühl für das Motorrad verbessert.»

Direkt vor dem ersten Qualifying findet das vierte freie Training statt. Ungefähr zur Halbzeit der 30-minütigen Session begann es zu nieseln. Im Q1 fuhren zu Beginn alle mit Regenreifen, erst gegen Ende war es mit den profillosen Slicks deutlich schneller. Dass es blitzte und donnerte, sorgte bei vielen Fahrern für ein mulmiges Gefühl.

«Diese Bedingungen waren sehr gefährlich, es war keine gute Entscheidung, so zu fahren», kritisierte Quartararo. «Es ist nicht normal, dass man auf die schnellste Strecke aller Zeiten hinausfährt, wenn man nicht weiß, was einen erwartet.»

Hätte das Qualifying verschoben werden müssen? «Ja», betonte der 23-Jährige. «Ich war hinter Marc Márquez, als er stürzte – er hat nichts Seltsames gemacht. Wir sind alle hier, um das Bestmögliche zu erreichen. Auch wenn es regnet. Auf so einer Strecke können wir nicht warten bis etwas passiert, und dann erst verschieben. Auch Intermediate-Reifen hätten keinen Unterschied gemacht. Manchmal, wenn es ein bisschen regnet, dann weißt du, was dich erwartet. Aber diese Strecke ist so lang, da ist es am einen Ende trocken, und am anderen nass. Es gibt Kurven, in die biegst du mit fast 200 km/h ein und hast keine Ahnung, was passiert. Das ist kein gutes Gefühl.»

Ergebnisse MotoGP Mugello Q2:

1. Di Giannantonio, Ducati, 1:46,156 min
2. Bezzecchi, Ducati, +0,088 sec
3. Marini, Ducati, +0,171
4. Zarco, Ducati, +0,227
5. Bagnaia, Ducati, +0,315
6. Quartararo, Yamaha, +0,350
7. A. Espargaró, Aprilia, +0,351
8. Nakagami, Honda, +0,405
9. P. Espargaró, Honda, +0,511
10. Bastianini, Ducati, +0,523
11. Martin*, Ducati, 1,067
12. M. Márquez, Honda, +1.312

Die weitere Startaufstellung:
12. Miller, Ducati, 1:47,621 min
13. Pirro, Ducati, 1:48,209
14. Martin*, Ducati
15. Oliveira, KTM, 1:48,231
16. B. Binder, KTM, 1:48,255
17. Mir, Suzuki, 1:48,732
18. A. Márquez, Honda, 1:48,846
19. Gardner, KTM, 1:48,907
20. D. Binder, Yamaha, 1:49,471
21. Rins, Suzuki, 1:50,266
22. Savadori, Aprilia, 1:50,270
23. Morbidelli, Yamaha, 1:55,369
24. Viñales, Aprilia, 1:56,479
25. Fernández, KTM, 1:57,106
26. Dovizioso, Yamaha, 1:57,671

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